LG P990 Optimus Speed

Smartphones   |   Datum: 22.07.2011
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LG P990 Optimus Speed im Test

Geforce-Smartphone mit Nvidia Tegra 2

LG will mit dem Optimus Speed vor allem Gamer ansprechen, helfen soll dabei der Tegra 2 Chipsatz von Nvidia. GameStar hat Smartphone und Spieleauswahl getestet.

Von Moritz Jäger |

Datum: 22.07.2011


Zum Thema » Android Market vs. App Store » Smartphone-Betriebssysteme » Tipps und Tricks für Android LG gebührt die Ehre, das erste Smartphone mit Nvidias Tegra-Grafikchip und Dual-Core-Prozessor auf den Markt gebracht zu haben. Inzwischen ist LG bei den Dual-Core-Prozessoren nicht mehr allein, wie etwa das Samsung Galaxy S II in unserem Test demonstriert hat. Zudem will scheinbar auch Apple demnächst nachziehen, zumindest wenn etwas an den Gerüchten dran ist. Doch das ist Zukunftsmusik: Das LG Optimus Speed ist bereits im Handel und kostet zum Testzeitpunkt um die 350 Euro.

Die Kombination aus Dual-Core-CPU und Tegra-2-Grafikprozessor ist aber nach wie vor eine Seltenheit. Chiphersteller Nvidia vereint damit eine den Geforce-Grafikkarten verwandten Grafikchip mit einem ARM-Dual-Core. Technisch liegt Tegra 2 zwar noch weit hinter aktueller DirectX-11-Hardware, für fortgeschrittene Handheld-Spiele in 3D genügt die Leistung aber allemal.

LG P990 Optimus Speed : Das Tegra-2-Innenleben soll das LG P990 Optimus Speed Spielern schmackhaft machen. Das Tegra-2-Innenleben soll das LG P990 Optimus Speed Spielern schmackhaft machen.

Hardware

LG setzt bei der Dual-Core-Architektur auf die Tegra-2-Plattform von Nvidia, einem System-on-a-chip (Soc)auf ARM-Basis. Nvidia integriert GPU, Northbridge, Southbridge und Speicher-Controller in einem Baustein, was sich vor allem in der Leistung positiv auswirken soll. Im Falle des LG P990 Optimus Speed kommt mit Tegra 2 die zweite Generation zum Einsatz. Das bedeutet konkret: Die CPU ist ein Dual-Core, getaktet mit 1.000 MHz, dem 512 MByte Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Damit zieht das Optimus Speed mit dem aktuellen iPhone und dem Sony Ericsson Xperia Play gleich, bleibt aber hinter dem Samsung Galaxy S II und dem HTC Desire S zurück.

Praktisch: Neben dem Telefonspeicher (1,1 GByte frei für den Nutzer) hat der Hersteller 8,0 GByte zusätzlichen Speicher in das Smartphone integriert. Dieser ist fest verdrahtet, lässt sich also nicht entfernen oder erweitern. Damit hat LG ein Problem gelöst, dass beispielsweise das Sony Ericsson Xperia Play plagt: Viele Spiele lassen sich aufgrund von digitalem Rechtemanagement nicht immer auf die Speicherkarte auslagern. Im Optimus Speed sind 5,5 von den 8,0 GByte verfügbar, sodass zumindest für einige Spiele genug Platz vorhanden ist. Zusätzlich verfügt das Smartphone über einen Speicherkarten-Slot für Micro-SD-Karten, der maximal 32-GByte-Speicherkarten unterstützt.

Die übrige Hardware entspricht dem aktuellen Standard: UMTS, HSDPA und HSUPA sorgen für schnellen mobilen Zugriff aufs Internet, im WLAN funkt das Smartphone per 802.11n. Das Display bietet eine Diagonale von vier Zoll, die Auflösung liegt bei 480x800 Pixeln – ebenfalls Durchschnitt bei aktuellen Smartphones.

Software und Oberfläche

Eine Sache stört uns am LG Optimus Speed besonders: Das Smartphone verwendet noch Android 2.2, Codename Froyo. Damit liegt es eine komplette Generation hinter den anderen getesteten Smartphones, die auf die aktuelle Version 2.3 (Gingerbread) setzen. Beispielsweise bringt Gingerbread eine native Unterstützung für eine Zweitkamera auf der Vorderseite mit. LG hat diese Funktion für FroYo selbst nachgerüstet, ein Update auf die aktuelle Version hätte diese Workarounds aber obsolet gemacht. Darüber hinaus bietet Gingerbread nämlich auch eine deutlich verbesserte Benutzerführung, optimierte Energiesparfunktionen und zahlreiche Verbesserungen für Spieleentwickler. Warum LG und Nvidia auf diese wichtigen Funktionen verzichten, ist uns schleierhaft.

