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| Montag, 06.09.2010 Hardware - News - Vermischtes Piratenpartei - Nutzerdaten in Privathände übergeben Die Piratenpartei hat sich den Datenschutz groß auf die eigene Fahne geschrieben, verhält sich aber selbst nicht gerade vorbildhaft.
Deswegen wurde der Umzug des Forums auf einen anderen Server beschlossen, der jedoch einer Privatperson gehört. Der neue Administrator erhielt so die Daten aller Nutzer ohne deren Zustimmung. Da der neue Betreiber des Forums jedoch zu den sehr umstrittenen Nutzern des bisherigen Angebotes gehört, ist die Kritik am Verhalten und Vorgehen der Piratenpartei besonders laut. Inzwischen gibt es Andeutungen, nach denen der gesamte Umzug wieder rückgängig gemacht werden könnte. Daran, dass alle Nutzerdaten ohne Ankündigung einfach in Privathände übergeben wurden, ändert dies aber auch nichts mehr. » Sagen Sie Ihre Meinung! Google-Anzeigen Promotion
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tymanis
#2 | 15. Feb 2010, 12:54
Ich habe von den Piraten noch nie viel gehalten.
Deren Anhänger lassen doch, was die Privatsphäre angeht, bei Wer-Kennt-Wen, StudiVZ usw. die Hose von ganz alleine runter. Keine Partei ist widersprüchlicher!
Straider
#3 | 15. Feb 2010, 13:14 Zitat von tymanis: Ich habe von den Piraten noch nie viel gehalten. Bei StudiVZ, Facebook und co. gibt man seine Daten freiwillig her. Das ist was ganz anderes.
Deren Anhänger lassen doch, was die Privatsphäre angeht, bei Wer-Kennt-Wen, StudiVZ usw. die Hose von ganz alleine runter. Keine Partei ist widersprüchlicher!
Hellhound32
#4 | 15. Feb 2010, 14:20
Ob einem die Piratenpartei gefällt oder nicht spielt hier keine Rolle. Die Werte für die diese Partei eigentlich steht sind umso schützenswerter, da die etablierten Parteien, allen voran die CDU diese Werte beseitigen will. Das was die CDU mit ihren ganzen Gesetzen zur "Terror-Bekämpfung" bisher erreicht, ist den freiheitlich, demokratischen Rechtsstaat abzuschaffen. Dagegen wollen die Piraten vorgehen in dem sie die Bürgerrechte schützen und/oder wiederherstellen wollen. Der Staat muss in seiner Macht beschnitten werden, doch das wollen viele nicht verstehen und lassen die Regierung tun was sie für nötig erachtet. Doch damit führt man ein opferbereites Lahm auf die Schlachtbank.
Und wer seine Daten in sozialen Netzwerken preisgibt ohne darüber nachzudenken, das diese für immer dort bleiben (dank Google), ist sich der Tragweite seines Handelns und schon gar nicht des Handelns des Staates bewusst. Um mal ein Beispiel zu nennen: Im Zuge der "Anti-Terror-Maßnahmen" wurde die Vorratsdatenspeicherung eingeführt und diverse Zugriffsmöglichkeiten des Staates auf dein Bankkonto. Dies ist gleichzusetzen mit dem Lesen von Briefen in der Vergangenheit durch totalitärer Systeme. Denn jeder ist nach Auffassung des Staates verdächtig (Hat Minister Schäuble ja selbst gesagt) und die Unschuldsvermutung faktisch außer kraft gesetzt. Warum die Piratenpartei, oder besser deren Vorstand, den Forums-Umzug nun vollzog ist nur schwer verständlich und die Kritik berechtigt. Ich hoffe das sich der Bundesvorstand der PP sich dazu klar äußern wird.
