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Wikileaks-Gründer in Gefahr - Von USA gesucht (Update)

In den USA befürchten Sicherheitsbehörden, dass Wikileaks über 260.000 geheime Nachrichten zwischen den USA und dem Irak erhalten hat.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 12.06.2010; 13:52 Uhr


Wikileaks-Gründer in Gefahr : spionage internet logo daten dieb hacker spionage internet logo daten dieb hacker Ein 22 Jahre alter Soldat des Nachrichtendienstes der US-Army, der inzwischen verhaftet wurde, soll über 260.000 geheime Nachrichten an Wikileaks weitergeleitet haben. Auch das von Wikileaks veröffentlichte Video, das den durch die US-Army verursachten Tod zweier Reuters-Journalisten zeigt, stammt anscheinend von diesem Soldaten.

Die USA befürchten, dass eine Veröffentlichung der Geheim-Nachrichten durch Wikileaks die nationale Sicherheit gefährdet und suchen nun nach Julian Assange, dem Gründer der Seite. »Wir wüssten gerne, wo er ist, wir wollen, dass er mit uns in dieser Sache zusammenarbeitet«, so ein US-Offizieller laut Daily Beast. Assange, der anscheinend keinen festen Wohnsitz hat, hätte gestern an einer internationalen Reporter-Konferenz in Las Vegas teilnehmen sollen, hat aber aus »Sicherheitsgründen« abgesagt. Wikileaks hat laut eigener Aussage keine 260.000 Geheimnachrichten erhalten. Die USA deuten dies so, dass nur die Zahl bestritten wird.

Der Wikileaks-Gründer ist jedenfalls auch nach Ansicht von Daniel Ellsberg in Gefahr. Ellsberg hatte 1971 geheime Pentagon-Papiere an die New York Times gegeben, aus denen klar ersichtlich war, dass die US-Regierung die Bevölkerung in Sachen Vietnam-Krieg belogen hatte. Danach gab das Weiße Haus der CIA den Auftrag, Ellsberg anzugreifen oder zu töten.

Update 13.06.2010

Obwohl Wikileaks den Erhalt der geheimen Nachrichten zwischen den USA und dem Irak bestritten hat, hat Wikileaks-Gründer Julian Assange laut Wired Anwälte engagiert, die den US-Soldaten Bradley Manning verteidigen sollen.

Das geht aus einer E-Mail hervor, in der Assange auch darum bittet, den Soldaten nicht als »mutmaßlichen Spion« zu bezeichnen, sondern als »Whistleblower«, der für niemanden eine Bedrohung darstelle. Empfänger der E-Mail ist der Hacker Adrian Lamo, der in mehreren Chats mit Manning von dessen Weitergabe geheimer Informationen erfahren und dann das FBI informiert hatte. Assange bittet ihn darum, die Chat-Logs an ihn weiterzuleiten, damit er sie an das Anwalts-Team weitergeben könne.

Da Assange sich persönlich für Manning einsetzt und Anwälte engagiert, entsteht bei manchen Beobachtern der Eindruck, dass Wikileaks die US-Geheimnachrichten bald veröffentlichen wird.

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Avatar Krabonq
Krabonq
#1 | 12. Jun 2010, 14:34
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Dúath
Dúath
#2 | 12. Jun 2010, 14:38
Zitat von Krabonq:
Ich hoffe er wird nicht gefasst und alle Dokumente gelangen an die Öffentlichkeit.

Zustimmung. Kann ja wohl nicht sein, dass man jemandem einfach so das Maul stopfen will, nur weil er "unangenehme Details" an's Tageslicht bringt.
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Avatar Madam Adam
Madam Adam
#3 | 12. Jun 2010, 15:00
Zitat von Dúath:

Zustimmung. Kann ja wohl nicht sein, dass man jemandem einfach so das Maul stopfen will, nur weil er unangenehme Details ans Tageslicht bringt.


Willkommen in der Realität. Sowas passiert tagtäglich ohne das wir was davon mitkriegen. Ja auch in Deutschland, und vor allem in Deutschland, weil es hier so gut wie keinen investigativen Journalismus gibt und die Medien fast alle gleichgeschaltet sind, leider Gottes.
Mal schauen wie lange Assange es noch macht wenn die CIA hinter seinem Arsch her ist. Mein volles Beileid.
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Avatar Dúath
Dúath
#4 | 12. Jun 2010, 15:11
Zitat von Madam Adam:


Willkommen in der Realität. Sowas passiert tagtäglich ohne das wir was davon mitkriegen. Ja auch in Deutschland, und vor allem in Deutschland, weil es hier so gut wie keinen investigativen Journalismus gibt und die Medien fast alle gleichgeschaltet sind, leider Gottes.
Mal schauen wie lange Assange es noch macht wenn die CIA hinter seinem Arsch her ist. Mein volles Beileid.

