Hardware-News

Aktuelle Nachrichten rund um PC-Hardware, Grafikkarten, Windows und Internet.

Sicherheit - Ameisen sollen Computerwürmer bekämpfen

Die Natur war Vorbild für eine neue Vorgehensweise gegen Computer-Schädlinge. Verschiedene, digitale Ameisen sollen Netzwerke überprüfen und bei Verdacht Spuren hinterlassen. Je stärker die Spur, umso deutlicher der Hinweis auf eine Infektion.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 29.09.2009; 09:39 Uhr


Sicherheit : W32 / Sircam-A Sicherheit Totenkopf W32 / Sircam-A Sicherheit Totenkopf Der Kampf gegen Computerwürmer soll in Zukunft die Natur nachahmen. Genauer gesagt sollen »digitale Ameisen« gegen die Schädlinge eingesetzt werden und sich dabei ähnlich verhalten wie echte Ameisen. Wenn dort eine Ameise eine Bedrohung erkennt, wird sehr schnell mit Hilfe anderer Ameisen eine Verteidigung aufgebaut. Dies soll auch auf Computern erreicht werden.

Errin Fulp, Professor of Computer Science, will dazu 3.000 verschiedene digitale Ameisentypen in Netzwerken aussetzen, die alle nach Anzeichen von Bedrohungen Ausschau halten. Sie hinterlassen digitale Spuren, die den Geruchsspuren von Ameisen in der Natur nachempfunden sind. Diese digitalen Spuren werden umso stärker, je öfter eine Ameise einen Hinweis auf eine Rechner-Infektion findet. Je stärker die Spur, umso mehr Ameisen werden davon angezogen und lassen einen Schwarm entstehen, der auf eine mögliche Infektion hinweist, die Virenscannern womöglich noch vollkommen unbekannt ist.

In einer ersten Studie infizierte Fulp ein Netzwerk mit einem Wurm, der dann tatsächlich von den Ameisen aufgespürt wurde. Das Projekt soll nun erweitert werden, ist aber zumindest momentan vor allem für große Netzwerke mit vielen identischen Rechnern geeignet, wie sie in Universitäten, Firmen oder Regierungen zu finden sind. Die Ameisen würden auch selbst keine Gefahr darstellen, da sie »Wächter« benötigten, die auf jedem Rechner installiert werden und ihrerseits ihre Meldungen an einen »Segeant« weiter geben, der von Menschen überwacht wird. Diese überwachen die digitale Ameisenkolonie und üben die eigentliche Kontrolle aus.

Täglich aktuelle Hardware-News? Jetzt Newsletter bestellen!

Diesen Artikel:   Kommentieren (13) | Drucken | E-Mail
FACEBOOK:
TWITTER:
 
WEITERE NETZE: Weitersagen
Sagen Sie Ihre Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login

Sie sind noch nicht in der GameStar-Community angemeldet?
» Zur kostenlosen Anmeldung
Erster Beitrag  |  » Neuester Beitrag
Avatar SefieChan
SefieChan
#1 | 29. Sep 2009, 09:50
Interessanter Ansatz... Ich stell mir grad das Internet als riesigen globalen Ameisenhaufen vor, der von einer großen Horde Käfern (Bugs) und ständigen Krankheiten (Viren) sowie anderen Schädlingen (Würmern) heimgesucht wird *gg* Schönes Bild.
rate (21)  |  rate (2)
Avatar Ondrius
Ondrius
#2 | 29. Sep 2009, 09:53
Und das Internet benennen wir dann um in das große Krabbeln.
Irgendwie ne schöne Idee vielleicht kann man sich in der IT Branche noch andere sachen von der Natur abschaun.
rate (19)  |  rate (2)
Avatar JerseyRyan
JerseyRyan
#3 | 29. Sep 2009, 10:00
Zitat von Ondrius:
vielleicht kann man sich in der IT Branche noch andere sachen von der Natur abschaun.

Genau das hab ich auch gedacht! Algorithmen sind schon manchmal echt lustig :D Der Ameisenhaufen erinnert vom Albernheitsfaktor so'n bisschen an BubbleSort aus alten Zeiten... klingt aber ungleich effizienter.
rate (7)  |  rate (1)
Avatar Kit Kat
Kit Kat
#4 | 29. Sep 2009, 10:30
Durchaus interessanter Ansatz, aber ich frage mich in wieweit diese Idee massentauglich ist. Zum einen wäre meine Frage nach der Performance dieser kleinen Helfer und zum zweiten wie groß die Chance auf Missbrauch bei den Dingern ist. Ich würde jede Wette eingehen, dass es mit Sicherheit einige findige Leute geben wird, die gut genug sind diese Technologie auch für schädliche Zwecke zu missbrauchen.
rate (6)  |  rate (1)
Avatar PbVeritas
PbVeritas
#5 | 29. Sep 2009, 10:51
Aber woher weiß jetzt eine Ameise was Bedrohung ist und was nicht? Der Ansatz ist zwar gut, aber damit kann man auch die "totale Kontrolle" erlangen, wenn man will...
rate (5)  |  rate (0)
Avatar SefieChan
SefieChan
#6 | 29. Sep 2009, 11:23
@5: was für nen admin in ner großen firma ja nicht verkehrt ist oder? Ist ja sein job, die totale kontrolle zu haben :p
rate (6)  |  rate (0)
Avatar 770917
770917
#7 | 29. Sep 2009, 13:36
Ist doch kein Problem, wenn die Ameisen ausser Kontrolle geraten, wird der Ameisenbär die Viecher schnell beseitigt haben!
rate (8)  |  rate (0)
Avatar HarryCane
HarryCane
#8 | 29. Sep 2009, 13:51
Wie wär´s denn mit nem digitalen vogel der über allem schwebt oder ein riesiger digitaler spürhund der rumschnuppert, dann legt man noch digitale mausefallen aus, züchtet andere nager die termiten fressen welche intwischen die armeisen überfallen haben. und ums humaner zu gestalten erfindet noch einer spartaner die die trojaner bekämpfen. vielleicht bringt man auch einfach alle leute um die mit ihrem traurigen leben nix besseres anstellen als sinnlose viren im netz zu verbreiten
rate (0)  |  rate (0)
Avatar falseee
falseee
#9 | 29. Sep 2009, 16:39
Ameisen sind eine von zwei Spezies (die andere ist der Mensch), die auch gegen sich selbst Krieg führt.
Bestimmt wird es neben den käferfressenden Ameisen schnell auch ameisenfressende Ameisen geben.
rate (2)  |  rate (0)
Avatar Andip
Andip
#10 | 29. Sep 2009, 17:19
Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, wie das auch nur irgendwie hilfreich sein könnte, bzw. etwas anderes ist als Firewalls und Virenscanner.

Das ist sogar noch extremer als Cloud-Computing:

SHIT -> {CLOUD-COMPUTING} -> GOLD
rate (0)  |  rate (1)


PROMOTION
Nichts verpassen!
NEWS-TICKER
Freitag, 25.05.2012
15:04
14:36
14:28
14:24
14:17
13:53
13:51
13:48
13:02
12:57
12:26
12:14
11:46
11:25
11:25
10:39
10:08
09:19
08:06
08:04
»  Alle News
 
Sie sind hier: GameStar > Hardware > News > Software > Viren > Sicherheit
top Top
Suchen
GAMEPRO MEDIA © IDG Entertainment Media GmbH - alle Rechte vorbehalten GAMEPRO MEDIA