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Netzsperren - Frankreich beschließt Schwarze Liste für Webseiten

Das Internet in Frankreich könnte in Zukunft durch das Innenministerium zensiert werden.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 19.12.2010; 13:41 Uhr


Netzsperren : Das »Loppsi 2«( (Loi d'orientation et de programmation pour la performance de la sécurité intérieure) genannte Gesetzespaket ist - wie in solchen Fällen üblich - als Gesetz zur Bekämpfung von Kinderpornografie und Kriminalität im Internet deklariert und wurde von der französischen Nationalversammlung angenommen. Dabei bezweifelten viele Abgeordnete dessen Wirksamkeit, stimmten aber aufgrund des genannten Zieles dennoch für das umstrittene Gesetz.

Es sieht vor, dass das Innenministerium eine geheime Schwarze Liste erstellt, die Webseiten enthält, die von den französischen Providern ohne richterlichen Beschluss gesperrt werden müssen. Damit entspricht das Gesetz in etwa den Netzsperren des Zugangserschwerungs-Gesetzes, das in Deutschland seit Februar 2010 rechtskräftig ist. Das Bundeskriminalamt (BKA), das die Sperrlisten erstellen sollte, wurde jedoch durch die Bundesregierung angewiesen, dies nicht zu tun.

In Frankreich muss das Gesetz allerdings noch weitere Hürden wie den Senat nehmen, bis es wirklich rechtskräftig ist. Ob Loppsi 2 der französischen Verfassung entspricht, dürfte dann vermutlich umgehend durch Gegner geprüft werden. Es sieht keine Möglichkeit vor, die Rechtmäßigkeit der Sperren überprüfen zu lassen oder sich gegen die Sperrung auf dem Rechtsweg zu wehren.

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Avatar Xebat
Xebat
#1 | 19. Dez 2010, 13:51
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Centy
Centy
#2 | 19. Dez 2010, 13:56
Warum werden erst Gesetze erlassen, und erst im nachhinein wird geprüft ob diese Gesetzte überhaupt Verfassungskonform sind.

Bei einem Verdacht das ein Gesetz nicht der Verfassung gerecht wird, sollte das Gesetz erstmal geprüft werden, bevor es erlassen wird.

Das wäre Echte Politik !
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Avatar Slayer80
Slayer80
#3 | 19. Dez 2010, 13:56
proxy und fertig
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Avatar Zsinj
Zsinj
#4 | 19. Dez 2010, 13:59
"Es sieht keine Möglichkeit vor, die Rechtmäßigkeit der Sperren überprüfen zu lassen oder sich gegen die Sperrung auf dem Rechtsweg zu wehren."
Das hört sich schwer nach Diktatur an. Für einen demokratischen Rechtsstaat ist so etwas einfach undenkbar.
Eine unrechtmäßig gesperrte Seite wäre wohl für viele Unternehmen Existenzbedrohend.
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Avatar Dreamstalker
Dreamstalker
#5 | 19. Dez 2010, 14:05
Schon bemerktenswert, dass trotz berechtiger Zweifel, nur aufgrund der angeblichen Ziele, ein Gesetz gebilligt wird. In der realen Welt sind die Terroristen das Totschlagargument und im Inet halt die KiPos.
Bin gespannt ob das durchkommt und nicht gekippt wird. Sollte es das, höre ich schon, wie bei uns die Rufe nach Sperren wieder lauter werden. Schöne neue Welt...
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Avatar Helldiver
Helldiver
#6 | 19. Dez 2010, 14:08
Zitat von Slayer80:
proxy und fertig

Wenn du in Frankreich lebst und so dringend Kinderpornos brauchst..

Zitat von Zsinj:
"Es sieht keine Möglichkeit vor, die Rechtmäßigkeit der Sperren überprüfen zu lassen oder sich gegen die Sperrung auf dem Rechtsweg zu wehren."
Das hört sich schwer nach Diktatur an. Für einen demokratischen Rechtsstaat ist so etwas einfach undenkbar.
Eine unrechtmäßig gesperrte Seite wäre wohl für viele Unternehmen Existenzbedrohend.

Welche unternehmen denn? Die die Kinderpornos herstellen und verkaufen?
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Avatar Lolmann
Lolmann
#7 | 19. Dez 2010, 14:14
Zitat von Helldiver:

Welche unternehmen denn? Die die Kinderpornos herstellen und verkaufen?

Was hast du denn bitte die ganze Zeit mit deinen Kinderpornos ?
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Avatar XpingwinX
XpingwinX
#8 | 19. Dez 2010, 14:18
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Ron Taboga
Ron Taboga
#9 | 19. Dez 2010, 14:20
Es ist wirklich erstaunlich, wie die französiche Regierung durch die Content Mafia gekauft wurde.

Ich wette die sind sauer, weil sie durch Three Strikes nicht den Hauch einer Chance haben, die One Klick Hoster User zu erwischen.
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Avatar CousinChris
CousinChris
#10 | 19. Dez 2010, 14:20
Zitat von Helldiver:

Welche unternehmen denn? Die die Kinderpornos herstellen und verkaufen?


Und hier meine Damen und Herren sehen wir einen Mann, den die Medien so manipuliert haben, dass er keine eigene Meinung hat.
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