MSI GX70H

Notebooks   |   Datum: 24.10.2013
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MSI GX70H im Test

Schnelle Radeon HD 8970M trifft lahmen AMD-Prozessor

Das MSI GX70H kombiniert eine schnelle Radeon HD 8970M mit einem der seltenen A10-Prozessoren von AMD. Unser Test des MSI GX70H klärt, wie gut das das ungewöhnliche Gespann in Spielen harmoniert.

Von Florian Glaser (Notebookcheck.com), Nils Raettig |

Datum: 24.10.2013


MSI GX70H : Das MSI GX70H kostet trotz leistungsstarker Radeon HD 8970M nur rund 1.300 Euro. Ermöglicht wird das unter anderem vom günstigen, aber auch langsamen AMD A10 5750M-Prozessor. Das MSI GX70H kostet trotz leistungsstarker Radeon HD 8970M nur rund 1.300 Euro. Ermöglicht wird das unter anderem vom günstigen, aber auch langsamen AMD A10 5750M-Prozessor.

Notebooks mit A10-Prozessor von AMD kann man an einer Hand abzählen, das 17-Zoll-Notebook MSI GX70H im Test ist eines dieser seltenen Exemplare. Noch exotischer wird das MSI GX70H durch die im Vergleich zum A10 5750M-Prozessor sehr potente AMD Radeon HD 8970M als Grafikkarte. Denn wenn es um die reine Rechenleistung geht, hat AMD im Notebook-Bereich mit seinen Prozessoren gegenwärtig keine Chance gegen die Konkurrenz aus dem Hause Intel. AMDs verschiedene Mobil-CPUs der aktuellen A-Serie zeichenen sich stattdessen durch geringen Stromverbrauch, niedrigen Preis und vergleichsweise starke, integrierte Grafikeinheiten aus, mit denen sich aktuelle Spiele zumindest in reduzierten Details und Auflösungen flüssig zocken lassen. Potente dedizierte Grafikkarten für Notebooks wie die AMD Radeon HD 8970M aus unserem Testkandidaten MSI GX70H werden deswegen in der Regel nicht mit AMD-Prozessoren, sondern mit Intel-CPUs der aktuellen Haswell-Generation kombiniert.

Zum Thema » Alienware 14 im Test Spieletaugliches 14-Zoll-Notebook » Asus G750JW im Test Tarnkappen-Notebook mit Haswell und GTX 765M » MSI GT70H im Test Mobiler Spiele-Bolide mit GTX 780M Entsprechend ungewöhnlich mutet der im 1.300 Euro teuren MSI GX70H verbaute AMD A10 5750M an – hier trifft eine Low End-CPU (in Sachen Rechenleistung) auf eine High End-Grafikkarte. Das lässt insbesondere für CPU-lastige Spiele nichts Gutes erahnen, darin droht der A10-Prozessor die Radeon HD 8970M auszubremsen. Die restlichen Komponenten des MSI GX70H geben dagegen keinen Anlass zur Sorge: 8,0 Gigabyte DDR3-Speicher sind ebenso ausreichend wie die 128 Gigabyte große mSATA-SSD und die 1.000 Gigabyte fassende Festplatte. Wir überprüfen im gemeinsam mit www.notebookcheck.com durchgeführten Test, wie sich das MSI GX70H als Gesamtpaket und insbesondere hinsichtlich der Spieleleistung schlägt.

Gehäuse

Das Gehäuse des GX70H lässt sich am besten als wuchtig beschreiben. Schlanke Linien und dezente Formen suchen Sie hier vergeblich, das Gewicht fällt mit 3,74 Kilogramm üppig aus. Auch die Gehäusehöhe geht mit sechs Zentimetern deutlich über den Durchschnitt hinaus, das GX70H ist damit primär für den stationären Einsatz geeignet. Der wenig zurückhaltende optische Gesamteindruck wird durch die Mischung verschiedener Materialen noch verstärkt. Während der Deckel und die Handballenauflage aus gebürstetem Aluminium bestehen, sind die anderen Elemente aus Plastik gefertigt. Besonders unerfreulich ist die glänzende Fläche in der Tastaturumgebung, hier sammelt sich schnell eine große Zahl unschöner Fingerabdrücke an.

Unterm Strich sorgt der Material-Mix für einen unruhigen Gesamteindruck und sagt uns nicht wirklich zu, letztlich ist das Design aber Geschmackssache. Bei der Stabilität und der Verarbeitung gibt es dagegen nichts zu meckern, die Qualität stimmt, ohne allerdings besonders hervorzustechen.

