Hardware-News

Aktuelle Nachrichten rund um PC-Hardware, Grafikkarten, Windows und Internet.

Netzsperren-Gesetz - CDU/CSU will Gesetz nicht aufheben (Update)

In einer Pressemitteilung stellt die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag klar, dass man das Zugangserschwerungsgesetz nicht aufheben will.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 24.02.2010; 11:29 Uhr


Netzsperren-Gesetz : Internet-Sperren Stopp-Schild Internet-Sperren Stopp-Schild Dort erklären der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Petitionen, Günter Baumann MdB und der Berichterstatter im Petitionsausschuss, Dr. Thomas Feist MdB, dass die » Absicht der Oppositionsfraktionen, das Zugangserschwerungsgesetz ersatzlos aufzuheben«, unverantwortlich sei.

Ansonsten wäre » der Schutz der Kinder vor Missbrauch dem freien Zugangsrecht weiterhin untergeordnet«. Weiter heißt es: » Die Fraktion von CDU/CSU unterstützt das morgen in Kraft tretende Zugangserschwerungsgesetz und die damit befassten Behörden bei ihren Bemühungen, verstärkt die Löschung von kinderpornografischen Angeboten zu betreiben«.

Damit scheint die von Politikern aus allen Parteien und auch Kritikern geforderte Aufhebung des Gesetzes wieder fraglich. Allerdings will auch die CDU/CSU-Fraktion keine Sperrlisten durch das Bundeskriminalamt führen lassen.

Update 26.02.2010

Das Vorgehen in Sachen Websperren-Gesetz ist nach wie vor unklar. Die Bundesregierung will das Bundeskriminalamt über das Bundesinnenministerium anweisen, die im nun rechtskräftig gewordenen Gesetz vorgesehenen Sperren nicht umzusetzen.

Doch diese »Lösung« des Problems wird kritisiert und von Politikern der Linken sogar als einer »Bananenrepublik« würdig bezeichnet.

Die neue Bundesfamilienministerin Kristina Schröder erklärte, dass das Vorhaben der Sperren richtig gewesen sei, auch wenn die Internet-Gemeinschaft nicht genug eingebunden gewesen sei. Das Löschen der kinderpornografischen Seiten sei aber der »Königsweg«.

Täglich aktuelle Hardware-News? Jetzt Newsletter bestellen!

Diesen Artikel:   Kommentieren (17) | Drucken | E-Mail
FACEBOOK:
TWITTER:
 
WEITERE NETZE: Weitersagen
Sagen Sie Ihre Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login

Sie sind noch nicht in der GameStar-Community angemeldet?
» Zur kostenlosen Anmeldung
Erster Beitrag  |  » Neuester Beitrag
Avatar Spyhunt
Spyhunt
#1 | 24. Feb 2010, 11:42
*kopfschüttel*

Sich gegen das offensichtlich nutzlose Gesetz stellen und empört sein, dass es unterschrieben wurde..

Aber es dann auf jeden fall behalten wollen.. warten wir ab, wann die ersten Seiten gesperrt werden, die freie Meinungsäußerungen enthalten.
rate (22)  |  rate (0)
Avatar hawk2206
hawk2206
#2 | 24. Feb 2010, 11:52
Tja, warum überrascht mich das nicht? Man weiß ja schließlich nie, wozu das Gesetz noch gut sein kann. Auf jeden Fall hat man damit immer noch einen Fuß in der Tür für Sperren anderer Art.
rate (12)  |  rate (0)
Avatar Thoran-Crow
Thoran-Crow
#3 | 24. Feb 2010, 12:03
Das war eigentlich schon beim Petitionsausschuss klar das die CDU das nicht abschaffen wollte. Zugegeben Dr. Feist und anderen haben gute, kritische Fragen gestellt aber zum Teil waren es plumpe Angriffe auf Frau Heine die völlig fehl am Platz waren. Hier hat die SPD ganz klar besser gehandelt.
rate (4)  |  rate (0)
Avatar Kit Kat
Kit Kat
#4 | 24. Feb 2010, 12:33
Ich weiß schon warum ich diesen Rentnerverein im Leben nicht wählen würde...

Über etwas zu reden von dem man offenbar nichtmal den Hauch einer Ahnung hat wirkt in größtem Maße unseriös bis lächerlich.

