Hardware-News

Aktuelle Nachrichten rund um PC-Hardware, Grafikkarten, Windows und Internet.

Bugs in Spielen bald Garantiefall? (UPDATE) - Bewegung in den USA

Sind fehlerhafte Spiele bald ein Garantiefall? Wenn es nach dem Willen der EU-Kommission geht, werden defekte Spiele bald so behandelt wie ein defekter Toaster. Auch in den USA gibt es erste Hinweise.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 20.05.2009; 10:22 Uhr


Bugs in Spielen bald Garantiefall? (UPDATE) : bluescreen bluescreen Softwareentwickler könnten bald für die Sicherheit, Effizienz und Funktion ihrer Produkte verantwortlich gemacht werden, wenn es nach einem neuen Vorschlag der EU-Kommission in Sachen Verbraucherschutz geht. Die beiden Kommissare Viviane Reding und Meglena Kuneva haben einen Gesetzentwurf eingereicht, nach denen die bisher nur für materielle Produkte geltenden Vorschriften auch auf Software ausgeweitet werden sollen. Ausdrücklich werden darin auch Spiele genannt.

Die Kunden sollen das gleiche grundsätzliche Recht auf ein funktionierendes Produkt zu fairen Bedingungen erhalten, wie bei jedem Kauf einer anderen Ware auch. Die Business Software Alliance (BSA), zu der Größen wie Microsoft, IBM oder Apple gehören, hat den Plan bereits scharf kritisiert. Digitale Inhalte seien keine greifbaren Dinge und sollten daher auch nicht den gleichen Regeln unterworfen werden wie ein Toaster. Man könne bei Software nicht absolut sicher vorhersagen, wie sie genutzt und wie leistungsfähig sie sein werde. Dies hänge auch davon ab, wo sie eingesetzt und ob sie auf dem neuesten Stand gehalten werde. Außerdem würde die vorgeschlagene Regelung jede Software einschließen, selbst Beta-Versionen oder Open-Source-Programme.

Update: Microsoft & Linuxfoundation als Verbündete

In Europa hat der Vorschlag der EU-Kommission schon für Aufsehen gesorgt, nun bewegt sich auch das American Law Institute (ALI) in gleiche Richtung: Für Software soll es eine Garantie geben, dass sie keine "versteckten Defekte" besitzt, die dem Hersteller bekannt sind. Für diese Regelung soll es nach Ansicht von ALI, einer Vereinigung aus Richtern und Anwälten, auch keine Ausnahmen geben. Zwar kann ALI keine Gesetze erlassen, deren Schriften gelten jedoch für Anwälte und Richter in den USA als Referenz. Für Software-Entwickler muss der Gedanke an eine Software-Garantie schrecklich sein, denn in den USA haben sich nun Microsoft und die Linux Foundation verbündet, um dagegen vorzugehen. Das bezeichnet selbst Horacio Gutierrez von Microsoft als bemerkenswert, doch viele Probleme beträfen eben alle Entwickler.

Täglich aktuelle Hardware-News? Jetzt Newsletter bestellen!

Diesen Artikel:   Kommentieren (92) | Drucken | E-Mail
FACEBOOK:
TWITTER:
 
WEITERE NETZE: Weitersagen
Sagen Sie Ihre Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login

Sie sind noch nicht in der GameStar-Community angemeldet?
» Zur kostenlosen Anmeldung
Erster Beitrag  |  » Neuester Beitrag
1 2 3 ... 10 weiter »
Avatar Meister P.
Meister P.
#1 | 10. Mai 2009, 12:50
Najo, ansich nicht schlecht finde ich, aber auf betas und open source? das halt ich irgendwie für übertrieben.
Solange man Geld für etwas zahlt finde ich es gut, wenn es sich dabei aber um etwas kostenloses handelt ist das irgendwie fehl am platz!
rate (311)  |  rate (2)
Avatar Cherti
Cherti
#2 | 10. Mai 2009, 12:52
tjoa.... wie is das dann, ich les öfter ma dass produkte die online aktiviert werden müssen, vom umtausch / erstattung ausgeschlossen sind. bei einem shop heissts sogar, sobald man nen cd-key braucht is keine rückgabe mehr möglich....

das dürfte mittlerweile wohl so quasi.... IMMER der fall sein.....
rate (64)  |  rate (2)
Avatar Leya
Leya
#3 | 10. Mai 2009, 13:02
Wird auch höchste Zeit. Und das Gejammere von Microsoft und Co. finde ich völlig deplaziert. Digitale Inhalte seien keine greifbaren Dinge, deshalb sollen andere Regeln gelten? So ein Unsinn. Schliesslich verlangen sie ja auch ganz greifbares Geld dafür. Die Ausrede mit Beta-Versionen oder Open-Source sind reine Scheingefechte zur Ablenkung. Bei kostenloser Software gelten natürlich andere Regeln. Kommerzielle Software jedoch ist ein Produkt wie jedes andere auch, und das hat einfach zu funktionieren.
rate (145)  |  rate (16)
Avatar mh0001
mh0001
#4 | 10. Mai 2009, 13:13
Zitat von Cherti:
tjoa.... wie is das dann, ich les öfter ma dass produkte die online aktiviert werden müssen, vom umtausch / erstattung ausgeschlossen sind. bei einem shop heissts sogar, sobald man nen cd-key braucht is keine rückgabe mehr möglich....

das dürfte mittlerweile wohl so quasi.... IMMER der fall sein.....