MSI GX70H : Das GX70H wird seinem wuchtigen Erscheinungsbild auch auf der Waage gerecht: 3,74 Kilogramm Gewicht schränken die Mobilität deutlich ein.

MSI GX70H
Das GX70H wird seinem wuchtigen Erscheinungsbild auch auf der Waage gerecht: 3,74 Kilogramm Gewicht schränken die Mobilität deutlich ein.

Prozessor & Grafikkarte

MSI GX70H : Die Bezeichnung des A10 5750M als »Elite Quad Core« ist ziemlich gewagt. Praktisch ist aber AMDs Enduro-Technologie für den automatischen Wechsel zwischen den beiden Grafikeinheiten. Die Bezeichnung des A10 5750M als »Elite Quad Core« ist ziemlich gewagt. Praktisch ist aber AMDs Enduro-Technologie für den automatischen Wechsel zwischen den beiden Grafikeinheiten. In fast allen aktuellen Tests von Spiele-Notebooks würde an dieser Stelle ein Intel-Prozessor der aktuellen Haswell-Generation beschrieben werden. Das GX70H setzt aber auf den bereits erwähnten A10 5750M. Die A10-CPU der Richland-Generation verfügt über vier Kerne und einen Takt von 2,5 bis maximal 3,5 GHz im Turbo-Modus. Auf dem Papier ist das sogar schneller als Intels flotter Core i7 4700MQ, der ebenfalls mit vier Kernen und Taktraten von 2,4 bis 3,4 GHz ausgestattet ist. In der Praxis bestehen aber sehr große Leistungsunterschiede zwischen den beiden CPUs, auf die wir bei der Betrachtung der Spieleleistung (siehe Seite 3) noch näher eingehen.

Im A10 5750M ist mit der Radeon HD 8650G eine Grafikeinheit integriert, mit der sich in niedriger Auflösung und mit wenig Details auch aktuelle Titel spielen lassen. Beim MSI GX70H dient sie aber primär dazu, den Stromverbrauch im 2D-Betrieb zu senken. Möglich macht das die Enduro-Technologie von AMD, die analog zu Nvidia Optimus das schnelle Wechseln zwischen zwei Grafikeinheiten ermöglicht. Die separate Grafikkarte des GX70H ist eine Radeon HD 8970M, deren Kern mit 900 bis 950 MHz taktet. Der Speichertakt liegt bei 1.250 MHz, außerdem verfügt die Radeon HD 8970M über 1.280 Shadereinheiten. Allein diese Eckdaten versprechen eine hohe Leistung, die ungefähr auf dem Niveau einer Geforce GTX 770M oder 780M anzusiedeln ist - vorausgesetzt, der Prozessor spielt mit.

MSI GX70H : Links und rechts von der oberen Leiste mit den Soft Touch-Tasten befinden sich die guten Lautsprecher. Im Gehäuseboden ist außerdem ein Subwoofer verbaut. Links und rechts von der oberen Leiste mit den Soft Touch-Tasten befinden sich die guten Lautsprecher. Im Gehäuseboden ist außerdem ein Subwoofer verbaut.

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Avatar iGFox
iGFox
#1 | 24. Okt 2013, 18:38
Alles gut und schön, aber die AMD-APU bremst die Grafikkarte aus. Schade wie man so viel Potential verschenken kann.
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Avatar Mephisto_xD
Mephisto_xD
#2 | 24. Okt 2013, 19:44
LOL was ist denn jetzt passiert?
APU und Highend Graka ist ja so wie Porschemotor und Trabbigetriebe...
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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#3 | 24. Okt 2013, 20:46
Zitat von Mephisto_xD:
LOL was ist denn jetzt passiert?
APU und Highend Graka ist ja so wie Porschemotor und Trabbigetriebe...

Eine AMD-APU und eine dedizierte Grafikkarte zu kombinieren ist so oder so vollkommener Unsinn:
Die Dinger wurden eigentlich dafür gebaut, um z.B. endlich mal den Einsteigermarkt von Notebooks energieeffizient UND Spieletauglich zu machen:
Dank einer zweiten Karte fällt die Effizenz weg und die Spieletauglichkeit wird durch den langsamen CPU-Teil der APU ausgebremst.

