Mittlerweile bietet Alienware das zum Spielen gedachte M11x R3 Subnotebook in der dritten Revision an. Während die erste Version auf einen Core 2 Duo setzte und die zweite Variante mit einem Core-i-Prozessor der ersten Generation ausgestattet war, gibt es das M11x R3 nun mit topaktuellen Sandy-Bridge-CPUs. Zum Verkaufsstart sind das zwei Varianten: Den Einstieg stellt der Core i5 2537M dar, der mit 1,4 bis 2,3 GHz (dank Turbo) taktet und über 3,0 MByte L3-Cache verfügt. Es folgt der 1,5 bis 2,6 GHz schnelle Core i7 2617M mit 4,0 MByte L3-Cache. In unserem Testgerät steckte ein minimal schnellerer Core i7 2657M mit zwei Kernen, 4,0 MByte L3-Cache und 1,6 bis 2,7 GHz Takt. Ob Alienware den Core i7 2657M für Endkunden anbietet, ist derzeit aber noch nicht sicher. Zudem sind alle drei CPUs stromsparende ULV-Modelle (»Ultra Low Voltage«), da sonst die Kühlung in dem kleinen 11,6-Zoll-Gehäuse schnell überfordert wäre.

Viele Freiheiten lässt Alienware Ihnen bei der Festplatte. Neben 250 bis 750 GByte großen herkömmlichen Festplatten lässt sich gegen Aufpreis auch eine 256 GByte große SSD konfigurieren. Der Arbeitsspeicher reicht von 2,0 bis maximal 16,0 GByte. Farblich stehen Rot oder Schwarz zur Auswahl. Die Grafikkarte ist aber immer eine Nvidia GeForce GT 540M, ein DirectX-11-Mittelklassemodell. Das M11x R3 mit 250-GByte-Festplatte, 4,0 GByte RAM sowie dem schnelleren Core i7 2617M kostet derzeit 1.300 Euro. Bei unserem Testgerät handelte es sich allerdings um ein Vorserienmodell. Besonders was Temperaturen, Lüfterverhalten und Software angeht, können sich deshalb noch Änderungen bei den Verkaufsgeräten ergeben. Sollte das der Fall sein, aktualisieren wir den Test.

Alienware M11x R3 : Alienware M11x R3

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Alienware M11x R3

Gehäuse

Am Gehäuse hat sich im Vergleich zum Vorgänger nichts geändert. Das M11x R3 ist in einem futuristischen Design gehalten. Zahlreiche regelbare Beleuchtungselemente sorgen für eine schnelle Orientierung im Dunkeln. Das von uns getestete rote Modell ist definitiv ein Blickfang. Besonders gut haben uns dabei die unempfindlichen und angenehm gummierten Oberflächen gefallen, die den Gehäuseboden, die Seiten und den Display-Deckel überziehen.

In Sachen Verarbeitung bewegt sich das M11x R3 auf hohem Niveau, wobei unser Vorseriengerät zwei kleine Mängel aufwies. Zum einen stand das Subnotebook nicht komplett eben auf dem Untergrund, da die rechte vordere Ecke leicht angehoben war. Zum anderen schloss die Handballenauflage rechts nicht perfekt mit der Soft-Touch-Oberfläche ab, was eine scharfe Kante ergibt. Das Material wirkt insgesamt hochwertig, bis auf den etwas billig wirkenden Kunststoff der Handballenauflage. Auch bei der Stabilität sammelt das M11x R3 Pluspunkte: Mit Ausnahme des Displays ist das Gehäuse sehr verwindungssteif. Die Oberfläche zeigt sich sehr resistent gegen Verschmutzung, lediglich das nicht entspiegelte Hochglanz-Display sammelt schnell Fingerabdrücke. Mit einem Gewicht von knapp zwei Kilogramm und einer Größe von 28,6 mal 23,3 mal 3,3 cm lässt sich der 11,6-Zöller komfortabel transportieren.

Ausstattung

Statt den drei USB 2.0-Ports der Vorgänger besitzt das M11x R3 nun einen USB-2.0-Port (links) sowie zwei USB-3.0-Ports (rechts). Ansonsten sind die Anschlüsse weitgehend identisch zur letzten Revision. Links hinten gibt es ein Kensington Lock sowie einen DisplayPort- und HDMI-Ausgang. Weiter vorne finden Sie Gigabit-LAN (vorher 100 MBit), einen Kartenleser sowie Firewire. Die Sound-Anschlüsse sind auf der rechten Seite untergebracht. W-LAN (a/b/g/n) und Bluetooth (Version 3.0) sind ebenfalls an Bord. Für ein Subnotebook ist die Ausstattung insgesamt überzeugend. Ein optisches Laufwerk, ein VGA-Ausgang, ein ExpressCard-Einschub sowie ein eSATA-Port fehlen allerdings. Um Spiele von DVD zu installieren, müssen Sie also ein externes Laufwerk nachkaufen, was den Preis des Notebooks entsprechend erhöht. Als Alternative bleibt nur der digitale Einkauf, beispielsweise per Steam.

Alienware M11x R3 : Die wabenförmige Oberfläche des Touchpad bietet einen guten Kompromiss aus Gleitfähigkeit und Rückmeldung.

Touchpad
Die wabenförmige Oberfläche des Touchpad bietet einen guten Kompromiss aus Gleitfähigkeit und Rückmeldung.

Die Eingabegeräte des M11x R3 hinterlassen insgesamt einen guten Eindruck. Die beleuchtete Tastatur verfügt über ein ordentliches Tippverhalten, Druckpunkt und Anschlag sind ausreichend definiert. An das Layout gewöhnten wir uns schnell, auch wenn die recht schmalen Tasten (nur 15 mm breit) anfangs zu zahlreichen Fehleingaben führten. Das relativ laute Tippgeräusch kommt in leisen Umgebungen wie Bibliotheken nicht sonderlich gut an. Das 8,0 mal 4,3 cm große Touchpad reagiert relativ präzise und zuverlässig. Die Oberfläche besteht aus einem feinen Wabenmuster, dass einen guten Kompromiss aus Rückmeldung und Gleiteigenschaften bildet. Neben der Mehrfingereingabe mit diversen Gesten (Scrollen, Zoomen & Drehen) unterstützt das Touchpad einen horizontalen und vertikalen Scroll-Bereich.

Zudem lässt sich das Touchpad mit Hilfe der beiliegenden »AlienTouch«-Software (mehr dazu im Test auf Notebookcheck.com) an die eigenen Vorlieben anpassen. Da es etwas nach links versetzt ist, aktivieren Sie es bei der Benutzung von »WASD« in Spielen aber oft unabsichtlich. Die beiden klapprigen Maustasten fallen qualitativ deutlich ab, weil das Auslöseverhalten sehr undefiniert und schwammig ausfällt.