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Wikileaks - Deutsche Zeitungen rufen zur Hilfe auf

Mehrere deutsche Zeitungen haben einen Appell zur Verteidigung von Wikileaks veröffentlicht.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 17.12.2010; 14:00 Uhr


Wikileaks : Die Frankfurter Rundschau, die Berliner Zeitung, die Wochenzeitung Der Freitag, der Tagesspiegel und die tageszeitung (Berlin), unterstützt von der europäischen Menschenrechtsorganisation ECCHR und das Kulturmagazin Perlentaucher, veröffentlichten zeitgleich einen Appell gegen die Angriffe auf Wikileaks.

Es sei unangebracht, die Wikileaks-Mitarbeiter als Terroristen zu bezeichnen oder gar ihren Tod zu fordern. Auch das Beenden der Geschäftsbeziehungen zu Wikileaks durch PayPal, VISA oder Mastercard wird kritisiert. Zwar könne man Wikileaks auch mit gutem Grund kritisieren, doch man sei gegen jede Form der Zensur durch staatliche oder private Stellen. Ein Presseorgan dürfte auch nicht durch Marktmacht behindert werden. Das Vorgehen in den USA und anderen Staaten gegen Wikileaks sei ein Verstoß gegen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die Publikationsfreiheit garantiert. Das Internet müsse den gleichen Schutz genießen wie klassische Medien.

Der Appell endet mit einem Aufruf: »Der Journalismus hat nicht nur das Recht, sondern die Aufgabe, den Staat zu kontrollieren und über die Mechanismen des Regierungshandelns aufzuklären. Er stellt Öffentlichkeit her. Ohne Öffentlichkeit gibt es keine Demokratie. Der Staat ist kein Selbstzweck und muss eine Konfrontation mit den eigenen Geheimnissen aushalten.

Wir, die Initiatoren und Unterzeichner, fordern, die Verfolgung von Wikileaks, die dem Völkerrecht zuwiderläuft, zu stoppen. Wir fordern alle Staaten und auch alle Unternehmen auf, sich diesem Feldzug gegen die bürgerlichen Rechte zu widersetzen. Wir fordern alle Bürger, bekannt oder unbekannt, in politischen Positionen oder als Privatpersonen, auf, für die Einstellung der Kampagne gegen die Meinungs- und Informationsfreiheit aktiv zu werden. Wir laden alle ein, sich an dem Appell für die Medienfreiheit zu beteiligen«. Für Unterstützer wurde eine Online-Petition eingerichtet.

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Avatar chueche
chueche
#1 | 17. Dez 2010, 14:10
Rischtisch. Kann ich nur unterstützen
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Avatar XpingwinX
XpingwinX
#2 | 17. Dez 2010, 14:17
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Psykoman
Psykoman
#3 | 17. Dez 2010, 14:18
"Das Internet müsse den gleichen Schutz genießen wie klassische Medien."
Wow, dass sowas ausgerechnet von Printmedien zu lesen ist. :D

"Ohne Öffentlichkeit gibt es keine Demokratie." Richtig, weshalb die heutige "Demokratie" eigentlich traurigerweise in Wirklichkeit längst keine mehr ist.
Solange ein Staatsgeheimnis keine Menschenleben deckt, ist ein Staatsgeheimnis deplatziert und es wurde mit gründlichen Untersuchungen bewiesen, dass es durch die von Wikileaks veröffentlichten Dokumente keine derartigen Risiken gab!

Für Privatsphäre, gegen Staatsgeheimnisse! Ein Kontrollmittel (Staatsgeheimnis) welches Informationen vor denen (Volk) versteckt, für die es (die Regierung) eigentlich arbeiten sollte, ist doch völlig paradox!
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Avatar Dr.Popeye
Dr.Popeye
#4 | 17. Dez 2010, 14:21
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Avatar Ragefirex
Ragefirex
#5 | 17. Dez 2010, 14:21
Auf der einen Seite ist das ja schon richtig....auf der anderen Seite aber auch nicht....

Ich bin der Meinung das nicht "alles" durchsichtig werden sollte....denn das kann auch schwere Konsequenzen haben.

