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AMD greift PhysX an - Nvidia dementiert Zahlungen (Update)

Bereits letztes Jahr hatte AMD seine Unterstützung für die Open Physics Initiative und Bullet Physics bekanntgegeben.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 08.03.2010; 10:39 Uhr


AMD greift PhysX an : AMD Logo AMD Logo Nun hat AMD der Digital Molecular Matter 2-Engine von Pixelux die Fähigkeiten von Bullet Physics hinzugefügt. Die Engine ermöglicht es, Physikberechnungen in Spiele einzubauen, die entweder OpenCL oder DirectCompute unterstützen.

Laut Eric Demers, dem Chief Technology Officer der AMD-Grafiksparte, soll die Integration von Bullet Physics in die Engine eine breitere Nutzung von Physikberechnungen ermöglichen und vor allem sicherstellen, dass es dabei nicht auf die Hardware im Rechner eines Spielers ankommt.

Die DMM2-Enigne ist von AMD kostenlos in einer leicht abgespeckten Version erhältlich. Die darin enthaltenen Fähigkeiten sollen für die meisten PC-Spiele ausreichend sein. Für Multiplattform-Spiele ist aber eine kostenpflichtige Lizenz notwendig.

Update 09.03.2010

Wie THINQ meldet, hat Richard Huddy von AMD im Rahmen der Vorstellung der neuen Open-Physics-Initiative auch PhysX von Nvidia kommentiert. Seiner Meinung nach schließt Nvidia mit Spiele-Herstellern einen Marketing-Vertrag ab und erhielte so das Recht, PhysX in ein Spiel einzubauen.

Das sei einigen Entwicklern aber ganz offensichtlich nicht recht, so Huddy. Sie würden es nicht zulassen, weil sie es wollen, sondern weil sie dafür bezahlt werden. Daher habe man eine recht künstliche Situation, in der PhysX in Spielen genutzt werde, obwohl die Spiele-Entwickler dies gar nicht wollten.

Die einzige Ausnahme seien die Unreal-Spiele von Epic, Ansonsten wüsste er von keinem Entwickler, der von sich aus gesagt hätte, er wollte GPU-beschleunigtes PhysX in seinem Spiel und sich so an Nvidia binden. Aber proprietäre Techniken würden schließlich ohnehin verschwinden, so Huddy, der als Beispiel Glide von 3dfx nannte. Diese Programmierschnittstelle funktionierte nur mit 3dfx-Karten und wurde letztlich durch das herstellerunabhängige Direct3D in DirectX abgelöst.

Update 12.03.2010

Nvidia hat die Behauptungen von AMD dementiert. Man helfe Spiele-Entwicklern und stelle auch Programmierer oder Künstler zur Verfügung, um gewisse Effekte in Spiele einzubauen, aber könne die Entscheidung für PhysX und gegen andere Möglichkeiten nicht beeinflussen. Ashutosh Rege, Worldwide Director Of Developer Technology, erklärte, es gäbe keine Vereinbarungen, bei denen Nvidia für die Nutzung von PhysX Zahlungen vornehme.

Die Physik-Berechnung sei ein wesentlicher Bestandteil der Spiele und die Entwickler würden in diesem Bereich keine Entscheidung treffen, die das Spiel selbst gefährden würden, nur weil es dafür diverse Anreize gäbe. Der wichtigste Punkt bei der Entscheidung für eine Physik-Engine seien deren Fähigkeiten und Werkzeuge und die Unterstützung durch den Anbieter. Der wichtigste Faktor sei aber inzwischen, welche Plattformen unterstützt würden. PhysX unterstütze die Konsolen Xbox 360, PS3, Wii, aber auch den PC und das iPhone und das sei der Grund für die Popularität von PhysX.

Da es einen Unterschied mache, ob man Physik-Berechnungen allgemein nutze oder diese auf dem Grafikchip berechnen lasse, helfe man mit Programmierern und Künstlern aus, um diese Funktionen einzubauen. Natürlich helfe man auch, die Spiele dann mit Grafikkarten zusammen anzubieten, wenn der Spiele-Entwickler daran Interesse habe. All dies sei in keiner Weise schädlich für andere Hardware-Plattformen, die GPU-PhysX nicht unterstützen, sondern stelle einen zusätzlichen Wert für Geforce-Kunden dar und verbessere letztlich das Spiele-Erlebnis auf dem PC.

PhysX sei auch nicht mit Glide vergleichbar, da es ein komplettes Softwarepaket für viele Plattformen sei. Außerdem unterstütze Nvidia auch OpenCL oder DirectCompute, wenn ein Spiele-Entwickler dies wünsche. Man habe zwar keine Programmierer für die Bullet-Engine, aber man arbeite auch mit dieser Engine in gewissen Bereichen. Letztendlich verkaufe man ja Grafikchips und nicht PhysX, so Rege.

» PhysX-Spiele im Überblick

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The One Avatar
#1 | 08. Mrz 2010, 10:48
Klingt jetzt auf den ersten Blick nach ner 08/15 Engine (Höhö kauft Radeons die haben Digital Molecular Matter Physik! - Boah der Name klingt eher nach ner wissenschaftlichen Studie.)

Komisch das ich das sage, bin ja eigentlich ein Ati-Fanboy. (HD5850)
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Avatar Archy-inf
Archy-inf
#2 | 08. Mrz 2010, 10:53
Zitat von The One Avatar:
Höhö kauft Radeons die haben Digital Molecular Matter Physik!)

Naja, eher an die Entwickler: "Benutzt DMM2 dann läufts auf jeder aktuellen Hardware schnell", im Gegesatz zu PhysX.
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Dee-Jay
#3 | 08. Mrz 2010, 10:56
Das sich PhysiX bisher nicht so richtig durchsetzten konnte sicherlich eine gute Sache.