Toll gemacht, liebe Notebookhersteller.
Aber ein Notebook, dass nur den A10 5750m+ nen dicken Akku sowie ordentlichen Ram und ne SSD hat, was der Traum für jeden Gelegenheitsspieler wäre, gibt es nach wie vor nicht!
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Avatar Jan Shepard
Jan Shepard
#4 | 26. Okt 2013, 00:26
Hat Microsoft nicht die selbe CPU in ihre Xbox One verbaut? Dann bin ich ja mal gespannt, ob Call of Duty und Battlefield 4 auf der Xbox One in 1080p laufen werden.
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KTelwoot
#5 | 26. Okt 2013, 11:50
Gaminglaptops sind sowas von über.

Wer Wirklich spielen will kauft sich ein Ultrabook von intel mit starker CPU und viel RAM, und dazu das hier :

http://www.computerbase.de/forum/showthrea d.php?t=924865

Externe Grafikkarten zusammen mit Optimus bieten viel bessere Performance, lösen das Abwärmeproblem und wenn mans richitg anstellt, hat man nen leichten Laptop für unterwegs, und eine Potente Gamingkiste zuhause.

Aufrüstbar, Kühl, bestimmt 200€ Billiger bei selber Leistung...
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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#6 | 26. Okt 2013, 18:33
Zitat von KTelwoot:
Gaminglaptops sind sowas von über.

Wer Wirklich spielen will kauft sich ein Ultrabook von intel mit starker CPU und viel RAM, und dazu das hier :

http://www.computerbase.de/forum/showthrea d.php?t=924865

Externe Grafikkarten zusammen mit Optimus bieten viel bessere Performance, lösen das Abwärmeproblem und wenn mans richitg anstellt, hat man nen leichten Laptop für unterwegs, und eine Potente Gamingkiste zuhause.

Aufrüstbar, Kühl, bestimmt 200€ Billiger bei selber Leistung...

Sind sogar deutlich billigere Lösungen, aber natürlich auch nicht optimal. Die wenigsten Notebooks haben heute noch ExpressCard-Slots!
Optimal wären sie mit einem hypothetischen Port namens extExpress sowie Unterstützung durch den Graka-Hersteller.
Damit würde es sich dieser aber eindeutig mit den OEMs verscherzen. ;)
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Avatar Drehtürsteher
Drehtürsteher
#7 | 26. Okt 2013, 21:21
Die Leistung ist sicherlich top, aber warum müssen diese Teile immer so hässlich aussehen?
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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#8 | 27. Okt 2013, 00:32
Zitat von Drehtürsteher:
Die Leistung ist sicherlich top, aber warum müssen diese Teile immer so hässlich aussehen?

Naja, das ist halt der ewige MSI vs. Clevo-Kampf.
Mag die dezenten Clevo-Barebones auch lieber...
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Avatar KTelwoot
KTelwoot
#9 | 27. Okt 2013, 11:00
Zu den eGpus,

man könnte auch einen M-Sataoder Wlan sub card (also einen slot für PCI-E SSDs) aus dem Laptop für die Anbindung der Grafikkarte benutzen.

Ultrabooks mit 16x "e-PCI-Express" (geht sogar über HDMI Kabel...)
wären die Lösung...aber Laptopbauer bauen keine Mainboards, und ohne die gehts nicht..

Wenn ein Hersteller mal mutig genug wäre Treiber und Hardware für externe Lösungen anzubieten würde der sich arsch vergolden.

Notebooks mit Intel CPU, und eine Dockingstation mit PCIe und platz für eine überlange Desktopkarte, Netzteil für Laptop und Graka und zack....alles in einem system.

Unterwegs unter 1.5 kilo und 7 stunden Laufzeit, zuhause ne GTX Titan und 4 TB speicher...
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Avatar derschlumpf74
derschlumpf74
#10 | 14. Dez 2013, 20:53
ich habe mir das msi 60 mit a10 5750 8970 gekauft weil ich das mal selber testen wollte neuste Bios drauf Treiber 16 gb 1600 dualchannel Kingston Arbeitsspeicher eingebaut und nee 128 ssd noch.

ich kann den Test nicht zu stimmen ich habe bei Guild Wars 2 in höchster Grafik Einstellung 55-60 fps bei DiRT Showdown 65-75 fps alles in full hd in höchster Grafik Einstellung.

habe asus g750 noch hier 770 gtx Samsung 700g 675m 3630 128 ssd 16 gb und tun sich nichts kaum.

weiß nicht welches Sonntag gerät die von msi zum test da hatten.

meins läuft 1a sogar battelfield 4 in Ultra 40-45 fps habe alle Treiber bei den msi aktuell drauf gemacht Bios auch usw..
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