Nur weil das gängige Praxis ist, muss man dem noch lange nicht zustimmen.
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Avatar Krabonq
Krabonq
#5 | 12. Jun 2010, 15:12
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Dúath
Dúath
#6 | 12. Jun 2010, 15:24
Zitat von Krabonq:


Hat er ja nicht.

"Willkommen in der Realität. Sowas passiert tagtäglich ohne das wir was davon mitkriegen."
Das weiß ich selber auch. Auch wenn's nix bringt, kann ich ja trotzdem noch sagen "Nee, find ich nicht gut", anstatt "Ja, passiert halt, kann man nix gegen machen.".
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Avatar Gehirne essen
Gehirne essen
#7 | 12. Jun 2010, 15:31
Zitat von Dúath:

Willkommen in der Realität. Sowas passiert tagtäglich ohne das wir was davon mitkriegen.
Das weiß ich selber auch. Auch wenns nix bringt, kann ich ja trotzdem noch sagen Nee, find ich nicht gut, anstatt Ja, passiert halt, kann man nix gegen machen..


1. Er stimmt der Sache nicht zu, man kann sogar an seinem Schreibstil erkennen das er der Sache sehr sehr negativ gegenübersteht...erstmal denken bevor man jemanden runtermacht weil er die Wahrheit sagt...
2. Er sagt nichtmal das wir NICHTS dagegen machen können...er sagt das es tagtäglich passiert ohne das wir es mitbekommen...und das stimmt...
Er hat total recht mit seiner Aussage...aber wie blöd ist die Gamestar community?...Sofort losposaunen das wir alle ein Recht auf Wahrheit haben und das es eine Schande ist das Leute verfolgt werden die diese Ziele haben...und dann sofort jemanden die Worte im Mund umdrehen wenn er mal wirklich die Wahrheit sagt...
Ich glaube ihr würdet die echte Wahrheit nichtmal sehen wenn sie euch ins Gesicht springt
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Avatar UrielVentris
UrielVentris
#8 | 12. Jun 2010, 15:34
Zitat von Dúath:

Zustimmung. Kann ja wohl nicht sein, dass man jemandem einfach so das Maul stopfen will, nur weil er unangenehme Details ans Tageslicht bringt.


Ich stimme hinsichtlich der Tatsache zu, das man diese für die US Regierung "unangenehmen Details" veröffentlichen sollte.

Das große Problem allerdings ist, dass nicht jede dieser 260.000 Nachrichten irgendwelche Schmutzigen Geheimnisse beinhalted, sondern neben bestimmt ziemlich viel Irrelevanten auch strategische Informationen über Truppenstützpunkte und vielleicht auch geplanten Offensiven gegen die Taliban.

Wenn nun all das Hochgeladen wird, könnte dies der normalen Bevölkerung zwar gewisse Einblicke in den Alltag dort unten im Irak ermöglichen,was positiv wär, allerdings könnten die Taliban die Informationen auch gegen die US / Nato Truppen im Nahen Osten einsetzen.

In dieser Hinnsicht ist natürlich das Verhalten der US Regierung gerechtfertigt.
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Avatar DKill3r
DKill3r
#9 | 12. Jun 2010, 15:48
Ach herrje.
Hoffentlich steht er das durch. =/
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Avatar Dúath
Dúath
#10 | 12. Jun 2010, 15:54
Zitat von Gehirne essen:


1. Er stimmt der Sache nicht zu, man kann sogar an seinem Schreibstil erkennen das er der Sache sehr sehr negativ gegenübersteht...erstmal denken bevor man jemanden runtermacht weil er die Wahrheit sagt...
2. Er sagt nichtmal das wir NICHTS dagegen machen können...er sagt das es tagtäglich passiert ohne das wir es mitbekommen...und das stimmt...
Er hat total recht mit seiner Aussage...aber wie blöd ist die Gamestar community?...Sofort losposaunen das wir alle ein Recht auf Wahrheit haben und das es eine Schande ist das Leute verfolgt werden die diese Ziele haben...und dann sofort jemanden die Worte im Mund umdrehen wenn er mal wirklich die Wahrheit sagt...
Ich glaube ihr würdet die echte Wahrheit nichtmal sehen wenn sie euch ins Gesicht springt

Wo habe ich bitte den denn bitteschön runtergemacht? :ugly: Leseverständnis, anyone? Das klang einfach ein klein wenig resignativ für mich, sonst nix. Oh, jetzt packste auch noch die "Echte Wahrheit"skeule aus. I am impressed, Sir :ugly: :hoch:
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