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Geforce GTX 400 mit DirectX 11 | Seite 2

Leistung, Technik, Hintergründe

DirectX 11 mit Fermi

Ein Problem von aktueller Spielegrafik allgemein identifiziert Nvidia in der Darstellung von geometrischen Formen, die uns im Alltag und in Computerspielen überall begegnen. Heutzutage wird jeder Pixel fast genauso penibel bearbeitet wie im Kino, die eigentliche Struktur von Objekten aber nur grob geschnitzt. Es macht in der Nahansicht eben einen gewaltigen Unterschied, ob zum Beispiel eine Tastatur über eine noch so trickreiche Textur angedeutet oder mit Hunderten von Polygonen in 3D ausmodelliert wurde. Von der Geforce FX 5800 (2003) bis zur Geforce GTX 285 hat sich die Pixel-Shader-Performance laut Nvidia um das 150fache erhöht, die Geometrieleistung allerdings nur um das Dreifache. Allein durch die Anforderungen von DirectX 11 ergebe sich eine um das Achtfache gesteigerte Geometrieleistung. Die wichtigste Neuerung von DirectX 11 sieht Nvidia folgerichtig in der Tesselation-Funktion, mit der die Polygonzahl von Objekten dynamisch angepasst werden kann, wie die beeindruckende Raketenschlitten-Demo zeigt (in den Bildunterschriften gehen wir näher auf die verschiedenen Technik-Tricks der Demo ein).

Natürlich unterstützt der GF100-Chip auch alle anderen Bestandteile von DirectX 11, die wir in der Vergangenheit bereits ausführlich erläutert haben. Darunter: höhere Performance durch Optimierung auf Mehrkernprozessoren, saubere Berechnung von sich überlappenden, transparenten Objekten, bessere Texturkompression und Schattendarstellung.

Geforce GTX 400 mit DirectX 11 : Die Kantenglättung will Nvidia nochmals beschleunigt und verbessert. Der 16xCSAA-Modus der Geforce GTX 285 wirkt wesentlich grobkörniger als 32xCSAA auf der kommenden Geforce.

16x CSAA
Die Kantenglättung will Nvidia nochmals beschleunigt und verbessert. Der 16xCSAA-Modus der Geforce GTX 285 wirkt wesentlich grobkörniger als 32xCSAA auf der kommenden Geforce.

Wie bereits erwähnt, kommt die Fermi-Architektur nicht nur auf Geforce-Grafikkarten zum Einsatz. Gerade im umsatzträchtigen Profi-Segment will Nvidia seine Position mit dem neuen Chip stark ausbauen. Deshalb arbeiten auf dem GF100 einige Schaltkreise, die es in dieser Form vielleicht gar nicht gäbe, wenn er ausschließlich als Geforce, also rein für Spieler, konzeptioniert worden wäre. Spiele können dennoch davon profitieren. Dazu gehören vor allem die für einen Grafikprozessor einmalig groß ausgelegten L1- und L2-Caches - kleine, rasend schnelle Zwischenspeicher, in den die einzelnen Shader ihre Rechenergebnisse ablegen und Informationen miteinander tauschen können. Ferner kann der GF100 viel schneller zwischen seinen beiden Betriebsarten Grafik und CUDA hin- und herwechseln als der GT200. Wenn die Grafikkarte in Spielen außer der Grafik noch Physikberechnungen oder die Wegfindung der KI übernehmen soll, summieren sich diese Wartezeiten schnell - je kürzer, desto besser also. Zusätzlich beherrscht Fermi eine Art Hyperthreading, wie bei Intels aktuellen Hauptprozessoren, die jedoch nur in bestimmten Situationen anspringt.

Nvidia Design Garage

Moderne Speicherkonfiguration

Mit seiner DirectX-11-Generation wechselt Nvidia endlich auf den energieeffizienten und zugleich äußerst schnellen GDDR5-Videospeicher. Pro Taktzyklus überträgt er mit vier Datenpaketen doppelt so viele wie die auf GTX-200-Karten eingesetzten GDDR3-Module. Um Kosten zu sparen, schrumpft die Speicher-Anbindung von den monströsen 512 Bit bei der Geforce GTX 285 auf 384 Bit. Bei gleichem Speichertakt wie die GTX 285 hätte die neue Geforce trotzdem mehr Bandbreite zur Verfügung, was sich vor allem in hohen Auflösungen und mit aktivierter Kantenglättung positiv auf die Leistung wirkt.

Das 384-Bit-Interface setzt sich aus sechs 64-Bit-Controllern zusammen und bestimmt so die Stufen des Speicherausbaus. Auf der Geforce GTX 480 erwarten wir 1.536 MByte, auf der Geforce GTX 470 1.280 MByte. Die Profi-Varianten Tesla unterstützen sogar bis zu 6,0 GByte und die ECC-Korrektur, mit der Speicherfehler im laufenden Betrieb erkannt und behoben werden können (auch in den chipinternen Cache-Speichern).

