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Internet - Aufschrei in Kanada wegen neuen Gebühren

Die Internet-Provider in Kanada wollen erreichen, dass ihre Kunden ihre Internet-Nutzung nach dem übertragenen Datenvolumen bezahlen müssen.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 03.02.2011; 16:40 Uhr


Internet : Der Aufschrei unter den kanadischen Internet-Nutzern ist entsprechend groß. Ginge es nach den großen Internet-Anbietern des Landes, würden künftig auch normale Anschlüsse ähnlich abgerechnet wie Mobiltelefone. Damit würden die Internet-Nutzer laut Openmedia.ca wesentlich mehr für weniger Internet bezahlen müssen.

Kleinere Provider sollen von den großen Anbietern gezwungen werden, sich dem Preis-Schema anzuschließen, so dass den Kanadiern letztlich keine Wahl bliebe, die neuen Gebühren zu bezahlen. Diese sollen bei zwei kanadischen Dollar pro GByte liegen.

Wie HardOCP meldet, hätte dies kuriose Folgen. So wäre es dann beispielsweise billiger, eine 160 GByte große SSD zu kaufen, die Daten darauf zu kopieren, das Laufwerk per Kurier innerhalb von 24 Stunden innerhalb von Kanada zu verschicken und es anschließend wegzuwerfen, als 160 GByte herunterzuladen.

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Avatar aForce
aForce
#1 | 03. Feb 2011, 16:48
Das ganze hört sich für mich nach Geldgeilen ISP's an.
Hoffe das setzt sich niemals durch!

Zitat von GS:
Wie HardOCP meldet, hätte dies kuriose Folgen. So wäre es dann beispielsweise billiger, eine 160 GByte große SSD zu kaufen, die Daten darauf zu kopieren, das Laufwerk per Kurier innerhalb von 24 Stunden innerhalb von Kanada zu verschicken und es anschließend wegzuwerfen, als 160 GByte herunterzuladen.

LoL
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Avatar akrisious
akrisious
#2 | 03. Feb 2011, 16:49
Warum diese Maßnahmen? Ist das Internetnetz dort so überlastet, dass sie die Datenmengen senken müssen? Anders kann ich mir das nicht erklären.

Zahlen nach Volumen (oder Zeit) ist doch eher rückständig und war zu Zeiten von ISDN und 56k-Modem zeitgemäß.
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Avatar DjTaskable
DjTaskable
#3 | 03. Feb 2011, 16:51
hach ja da könnte man wieder schöne witze über kanadier erzählen ;)
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Avatar ssimme
ssimme
#4 | 03. Feb 2011, 16:52
Zitat von akrisious:
Warum diese Maßnahmen? Ist das Internetnetz dort so überlastet, dass sie die Datenmengen senken müssen? Anders kann ich mir das nicht erklären.

Zahlen nach Volumen (oder Zeit) ist doch eher rückständig und war zu Zeiten von ISDN und 56k-Modem zeitgemäß.

Die wollen halt einfach Kohle die Unternehmen...
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Avatar dr.zod
dr.zod
#5 | 03. Feb 2011, 16:53
Es sind sicherlich ein paar ehemalige amerikanische Banker nach Kanada ausgewandert und suchen neue einnahmequellen.....^^
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Avatar Basert
Basert
#6 | 03. Feb 2011, 16:55
Die Netzbetreiber dort haben in der Tat Problem mit den Datenvolumen. Die haben bis jetzt 100.000er Leitungen zu Schleuderpreisen verkauft, ist doch klar, dass sich das nicht rechnet.

Das ganze auf den Kunden abzuwälzen ist am einfachsten, billigsten, ja man verdient dabei ja sogar noch. Anstatt die Netze auszubauen oder intelligente Preispolitik zu betreiben, muss der Kunde als Cashcow hinhalten, immerhin ist Internet doch zu heutigen Zeit fast schon ein Grundmittel, wie Fernsehen oder Radio.
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Avatar Scorp
Scorp
#7 | 03. Feb 2011, 16:59
Da wird man schnell wieder zurückrudern. Es hat seinen Grund, warum nach einführung des DSL Volumen- und Zeittarife schnell vom Markt verschwunden sind. Niemand will darüber nachdenken müssen wie viel Zeit man im Internet verbracht hat und wie viel man denn noch laden darf. In Zeiten, in denen sich Fernsehen und Printmedien immer mehr ins Internet verlagern, würde sich Kanada durch solch eine Maßnahme selbst vom Fortschritt abhängen.
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Avatar Scorp
Scorp
#8 | 03. Feb 2011, 17:07
Zitat von Basert:
[...]immerhin ist Internet doch zu heutigen Zeit fast schon ein Grundmittel, wie Fernsehen oder Radio.
Seit Juli 2010 haben die Finnen einen gesetzlichen Anspruch auf eine Breitbandverbindung mit mindestens 1MBit/s. Leider ist dieser Schritt noch nicht sehr verbreitet. Daneben hat Frankreich ähnliches gemacht, dort hat man aber keinen Anspruch auf Breitband.

Und in anderen Ländern wird das Internet bei Aufständen abgeschaltet...
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Avatar Husky666
Husky666
#9 | 03. Feb 2011, 17:08
wie Mobilfunktarife?.. wo es auch da immer mehr Flatrates gibt?
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Avatar Scorp
Scorp
#10 | 03. Feb 2011, 17:14
Zitat von Husky666:
wie Mobilfunktarife?.. wo es auch da immer mehr Flatrates gibt?
Allerdings sind Mobilfunk-Daten-Flatrates keine echte Flatrates, sondern üblicherweise auf 1GB pro Monat begrenzt.
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