Bisher bleibst du dann auf dem Spiel sitzen, wenn es nicht läuft. Bei Anwendung des normalen Gewährleistungs-/Garantierechts, darf du nach zwei erfolglosen Nachbesserungs/Patchversuchen dann vom Kaufvertrag zurücktreten.
rate (27)  |  rate (1)
Avatar BelaC
BelaC
#5 | 10. Mai 2009, 13:26
Keine greifbaren Dinge und dann Geld dafür verlangen :ugly: Das war ein Eigentor...

Ich find den Vorschlag gut und auch längst überfällig!
rate (60)  |  rate (10)
Avatar Fisto
Fisto
#6 | 10. Mai 2009, 13:27
also man kann auf fehler in einem proframm keine garantie amchen mein jedes spiel oder programm hat fehler das lässt sich NICHT verhindern!
und open Sorce und betas mein eben das wäre auch sowas eine beta ist dazu da um fehler zu finden

ausser bei so spielen wie Gothic 3 die so schwerwiegende bugs haben dann wäre es okay sonst nicht
rate (21)  |  rate (77)
Avatar wwwormer
wwwormer
#7 | 10. Mai 2009, 13:30
Und noch'n Gesetz!

Ich bin zwar kein Freund von Bugs, aber noch weniger Freund des juristischen Kraken. Wie möchte man denn ein solches Gesetz, sollte es umgesetzt werden, in der Realität beherrschen? Wer soll denn bestimmen, ab wann ein Spiel bei wieviel Prozent der Spieler "ausreichend" bugverseucht ist, sodass der Käufer Ansprüche geltend machen kann? Brauchen wir dafür wieder eine eigene Prüfstelle mit sesselpupsendem Expertengremium!?

Also wirklich, das ist doch ein Bereich, der sich hervorragend über den Markt regeln lässt. Zeitschriften wie Gamestar oder das Internet bieten genügend Infos. Wer dann immer noch Gothic 3-Götterdämmerung kauft, hat selber Schuld.
rate (39)  |  rate (25)
Avatar Draco2007
Draco2007
#8 | 10. Mai 2009, 13:34
Zitat von Leya:
Wird auch höchste Zeit. Und das Gejammere von Microsoft und Co. finde ich völlig deplaziert. Digitale Inhalte seien keine greifbaren Dinge, deshalb sollen andere Regeln gelten? So ein Unsinn. Schliesslich verlangen sie ja auch ganz greifbares Geld dafür. Die Ausrede mit Beta-Versionen oder Open-Source sind reine Scheingefechte zur Ablenkung. Bei kostenloser Software gelten natürlich andere Regeln. Kommerzielle Software jedoch ist ein Produkt wie jedes andere auch, und das hat einfach zu funktionieren.


Hast du überhaupt die leiseste Ahnung von Software-Entwicklung? Du kannst das nicht vergleichen mit "echten" Produkten, wie der in der News genannte Toaster. Den Toaster kannst du nur in die Steckdose stecken und Dinge damit toasten. Du kannst nicht den Toaster in tausenden verschiedenen Konfigurationen benutzen. Oder verschiedene Hardware und Software damit laufen lassen.

Bei Software sieht das ganz anders aus. Hier haben die Entwickler damit zu kämpfen das jeder, wirklich jeder Rechner anders konfiguriert ist. Und ich meine nicht nur die Hardware. Jedes Stück Software das du benutzt kann unerwünschte Seiteneffekte haben auf die neue Software, für die du nun eine Garantie haben willst, dass sie läuft. Das ist möglich, aber nur wenn du ein genau, vom Hersteller, spezifiziertes System benutzt das du niemals wieder ändern darfst.

An sich finde ich die Idee ja nicht schlecht. Nur muss es sehr eingeschränkt werden. Das heißt nur sehr schwere Fälle von Bugs/Fehlern in der Software dürfen zu einem Garantiefall führen. (Toasterbeispiel: Toast wird nicht perfekt braun - akzeptabel, Toaster explodiert - Garantiefall)
Gothic 3 wäre zum Beispiel so ein Härtefall. Aber wenn sich ein Problem auf die spezielle Konfiguration eines einzelnen Systems zurückführen lässt, sei er auch noch so schwer kann der Entwickler nicht dafür verantwortlich gemacht werden. Es ist einfach nicht möglich ALLE Systeme zu testen.
rate (72)  |  rate (11)
Avatar Moridin
Moridin
#9 | 10. Mai 2009, 13:34
was für ein unsinn

damit jemand dazu verdonnert werden kann, dem endkunden garantie zu gewähren, muss nachgewiesen werden, dass der fehler beim hersteller liegt - was bei software für PC nicht praktikabel ist
dann muss als nächstes nachgewiesen werden, dass der grund, wegen dem der endkunde garantie beansprucht, nachweisbar eigenschaft des verkauften produkts sein soll, was in vielen fällen nicht gelingen wird

sowas kann nur jemand befürworten, der keine ahnung hat
rate (13)  |  rate (14)
Avatar Wetter
Wetter
#10 | 10. Mai 2009, 13:37
Da dürften ja Firmen wie Rockstars ja dann endgültig die PC Schiene sein lassen, weilse zu doof für ein Lauffähiges Spiel sind und für manche ja gilt, Geld machen sei wichtiger, als Qualitätskontrolle :->
rate (51)  |  rate (13)


PROMOTION
Nichts verpassen!
NEWS-TICKER
Freitag, 25.05.2012
11:46
11:25
11:25
10:39
10:08
09:19
08:06
08:04
Donnerstag, 24.05.2012
18:26
18:16
17:55
17:52
17:40
17:38
17:00
16:35
15:37
15:14
15:12
14:51
»  Alle News
 
top Top
Suchen
GAMEPRO MEDIA © IDG Entertainment Media GmbH - alle Rechte vorbehalten GAMEPRO MEDIA