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PCs in Quarantäne - Virus = kein Internet (Update)

Scott Charney von Microsoft ist der Ansicht, dass man infizierte Rechner genauso behandeln sollte wie Menschen mit extrem ansteckenden Krankheiten.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 03.03.2010; 16:38 Uhr


PCs in Quarantäne : W32 / Sircam-A Sicherheit Totenkopf W32 / Sircam-A Sicherheit Totenkopf Zwar unterstützt der Vice-President des Bereiches Trustworthy Computing bei Microsoft laut cnet auch weiterhin die Aufklärung der PC-Nutzer über Sicherheit und Gefahren, doch nach 20 Jahren sei klar, dass dies im Großen nicht funktioniere.

Man könne noch so oft sagen, dass Betriebssystem und Antiviren-Software auf dem neuesten Stand gehalten werden und Backups wichtiger Daten angefertigt werden sollen, sehr viele Anwender würden dies einfach nicht tun. Doch wie beim Rauchen auch wirke sich dieses Verhalten nicht nur auf die Einzelperson oder einen Rechner aus, sondern über Botnetze und Spam auch auf viele Unbeteiligte.

Daher schlägt Charney vor, dass Provider nur noch Rechnern den Zugang ins Internet erlauben, die nicht infiziert sind. Im anderen Fall soll der Provider dabei helfen, die Schadsoftware wieder zu entfernen und den Rechner abzusichern. Natürlich müsse sichergestellt sein, dass der Provider nur auf Daten zugreifen könne, die für diesen einen Zweck notwendig sind.

Update 23.06.2010

Die Forderung von Scott Charney diente in Australien anscheinend als Grundlage für einen Vorschlag des Kommunikations-Ausschusses für neue, gesetzliche Regelungen. Wer einen Internet-Anschluss bestellt, soll diesen nur noch erhalten, wenn auf dem entsprechenden Rechner Firewall- und Anti-Viren-Software installiert sind. Außerdem soll sich der Kunde verpflichten, diese Programme auf dem neuesten Stand zu halten.

Wird der Computer infiziert, kann der Provider den Anschluss kappen, bis das Problem behoben ist. Ohne Internet-Anschluss und dem schnellen Zugriff auf die neuesten Viren-Definitionen oder Informationen über den vielleicht ganz neuen Schädling dürften die meisten Anwender hier erst recht Probleme bekommen.

Außerdem können nicht alle Betriebssysteme die Forderungen nach Schutz-Software erfüllen. Neben mobilen Geräten wie dem iPhone ist es schließlich ist es auch möglich, einen C64, Amiga oder einen PC mit selten genutzem Betriebssystem an das Internet anzuschließen.

Der 260 Seiten lange Report über »Cyber-Verbrechen« gibt insgesamt 34 Empfehlungen, deren Wirksamkeit oder Praxisnähe teilweise recht zweifelhaft scheint. Die Hintermänner, die von der Verbreitung von Schadsoftware wie Trojanern profitieren, dürfte beispielsweise ein Gesetz, das die unerlaubte Installation von Software verbietet, kaum sonderlich beeindrucken.

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Avatar DarkEngine
DarkEngine
#1 | 03. Mrz 2010, 16:49
Never change a runing system. Finde der Spruch passt hier auch.
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Avatar Kain2K
Kain2K
#2 | 03. Mrz 2010, 16:52
Davon abgesehen das ich gerne mal wissen würde wie die Provider das sicher herausbekommen sollen, ist die Idee selbst nicht wirklich schlecht.
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Avatar KenshinAv
KenshinAv
#3 | 03. Mrz 2010, 17:18
Oh ich finde die Idee garnicht mal so verkehrt ,hingegen würde ich es natürlich vorziehen das die Provider die leitungen von viren und anderen sachen freihalten.Bessere Firewallsysteme in den routern würden es aber auch tun denke ich schön wär noch wenn die provider router mit intigierter FW und nem intigrierten Antivirensystem auf den markt bringen würden der sich ständig neu aktualisiert alle 5-10h somit sollte so einiges gewehrleistet sein,
Naja ne 100% saubere leitung wird man wohl nie haben dafür steckt zuviel geld ind den trojanern und viren.