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Avatar imkreislaufen
imkreislaufen
#1 | 18. Jan 2010, 06:52
Hoffen wir mal das beste.
Nette Zusammenfassung, guter Artikel :D
Vlt wird, wenns so weit ist, eine dieser Karten in meinem Gehäuse die Arbeit verrichten
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Avatar Suzi Q.
Suzi Q.
#2 | 18. Jan 2010, 07:43
500 und 400 Eur, sehr schade. Wird wohl noch bis Weihnachten dauern, bis es fermige P/L-Knaller für 150 Eur gibt. :(
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Avatar CRYBYE
CRYBYE
#3 | 18. Jan 2010, 07:47
Warten wir doch erstmal bis März.
When it's done ;-/
Daten sind schön, jetzt fehlen die Fakten!
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Avatar CopyCat
CopyCat
#4 | 18. Jan 2010, 07:50
Ob sich Nvidia echt bis zum Sommer Zeit lassen wird um günstigere Mittelklassekarten rauszubringen?
Die "Leistungskrone" mit den schnellsten Karten zu haben ist zwar fein, aber denke die wenigsten werden sich eine 400-500€ Grafikkarte kaufen und so hätte Ati nochmal gut ein halbes Jahr in diesem Bereich gar keine Konkurrenz.
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Avatar Falkum
Falkum
#5 | 18. Jan 2010, 09:03
Jup, schöner zusammenfassender Artikel. Eure erwarteten Leistungsangaben verwundern mich aber etwas. Wie kommt ihr darauf, dass sie 100% schneller sein wird als die Vorgängerserie? Auf euren Bildern wird von nVidia ein Wert von 140% bis 170% der Leistung der Vorgängerserie angegeben(also deutlich weniger)...

Dann hab ich grad mal gegoogled(bin im rechenfieber) und für ein FarCry 2 ein benchmark ergebnis der 5870 rausgesucht
http://www. pcgameshardware.de/aid,695285/Radeon-HD-5870-D ie-erste-Direct-X-11-Grafikkarte-im-Benchmark- Test/Grafikkarte/Test/?page=10
Da hat aber auch die Geforce GTX 285 15fps mehr, da sollte man dann also auch 24% der Leitung der HD5870 abziehen - dann also 66fps (waren sicherlich unterschiedliche Systeme und Einstellungen). Das sollte dann heißen, das die die neue Geforce 22% schneller wär als die HD5870 und würde bei einem Preis von 500€ 28% mehr kosten, und dann hätten wir wieder unser altes nVidia/ATI verhältnis :)

Das setzt natürlich vorraus, dass ATI bis zum release keine stärkeren Karten mehr rausbringt...


naja, eine dumme rechnung mehr :)
schöne grüße Falkum
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Avatar Thinkle2
Thinkle2
#6 | 18. Jan 2010, 09:08
warum sind alle bilder bloß von monitoren abfotografiert? das sieht wirklich einmalig bescheiden aus!
wie dämlich ist nvidia eigentlich, dass die da keine screenshots rausgeben, damit auch der kunde sich im wahrsten sinne des wortes ein bild davon machen kann?

bekannt ist das material jetzt eh, nur eben in bescheidener qualität.

und warum nvidia bis zum sommer wartet, bis sie einen preis/leistungs chip bringen ist jawohl glasklar!

die wissen ganz genau, dass es da draußen genügend fannerds gibt, die bloß auf was neues von NV warten und das dann zu jedem preis kaufen werden, also wird erstmal schön abgemolken.
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Avatar Rupert_The_Bear
Rupert_The_Bear
#7 | 18. Jan 2010, 09:16
Hört sich doch alles ganz schön an, ausser der Preis, der liegt leider nicht in meinem Budget, habe ich aber auch nicht erwartet,dass die Karte direkt für 200€ verkauft wird.Aber vielleicht kommt eine abgespecktere Version.
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Avatar GothofCookie
GothofCookie
#8 | 18. Jan 2010, 09:27
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar CopyCat
CopyCat
#9 | 18. Jan 2010, 09:30
Zitat von Thinkle2:
und warum nvidia bis zum sommer wartet, bis sie einen preis/leistungs chip bringen ist jawohl glasklar!

die wissen ganz genau, dass es da draußen genügend fannerds gibt, die bloß auf was neues von NV warten und das dann zu jedem preis kaufen werden, also wird erstmal schön abgemolken.

Ob die insgesamt einen so großen Absatzmarkt bilden, dass es sich lohnt weiterhin über Monate auf den Massenmarkt zu verzichten...? :hmm:
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Avatar d-Raven-b
d-Raven-b
#10 | 18. Jan 2010, 09:46
Tja, für NVidias 3D Vision wird man aber neben drei Bildschirmen auch zwei Grafikkarten benötigen..

We shall see.. .. says the Zen-Master

@Copy Cat
Da hast du allerdings recht.. Wer kann sich schon eine GTX380 leisten?

Und ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass ATi die letzten 6 Monate sicher auch nicht geschlafen hat. Laut der bisherigen Strategie ist in Bälde mit einem Refresh zu rechnen (oder Mittelfristig mit einem erneuerten Chip)
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