Einen "total gläsernen Staat/Gesellschaft" möchte ich auch nicht haben...Ich möchte aber auch keine Zensur...

Hier steht das eine extrem gegen das andere extrem....

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Avatar Psykoman
Psykoman
#6 | 17. Dez 2010, 14:24
Zitat von Dr.Popeye:
wusstet ihr, dass amd seine neuen karten per hand mit feile bearbeiten muss, damit die kühler drauf passen?!!?

HAHAHA, die noobs.

Fail. Wenn du schon flamen musst, nimm wenigstens die richtige News.. man, man, man...
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Avatar squieky
squieky
#7 | 17. Dez 2010, 14:32
Lieber sollte man die Wikileaks "Gerüchte" genauer überprüfen.
Wenn diese stimmen, so müssten alle Beteiligten aus der Politik verbannt werden. Der Sinn der Politiker ist die Volksvertretung, alles was nicht dazu gehört muss verschwinden.

Aber wen wundert es wenn Kohl & Co. mit dem Diebstahl von Millionen davon kommen. Wenn das Bestechen von Beamten über Angehörige legal ist etc. Wundert es wen dass die Regierungen Kontrollmittel zur Zensur haben wollen? Sobald etwas aufgedeckt wird, verschwindet es.

Würde ich so etwas abziehen, würde ich schon lange im Knast versauern.
Von Demokratie gibt es nur bei den Wahlen etwas zu sehen, danach macht jeder was er will. Wählt das nächste mal halt wen anderen, nur nicht CDU/SPD & Co.
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Avatar Bodhis
Bodhis
#8 | 17. Dez 2010, 14:34
Zitat von Ragefirex:
Auf der einen Seite ist das ja schon richtig....auf der anderen Seite aber auch nicht....

Ich bin der Meinung das nicht "alles" durchsichtig werden sollte....denn das kann auch schwere Konsequenzen haben.

Einen "total gläsernen Staat/Gesellschaft" möchte ich auch nicht haben...Ich möchte aber auch keine Zensur...

Hier steht das eine extrem gegen das andere extrem....


Den "Gläsernen Staat" wird es nicht geben, das ist nur eine momentane Erscheinung. Der Staatsaparat wird sich schnell anpassen und die Sicherheit seiner "Geheimnissen" erhöhen.
Deswegen ist der Aufruf zu unterstützen, es doch wenigstens noch ein paar freiheitliche Inseln geben die nicht von Angst und Hass regiert werden ;)
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Avatar Shino tenshi
Shino tenshi
#9 | 17. Dez 2010, 14:35
Zitat von Ragefirex:
Auf der einen Seite ist das ja schon richtig....auf der anderen Seite aber auch nicht....

Ich bin der Meinung das nicht "alles" durchsichtig werden sollte....denn das kann auch schwere Konsequenzen haben.

Einen "total gläsernen Staat/Gesellschaft" möchte ich auch nicht haben...Ich möchte aber auch keine Zensur...

Hier steht das eine extrem gegen das andere extrem....



Dann hast du aber einiges nicht verstanden.
Der Staat muss sich für alles Rechtfertigen es gibt nichts, was der Staat einfach so tun kann. Beschäftige dich mal etwas mit, z.b. Öffentlichem Recht. ;)
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Avatar Thoddy398
Thoddy398
#10 | 17. Dez 2010, 14:36
Ein Staat muss Geheimnisse haben können. Wenn jetzt z.B. ein Krieg zwischen Saudi-Arabien und dem Iran losbrechen würde, weil die Depechen für den Iran ziemlich bedrohlich sein dürften, möchte ich den mutmaßlichen Vergewaltiger aus Australien mal sehen. Aber auch da würde er sich im Sinne des "freien Journalismus" rauswinden.

Früher war ich für WL, inkl. der Veröffentlichung der Hubschrauber-Aufnahmen. Aber insgesamt die Irak-Dokumente, dann Afghanistan... das war schon nicht richtig und ich bin sicher, dass das Menschenleben gekostet hat. Die Wirkung der "Cables" kann sich langfristig ggfs noch schlimmer auswirken. Ich will keinen "freien Journalismus" um jeden Preis...
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