Die besten Gaming-Gehäuse : Ein gutes Gehäuse bietet auch leistungsstarken Komponenten genug Platz, um sie aufgeräumt unterzubringen. Ein gutes Gehäuse bietet auch leistungsstarken Komponenten genug Platz, um sie aufgeräumt unterzubringen.

Bei einem Spiele-Rechner kommt es vor allem auf die inneren Werte an, denn ohne eine potente Grafikkarte, eine aktuelle CPU und genügend Arbeitsspeicher läuft kein Spiel zur Höchstform auf. Aber auch die Wahl des Gehäuses sollte beim Rechnerbau wohl überlegt sein, denn die Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen sind groß. Überlegen Sie daher vor dem Kauf genau, welche Ansprüche Ihr zukünftiges Gehäuse erfüllen muss. Bedenken Sie dabei etwa die Anzahl und Art der Front-Anschlüsse oder Festplatten-Slots und optischen Laufwerke oder das Mainboard-Format (in der Regel ATX).

Zum Thema » Spiele-PC zusammenbauen Schritt für Schritt » Die besten Selbstbau-PCs Von 500 bis 1.500 Euro » Windows 10 Test mit allen Infos zum Upgrade, Spiele-Performance, DirectX 12 Moderne Gehäuse bieten zudem häufig Komfortfunktionen wie eine schraubenlose Montage, 2,5-Zoll-Einschübe für Solid State Disks, modulare Festplattenkäfige, elegante Kabelführungen hinter dem Mainboard und Ähnliches. Je nachdem, wie Sie Ihre Komponenten kühlen wollen, gibt es ebenfalls einige Punkte zu beachten. Falls Sie etwa eine Wasserkühlung verwenden, sollte Ihr Wunschgehäuse entsprechende Öffnungen für die Schläuche vorweisen. Bei luftgekühlten Systemen prüfen Sie die Anzahl und die Größe der freien Lüfterhalterungen.

Um Ihnen den Gehäusekauf zu erleichtern, geben wir Ihnen in drei Preisbereichen (bis 60 Euro, 60 bis 100 Euro, ab 100 Euro) passende Empfehlungen. Außerdem liefern wir ihnen Tipps bei den immer beliebter werdenden Mini-ITX-Gehäusen, die sich vor herkömmlichen Gehäusen mittlerweile nicht mehr verstecken müssen und die sich vor allem zum Bau eines schnellen Wohnzimmer-PCs beziehungsweise einer Steam Machine eignen.

Gehäuse bis 60 Euro

Wer bei seiner Rechner-Zusammenstellung auf jeden Cent achten muss oder schlichtweg dem Gehäuse einen nicht allzu hohen Stellenwert beimisst, findet im Preisbereich bis 50 Euro durchaus einige empfehlenswerte Gehäuse. Allerdings ist in diesen Fällen nicht nur für den Käufer das Budget schmal, auch der Hersteller muss an gewissen Stellen den Rotstift ansetzten. Meistens geschieht das bei der Materialstärke des Stahls, der Verarbeitung und der Ausstattung. Als Nutzer entscheidet man sich bei einem PC-Gehäuse bis 60 Euro daher immer für einen Kompromiss zwischen den drei genannten Bereichen.

Vor allem dem Kühlkonzept sollten Sie bei günstigen Gehäusen immer einen kritischen Blick widmen. Oftmals legt der Hersteller dem Gehäuse nur einen Lüfter bei, der meistens nicht zu den leisesten gehört. Hier lohnt oftmals der separate Kauf von günstigen Lüftern und das eigenhändige Nachrüsten. Empfehlen können wir hier vor allem den Arctic F12 PWM 120 Millimeter, den es bereits für unter vier Euro gibt. Zwei Lüfter sind in einem Gaming-Gehäuse immer sinnvoll, gerade im Hinblick auf heiße Sommertage.

Wer seinen PC zudem öfter hin und her transportiert oder regelmäßig Komponenten tauscht, sollte auf eine ordentliche Verarbeitung, ausreichende Materialstärke und komfortable, schraubenlose Montagemöglichkeiten achten.

Preis-Tipp:

Sharkoon VS4

Das Sharkoon VS4 ist mit einem Preis ab circa 30 Euro eines unter vielen Angeboten im extrem günstigen Segment, bietet dafür aber einen hohen Gegenwert. Das Sharkoon VS4 gibt es in drei Varianten: Einmal mit USB 2.0 für 27 Euro (VS4-S), mit USB 3.0 für 30 Euro (VS4-V) und schließlich als USB 3.0-Variante mit zusätzlichem beleuchteten 120 Millimeter-Lüfter und Sichtfenster ab 35 Euro (VS4-W).

Alle Varianten bieten einen relativ stabilen Korpus aus Stahl und ausreichend Platz für Grafikkarten (bis zu 310 Millimeter bzw. 385 Millimeter Länge ohne Festplattenkäfig). Des Weiteren passen bis zu vier SSDs (2,5 Zoll), drei HDDs (3,5 Zoll) und drei 5,25 Zoll Laufwerke in das VS4. Selbst Komfortoptionen wie eine kabellose Montage der Laufwerke, eine große Öffnung im Mainboard-Tray zur einfacheren Kühlermontage und Kabeldurchführungen zur Eindämmung des Kabelgewusels hat Sharkoon beim VS4 implementiert.