NoProff
#5 | 15. Feb 2010, 15:31 Zitat von tymanis: Ich habe von den Piraten noch nie viel gehalten. Deren Anhänger lassen doch, was die Privatsphäre angeht, bei Wer-Kennt-Wen, StudiVZ usw. die Hose von ganz alleine runter. Keine Partei ist widersprüchlicher! Natürlich sind einem da die anderen Politsäcke sympathischer, die sich mit Händen und Füßen dagegen wehren ihre lukrativen korrupten Nebenverdienste offen zu legen. Wer Durchleuchtungsgesetze beschließt und Datenbanken Aufbaut, die ihn selber ausschließen kann nur eine Reine Weste haben. Wer freiwillig Daten von sich selber preisgibt ist ein Depp den man besser nicht wählen sollte. @Straider Nicht ganz, wenn dort ein paar Datenstripper die dich kennen deine Daten in ihrer Freundesliste angeben, bist auch du auf Facebook, ob du willst oder nicht. Und seien wird doch ehrlich mindestens einen Datenstripper kennt wohl jeder....und einer reicht schon für den Einzug von persönlichen Daten ins Weltweite Netz.
Straider
#6 | 15. Feb 2010, 15:35 Zitat von NoProff: @Straider Nicht ganz, wenn dort ein paar Datenstripper die dich kennen deine Daten in ihrer Freundesliste angeben, bist auch du auf Facebook, ob du willst oder nicht. Und seien wird doch ehrlich mindestens einen Datenstripper kennt wohl jeder....und einer reicht schon für den Einzug von persönlichen Daten ins Weltweite Netz.
clinteastwood
#9 | 15. Feb 2010, 18:15
Das alles ist doch nicht mit anderen Daten"pannen" (welch toller Euphemismus) zu vergleichen, sondern ein Witz dagegen und nichtmal gebilligt oder mit dieser Absicht geschehen.
Wenn jetzt hier wegen sowas irgendeiner schreibt "Die Piraten fand ich schon immer doof weil xxxx" dann ist das irgendwie sehr aus dem Verhältnis gerückt und nicht gerade durchdacht. Ich glaube kaum dass diese Partei mit so einem Medientrick auf einmal erfolgreich schlecht gemacht werden kann, denn 99% der Mitglieder sind nach wie vor sehr engagierte schlaue Menschen die sich gerade gegen so etwas stellen.
tymanis
#10 | 15. Feb 2010, 19:09
Es ist doch wenn man ehrlich ist so:
Datenschutz gefällt uns allen. Denn unsere privaten Sachen gehen niemanden was an. Meinen Chef nicht, meinen Nachbarn nicht, euch nicht. An diesem Datenschutz rüttelt auch kein Mensch. Ich weiß nicht wie viel Geld du auf dem Konto hast, welche Krankheiten du hast etc. Diese Daten sind für mich nicht einzusehen. Wenn der Staat hier und da den Datenschutz lockert, dann doch um niemanden zu nerven, sondern wenn ein Verdacht besteht eine Straftat begannen zu haben (Kinderpornos, Steuerhinterziehung usw.) Ich gehöre zu denen, denen das nicht im geringsten Interessiert. Soll eine Behörde doch mein Handy orten oder mein Konto einsehen, wenn sie mich verdächtigen. Erstens komme ich sicherlich nie in diese Lage, noch habe ich einer Ermittlungsbehörde nichts zu verheimlichen, wenn sie mal Daten auffassen. Gegen jede andere Form einer Lockerung des Datenschutzes bin ich energisch. Weil es einfach niemanden was angeht. Eben die Dinge, die jeder in Facebook schreibt oder eh preisgibt. Ich denke das Thema ist überzogen. Die Menschen verraten alles über sich aber der Staat darf nichts wissen. Damit schafft man eine rechtsfreie Zone. Die will doch wohl keiner, oder ?! Im Zeitalter der Medien lassen sich Straftaten eben auf anderen Plattformen wie früher begehen. Da reicht eine Hausdurchsuchung nichts, oder das Einsehen der Telefonverbindungen.
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