Physik wird in Spielen m.M.n. ohnehin noch etwas zu stiefmuetterlich behandelt.

Und Open Source Entwicklungen sind ohnehin immer unterstuetzenswert.
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#4 | 08. Mrz 2010, 10:59
Zitat von Dee-Jay:
Das sich PhysiX bisher nicht so richtig durchsetzten konnte sicherlich eine gute Sache.

Physik wird in Spielen m.M.n. ohnehin noch etwas zu stiefmuetterlich behandelt.

Und Open Source Entwicklungen sind ohnehin immer unterstuetzenswert.


Ist ja auch lustig: BF:BC2 ist eines der wenigen Spiele in denen Physik Spielerelevant ist. Und es sieht auch verdammt gut aus wenn alles zerbröselt, besser als jedes PhysX Spiel das ich bisher gesehen habe. (Auch Warmonger)
Entgegen von nVidias Aussagen läuft die Physik-Engine aber ohne Probleme flüssig auf nem Dual-Core.
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Avatar thor2282
thor2282
#5 | 08. Mrz 2010, 11:02
Den kram kann ne Nvidia Karte aber auch, also hab ich PhysX und diesen DMMP krimskrams o_O

"Die darin enthaltenen Fähigkeiten sollen für die meisten PC-Spiele ausreichend sein. Für Multiplattform-Spiele ist aber eine kostenpflichtige Lizenz notwendig."

Ausreichend.. lol kostenpflichtigt bei Konsole UND PC spiel, soso welches Spiel kommt denn heutzutage NICHT als Multiplattformspiel raus? :) Wieder ne neue Geldquelle für AMD, jetzt kassieren sie schon von den Spieleentwicklern -_-

Soweit ich weiß kassiert Nvidia für PhysX in den Spielen keine Kohle vom Entwickler sondern Schickt sogar ein paar Nvidianer zum Entwickler damit PhysX wirklich läuft.

Naja abwarten und Tee trinken :)
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Avatar eaglePG
eaglePG
#6 | 08. Mrz 2010, 11:08
Zitat von thor2282:

Soweit ich weiß kassiert Nvidia für PhysX in den Spielen keine Kohle vom Entwickler sondern Schickt sogar ein paar Nvidianer zum Entwickler damit PhysX wirklich läuft.


Dafür kassieren aber beim Gamer umso mehr...
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Avatar dirk45
dirk45
#7 | 08. Mrz 2010, 11:08
PhysX bzw. Physikberechnung gehört in DX12 mit einem PhysX entsprechenden Befehlssatz. Erst dann wird es entsprechende Unterstützung bekommen.
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Avatar thor2282
thor2282
#8 | 08. Mrz 2010, 11:18
Zitat von eaglePG:


Dafür kassieren aber beim Gamer umso mehr...


Leistung hat halt seinen Preis :)

Wenn die Entwickler jetzt bei jedem Spiel wo der ATI Kram eingebaut wird, 5 € mehr verlangen vom SPieler, dann zahl ich lieber 1x50€ für ne Nvidia drauf als jetzt Spiele für 55€ zu kaufen. Abgesehen davon bekommts Ati nach Jahren immer noch nicht hin das Spiele bei Release einwandfrei laufen, warum hab ich mit Nvidia noch nie Probleme bei Spielen gehabt, aber mein Bruder mit seiner Ati hat öfters mal nen Problem, sei es das spiel startet nicht oder sonstwas, da hilft mir auch nicht wenn die Ati billiger ist, wenn ich nicht zocken kann....
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Avatar Archy-inf
Archy-inf
#9 | 08. Mrz 2010, 11:28
Ein kleiner Fehler in der Diskussion:
Die Physik Engine Bullet Physics, ist kostenlos für die Entwickler. Bullet Physics ist quasi das plattformunabhängige Gegenstück zu PhysX das über OpenCL Hardwarebeschleunigung sowohl auf ATI als auch Nvidia (+Intel & Co) erlaubt.

Der Part Die darin enthaltenen Fähigkeiten sollen für die meisten PC-Spiele ausreichend sein. Für Multiplattform-Spiele ist aber eine kostenpflichtige Lizenz notwendig. bezieht sich auf die DMM2-Engine.
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Avatar Necrol
Necrol
#10 | 08. Mrz 2010, 11:52
Zitat von thor2282:


Leistung hat halt seinen Preis :)

Wenn die Entwickler jetzt bei jedem Spiel wo der ATI Kram eingebaut wird, 5 € mehr verlangen vom SPieler, dann zahl ich lieber 1x50€ für ne Nvidia drauf als jetzt Spiele für 55€ zu kaufen. Abgesehen davon bekommts Ati nach Jahren immer noch nicht hin das Spiele bei Release einwandfrei laufen, warum hab ich mit Nvidia noch nie Probleme bei Spielen gehabt, aber mein Bruder mit seiner Ati hat öfters mal nen Problem, sei es das spiel startet nicht oder sonstwas, da hilft mir auch nicht wenn die Ati billiger ist, wenn ich nicht zocken kann....


Du gehst das Problem von der falschen Seite an.
Die richtige Frage lautet: Warum schaffen es Entwickler nicht, ein Spiel so zu veröffentlichen, dass sie zumindest auf den Karten von AMD und Nvidia funktionieren ?

Stattdessen arbeiten bei beiden Firmen Programmierer an Hotfixes für Treiber um die Scheiße anderer Leute zurechtzufuschen.

Da liegt die Schuld in meinen Augen weder bei AMD noch Nvidia.
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