Spürbare Abstriche müssen Sie dagegen bei den Kühlmöglichkeiten und der Lautstärke eingehen. Der in der Front montierte 120 Millimeter Lüfter könnte beim VS4-S und VS4-V für manche Gaming-Hardware und an heißen Sommertagen zu schwachbrüstig sein, auch an der Lautstärke des Lüfters und der Entkoppelung der Festplatten merkt man dem Sharkoon VS4 den günstigen Preispunkt an. Das VS4-W bietet mit zwei Lüftern zwar bessere Kühleigenschaften, aber auch hier sollten geräuschempfindliche Nutzer nachträglich andere Lüfter einbauen. CPU-Kühler finden bis zu einer Höhe von 160 Millimeter Platz, hohe Oberklasse-Kühler fallen daher raus.

Wer sich hingegen mit diesen Kompromissen abfinden kann oder im Nachhinein für mehr (und bessere) Lüfter sorgt, findet mit dem Sharkoon VS4 einen wirklich günstigen und soliden Aufbewahrungsort für seine Hardware.

» Sharkoon VS4-V ab 30 Euro im Preisvergleich

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Sharkoon VS4

Preis-Leistungs-Tipp:

Corsair Spec-01

Für knapp 50 Euro bietet Corsair das für seine Preisklasse gut verarbeitete und stabile Spec-01 an. Äußerlich präsentiert es sich in typischer Gaming-Optik, ohne aber überladen zu wirken. Mainboards finden bis zur ATX-Größe Platz, auch Grafikkarten bis 410 Millimeter Länge haben in dem kompakten Gehäuse genug Raum. Lediglich die CPU-Kühlerwahl muss mit einer maximalen Höhe von 153 Millimeter leicht eingeschränkt werden.

Das Spec-01 bietet mit fünf Lüfterplätzen genug Möglichkeiten zur Kühlung hitziger Hardware, auch wenn im Lieferumfang lediglich ein rot beleuchteter 120 Millimeter Lüfter beiliegt. Dieser erledigt seinen Job aber leise und muss nicht zwingend ausgetauscht werden, das Nachrüsten eines zweiten Lüfters ist aber ratsam. Interessant ist das Gehäuse auch für Fans wassergekühlter Lösungen, zumindest für solche, die die CPU mit All-in-One-Lösungen kühlen möchten: zwei 240 Millimeter Radiatoren finden im Gehäuse Platz, ein wenig Fingerspitzengefühl beim Einbau vorausgesetzt.

Anschlussseitig ist an der Front sowohl ein USB-3.0- als auch USB-2.0 Port vertreten, schraubenlose Halterungen ermöglichen die schnelle Unterbringung von vier Festplatten und zwei Laufwerken, Luftfilter bewahren Frontlüfter und das Netzteil vor angesaugtem Staub. Das große Sichtfenster lädt zum Betrachten der Hardware ein, an genügend Stauraum für ein ordentliches Kabelmanagement wurde ebenfalls gedacht insgesamt ein günstiges, aber rundum durchdachtes Gehäuse, das mit einem weiteren Lüfter eine solide Basis auch für potente Systeme darstellt.

» Corsair Spec-01 ab 50 Euro im Preisvergleich

Corsair Spec-01

Leistungs-Tipp:

Bitfenix Shinobi

Unser Leistungs-Tipp im Preisbereich bis 60 Euro ist ein alter Bekannter: Das Bitfenix Shinobi befindet sich bereits seit einigen Jahren auf dem Markt, hat aber kaum an Reiz verloren. Besonders seine matt gummierte Oberfläche verleiht dem Gehäuse ein wertiges und fingerabdruckfreies Äußeres - ein nicht zu unterschätzender Vorteil im alltäglichen Gebrauch. Auf der Gehäusedecke finden sich zudem jeweils zwei USB-3.0-Ports und USB-2.0-Ports sowie zwei 3,5-mm-Klinken zum Anschluss eines Headsets.

Das Innere des Shinobi überzeugt ebenso: Sämtliche Komponenten finden ausreichend Platz, selbst große Grafikkarten (bis zu 325 Millimeter) und wuchtige CPU-Kühler (bis zu 165 Millimeter). Kabel verlegen Sie ordentlich durch die dafür vorgesehenen Kanäle. Neben drei Einschüben für optische Laufwerke bietet das Bitfenix Shinobi ganze acht Einbaumöglichkeiten für 3,5-Zoll-Laufwerke, aber keinen dedizierten 2-5-Zoll-Parkplatz für SSDs. Der schnelle Flash-Speicher muss mittels Adapterrahmen in den 3,5 Zoll Schächten verbaut werden. Ein 120-Millimeter-Lüfter liegt dem Gehäuse bereits bei, zudem bleibt noch Platz für fünf weitere. Im Bitfenix Shinobi montieren Sie alle Komponenten werkzeugfrei und sicher.

Aktuell lässt sich das Shinobi in seiner Standard-Ausführung für etwa 60 Euro erwerben. Darüber hinaus gibt es das Gehäuse in etlichen Versionen und Farbvarianten, beispielsweise mit Sichtfenster, mit Schalldämmung oder in XL-Größe.

» Bitfenix Shinobi ab 60 Euro im Preisvergleich

Bitfenix Shinobi
Die Oberfläche des Bitfenix Shinobi besteht aus weichem SoftTouch-Material.