mfg kenshi
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Avatar ulkbäär
ulkbäär
#4 | 03. Mrz 2010, 17:27
Zitat von DarkEngine:
Never change a runing system. Finde der Spruch passt hier auch.


ich hasse diesen satz. überträgt man ihn auf die gesamte menschheit, dann käme sowas raus wie: "die erde ist ne scheibe"

ist eig schön anzusehen, wie sich das auslagern in allen bereichen verbreitet. nicht nur, dass in der politik alles auf andere übertragen wird (zB werden bewusst verfassungswidrige gesetzte erlassen, um zu schauen, wieweit sie das verfassungsgericht einschränkt) jetzt wird es im PC bereich auch immer mehr.
"lasst die provider mal dies und das tun"
is ein wirklich einfacher satz.
sie sollen dafür sorgen, dass man nichts illegales runterläd und jetzt auch noch, dass sich viren nicht verbreiten. vllt würden vorinstallation und zwangsaktualiesirungen von schutzsoftware mehr helfen, die dann auch andere software (wie zB "ihre treiber sind veraltet" ihr auf GameStar) nicht so einfach zulässt.
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Avatar GrievousRemake
GrievousRemake
#5 | 03. Mrz 2010, 17:27
+Effektiv gegen Botnetze und ähnliches
-Man braucht einen zweiten PC um an die notwendigen Scanner u.ä. zu kommen
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Avatar falseee
falseee
#6 | 03. Mrz 2010, 17:30
Zitat von GrievousRemake:
+Effektiv gegen Botnetze und ähnliches
-Man braucht einen zweiten PC um an die notwendigen Scanner u.ä. zu kommen

Zitat von :
Daher schlägt Charney vor, dass Provider nur noch Rechnern den Zugang ins Internet erlauben, die nicht infiziert sind. Im anderen Fall soll der Provider dabei helfen, die Schadsoftware wieder zu entfernen und den Rechner abzusichern. Natürlich müsse sichergestellt sein, dass der Provider nur auf Daten zugreifen könne, die für diesen einen Zweck notwendig sind.

'nuff said.
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Avatar Psyotic
Psyotic
#7 | 03. Mrz 2010, 17:39
Scott Charney von Microsoft ist der Ansicht, dass man infizierte Rechner genauso behandeln sollte wie Menschen mit extrem ansteckenden Krankheiten.

Juhu wir bauen ein PC-KZ!

Mal ganz davon abgesehen das dann das halbe Internet leer wäre :P
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Avatar Malware
Malware
#8 | 03. Mrz 2010, 17:50
Blöd nur wenn mein PC durch ein Virus infiziert ist, die meine AntiVirensoftware noch nicht kennt...

Jackpot, wenn man dann noch eine Wichtige Email abschicken möchte...

Aber am Ende wirds wohl darauf hinaus laufen, das Microsoft die Y-Box auf den Markt bringt, ein PC wie eine Konsole. Box einschalten, Gehirn ausschalten und Brieftasche weit öffnen...
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Avatar Nashkarul
Nashkarul
#9 | 03. Mrz 2010, 17:57
An sich ein guter Vorschlag, aber der 08-15-Nutzer wüsste, wenn er nicht mehr ins internet kommt, nicht, ob er bei der Störungs-Annahme anrufen soll oder bei der Viren-Hilfe. Das würde so manchen Provider arg belasten.
Ne Zentrale Stelle könnte man für soetwas auch nicht einrichten, da die Provider verschiedene Soft- und Hardware einsetzen.

Insofern ein guter Ansatz, aber heutzutage ist es quasi unmöglich umzusetzbar.
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Avatar Integer = 2
Integer = 2
#10 | 03. Mrz 2010, 18:38
"Doch wie beim Rauchen auch wirke sich dieses Verhalten nicht nur auf die Einzelperson oder einen Rechner aus, sondern über Botnetze und Spam auch auf viele Unbeteiligte."
Raucher beeinflussen Botnetze?
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