Mit dem LG P880 Optimus 4X HD verkauft LG ein High-End-Smartphone basierend auf Nvidias Tegra-3-Chipsatz. Die vier Prozessorkerne arbeiten mit 1,5 GHz Taktfrequenz, zusätzlich gibt es einen fünften, besonders energieffizienten Core, der bei geringer Rechenlast oder einfachen Hintergrundaufgaben einspringt, um die Akkulaufzeiten auf dem Niveau von Dual-Core-Chips zu halten. Der Arbeitsspeicher ist wie bei fast allen aktuellen Oberklasse-Smartphones 1,0 GByte groß. Das 4,7 Zoll (beziehungsweise 11,9 Zentimeter) große Display hat ein hochwertiges IPS-Panel und löst mit der HD-Ready-Einstellung 1280x720 Pixel im Querformat auf.

Der interne Speicher des LG Optimus 4X HD fasst 16 GByte Speicherplatz und lässt sich per Micro-SD-Karten erweitern. Als Betriebssystem hat der Hersteller Android 4.0.3 aufgespielt, allerdings auch gleich angekündigt, das Update auf die aktuelle Version 4.1 nicht vor 2013 zu veröffentlichen. Für ein Tegra-3-Smartphone ist das LG P880 Optimus 4X HD mit Preisen ab knapp 410 Euro dennoch sehr günstig.

Update 15. Juli 2013: In den letzten zwei Jahren hat sich die Qualität von Smartphones deutlich erhöht, während viele ältere Modelle noch immer erhältlich sind. Deshalb haben wir das LG P880 Optimus 4X HD nach den aktuellen Maßstäben neu bewertet, auch um die Platzierung in der Smartphone-Bestenliste im Einkaufsführer zu korrigieren.

LG P880 Optimus 4X HD : LG verkauft das P880 Optimus 4X HD in zwei Farben.

Schwarz
LG verkauft das P880 Optimus 4X HD in zwei Farben.

Hardware

Der Tegra-3-Chipsatz von Nvidia ist der Antrieb des LG-Smartphones und besteht aus normalen ARM-Kernen sowie einem Geforce-Grafikchip. Außer im LG P880 Optimus 4X HD steckt der Tegra 3 unter anderem im HTC One X (ab 470 Euro) und im Tablet Google Nexus 7 . Die vier Hauptkerne takten mit jeweils 1,5 GHz, der fünfte, so genannte Battery-Saver-Core vermutlich deutlich langsamer (eine offizielle Herstellerangabe gibt es nicht). Der fünfte Kern kommt immer dann zum Einsatz, wenn das Gerät nur wenig Rechenleistung benötigt, etwa im Stand-By-Modus und verringert so den Energieverbrauch.

Betriebssystem und Nutzer teilen sich auf dem LG Optimus 4X HD einen 16 GByte großen internen Speicher. Nach dem Auspacken stehen im Test 12,26 GByte zur Verfügung. Wenn das nicht ausreicht, nimmt das Optimus 4X HD eine Micro-SD-Speicherkarte mit bis zu 64 GByte Kapazität auf – was leider zunehmend Seltenheitswert hat. Das HTC One X und auch das Samsung Galaxy Nexus bieten diese Möglichkeit nicht.

LG P880 Optimus 4X HD : Zum Testzeitpunkt ist Nvidias Tegra 3 der schnellste Smartphone-Prozessor. Zum Testzeitpunkt ist Nvidias Tegra 3 der schnellste Smartphone-Prozessor. Spiele profitieren vom Tegra-Chipsatz, vor allem, wenn sie dafür optimiert sind. Riptide GP etwa, ein Rennspiel im Stil von Waveracer, zeigt auf neben zusätzlichen Details auch Spiegelungen oder Wasserspritzer an. Inzwischen sind die eine ganze Reihe von Android-Spielen für Tegra optimiert, darunter auch Max Payne oder GTA 3.

Ins Internet gelangen wir mit dem LG P880 Optimus 4X HD per UMTS und HSPA+, je nach Ausbaustufe des Mobilfunknetzes sind theoretisch bis zu 21 Mbit/s möglich. WLAN-Netzwerke unterstützt das Optimus 4X HD in allen gängigen Standards (802.11 b/g/n). Anders als etwa das Sony Xperia P kann das LG-Smartphone sogar im 5-GHz-Band funken, das von den meisten aktuellen Routern und Access Points angeboten wird und deutlich weniger überfüllt ist als das gängige 2,4-GHz-Band.

Zudem beherrscht das LG P880 Optimus 4X HD Bluetooth 4.0 LE. Die Erweiterung »LE« steht für »Low Energy«, also Niedrigenergie. Der Standard ist abwärtskompatibel und kann innerhalb von wenigen Millisekunden eine Verbindung aufbauen. Der größte Vorteil ist aber, dass Bluetooth 4.0 LE einen Bruchteil des Stroms anderer Bluetooth-Standards benötigt.

Mit der Nahfunk-Technik NFC kann das LG Optimus 4X HD Daten zwischen zwei Geräten auf kurze Distanz tauschen. Das klappt etwa zwischen zwei NFC-Smartphones, etwa mit der App Android Beam, oder auch zwischen Smartphone und so genannten Tags. Die Tags sind im Grunde Aufkleber mit einer elektronischen Komponente: Wenn das Smartphone einen entsprechenden Tag scannt, kann es die damit verbundenen Aktionen ausführen. LG liefert zwei Tags mit, die verschiedene Einstellungsprofile laden, aber sich auch mit neuen Anweisungen beschreiben lassen (die passende App heißt LG Tag+). Im Test empfinden wir die Tags als nettes Gimmick, aber kein wirkliches Kaufargument.

Nvidia Tegra 3