Dieses Gesetz ist einer der größten Witze der letzten Jahre. Zumindest wenn man es als das nimmt, als was es verkauft wird. Schützen tut man damit wirklich niemanden. Man stellt letztlich nur einen Wall davor, damit weniger Leute zusehen können, oder zumindest nur noch die, die sich ein bisschen mit dem Internet auskennen und auch wirklich auf den Inhalt solcher Seiten zugriff haben wollen. Wie Pispers sagte: "Es ist so, als würde ein Polizist einen Vergewaltiger im Park auf frischer Tat ertappen. Doch statt den Penner festzunehmen stellt er lieber einen Sichtschutz davor, damit sich die vorübergehenden Passanten das grausame Schauspiel nicht noch ansehen müssen."
Dem Opfer hilft man aber absolut nicht, das Kind ist genauso traumatisiert wie ohne dieses lächerliche Stopschild. Von daher empfinde ich es persönlich als UNverschämtheit den Opfern und ihren Familien gegenüber bei diesem Schrott auch noch von einer Präventivmaßnahme gegen Kinderpornos zu sprechen.

Ganz nach dem Motto: Wenn man keine Ahnung hat, sollte man sich besser einfach bedeckt halten.

Es bleibt wie oben schon gesagt: Eine wunderbare Möglichkeit unter einem falschen Vorwand das Internet zu zensieren. Heuchlerisches Pack!
rate (17)  |  rate (1)
Avatar Dee-Jay
Dee-Jay
#5 | 24. Feb 2010, 13:15
Diese Spassties sind wieder am Werk und man kriegt nurnoch das Kotzen.

Warum koennen nicht halbwegs kompetente Menschen ueber solche Gesetze entscheiden anstatt Leute die sich vorgestern ihren ersten Laptop gekauft haben.
rate (11)  |  rate (1)
Avatar visum
visum
#6 | 24. Feb 2010, 13:18
"Behörden bei ihren Bemühungen, verstärkt die Löschung von kinderpornografischen Angeboten zu betreiben"

Wenn ich dieses Zitat lese, wird mir ehrlich gesagt ein wenig übel.

Das Zugangserschwerungsgesetz mit den schönen Stopp-Schildern hat keine Auswirkungen auf die Löschung von entsprechenden Inhalten. Die hierfür nötigen Gesetze bestehen schon und im Test hat fast jeder Betreiber innerhalb von wenigen Minuten gelöscht.

Ich habe bei diesem Zitat das Gefühl, dass der Zitierte das Gesetz, das er erst verabschiedet hat und jetzt verteidigt, noch nichtmal gelesen hat, geschweige denn verstanden.
rate (7)  |  rate (0)
Avatar Xenomorph
Xenomorph
#7 | 24. Feb 2010, 13:27
:facepalm:

Die werden es nie verstehen. Echt traurig. Nein. Peinlich.
rate (7)  |  rate (0)
Avatar Rupert_The_Bear
Rupert_The_Bear
#8 | 24. Feb 2010, 13:47
Hab ich Gott sei dank nicht gewählt,die Bande. Deswegen hab ich kein schlechtes Gewissen, uns das mit eingebrockt zu haben, aber das doofe an der Sache ist einfach, die haben keinen Dunst davon, was die da machen und dass das nur der erste Schritt in Richtung Polizeistaat ist, sie werden es aber nach wie vor weitermachen und ihre sture Schiene fahren.
Ich warte nur darauf, dass es gegen die Meinungsfreiheit oder Ähnliches verstößt und die von der EU oder sonst wem eine Rüge kriegen.
rate (4)  |  rate (0)
Avatar Hellhound32
Hellhound32
#9 | 24. Feb 2010, 13:56
Zitat von Rupert_The_Bear:
Hab ich Gott sei dank nicht gewählt,die Bande. Deswegen hab ich kein schlechtes Gewissen, uns das mit eingebrockt zu haben, aber das doofe an der Sache ist einfach, die haben keinen Dunst davon, was die da machen und dass das nur der erste Schritt in Richtung Polizeistaat ist, sie werden es aber nach wie vor weitermachen und ihre sture Schiene fahren.
Ich warte nur darauf, dass es gegen die Meinungsfreiheit oder Ähnliches verstößt und die von der EU oder sonst wem eine Rüge kriegen.


Ich wage zu behaupten, das der Polizeistaat genauso gewollt ist. Das allein zeigen uns schon diese sogenannten "Sicherheitsgesetze" die uns in keinster Weise vor Terroristen schützen, sondern eher noch mehr aussetzen. Hier gehts um einen Angriff auf die Demokratie ansich. Die Terroristen könnten dies nicht schaffen, das können wir nur selber. Und wir sind bereits mit vollem Schwung dabei.
rate (7)  |  rate (0)
Avatar Gabumon
Gabumon
#10 | 24. Feb 2010, 14:02
aber jetzt hat man es ohne großes aufsehen doch durchgebracht

damit eine Zensurinfrastruktur geschaffen wie in Weissrussland und China, super!

Was zensieren wir als nächstens? Achja Killerspiele und danach Islam
rate (5)  |  rate (0)


PROMOTION
Nichts verpassen!
 
top Top
Suchen
GAMEPRO MEDIA © IDG Entertainment Media GmbH - alle Rechte vorbehalten GAMEPRO MEDIA