Tegra Zone

LG baut, wie viele andere Hersteller, seine eigene Oberfläche für Android. Käufer bekommen sieben virtuelle Arbeitsflächen, auf denen sich Widgets und Verknüpfungen ablegen lassen. Die Oberfläche erinnert stark an TouchWiz von Samsung. Auch hier sind obligatorische Widgets, etwa eine Uhr oder die Wettervorhersage vorinstalliert. Alles in allem wirkt das System aber nicht so rund wie bei HTC Sense.

Zudem macht sich immer wieder der Froyo-Unterbau bemerkbar: Im Test kam es desöfteren vor, dass unser Smartphone eine »Gedächtnissekunde« einlegt, bevor eine Anwendung ausgeführt wird. Das tritt keineswegs immer ein, aber oft genug, um im Praxisbetrieb störend aufzufallen. Positiv ist dagegen das große Paket an vorinstallierten Apps. Dazu gehört beispielsweise die Sicherheits-Software von F-Secure oder die Augmented-Reality-App Layar.

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Avatar Feschpa-Willi
Feschpa-Willi
#1 | 22. Jul 2011, 09:20
ich versteh die ganzen Handytests immer noch nicht. Wieso macht ihr das?
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Avatar thrawnjan
thrawnjan
#2 | 22. Jul 2011, 09:25
Naja, kam nicht gestern die Nachricht dass der Konsolenmarkt nur noch 40% ausmacht. Irgendwann muss ja auch die GameStar neue Maerkte erschliessen. Ich fuehle mich wie in "Midnight in Paris", ich will die gute alte Zeit zurueck! :)

P.S.: "Die optisch ansehnlichen Rennen ruckeln zu keinem Zeitpunkt nicht." Das schafft auch der Gameboy mit Crysis.
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Avatar itisalive
itisalive
#3 | 22. Jul 2011, 09:27
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Archy-inf
Archy-inf
#4 | 22. Jul 2011, 09:29
Ein update von 2.2.1 auf 2.2.2 gabs immerhin schon.
Würd aber jedem empfehlen CyanogenMod (gingerbreed) draufzupacken, seid dem läufts absolut flüssig. Die LG Firmware lief bei weitem nicht so rund.
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Avatar Gamegc
Gamegc
#5 | 22. Jul 2011, 09:49
Zitat von Feschpa-Willi:
ich versteh die ganzen Handytests immer noch nicht. Wieso macht ihr das?


Warscheinlich is denen langweilig^^
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Avatar DrProof
DrProof
#6 | 22. Jul 2011, 10:12
hm in Foren kriegt man leider auch mit das das Optimus Speed ein mieses Display hat und Schmutz in das Gehäuse eindringen kann, also Punkto sehr schlechte Verarbeitung.
Der Test hier spricht aber auch andere Probleme an, wodurch ich wohl lieber zum Samsung Galaxy S2 greife... Die jetzigen Vorteile des Tegra 2 sind einfach zu maginal...
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Avatar Daniel Visarius
Daniel Visarius
#7 | 22. Jul 2011, 10:30
Zitat von Feschpa-Willi:
ich versteh die ganzen Handytests immer noch nicht. Wieso macht ihr das?


Weil die Tests viele Leser interessieren und viele auch auf ihrem Smartphone spielen.
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Avatar Einkaufswagen
Einkaufswagen
#8 | 22. Jul 2011, 10:42
...also ich kann mich ja mit dieser ätzenden Android Oberfläche nicht wirklich anfreunden - obwohl die Ähnlichkeit zum iOS überdeutlich ist, wirkt das ganze irgendwie viel unaufgeräumter und unruhiger, die Bedienung "flutscht" ebenfalls nicht so wie auf dem iPhone - Schade eigentlich, denn das ist so ziemlich der einzige Grund, warum ich nach wie vor das iPhone vorziehen würde...
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Avatar xxLeoxx
xxLeoxx
#9 | 22. Jul 2011, 10:43
Kleiner Fehler auf Seite 2: "ruckeln zu keinem Zeitpunkt nicht." Ansonsten toller Artikel
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Avatar clouds5
clouds5
#10 | 22. Jul 2011, 11:21
Ich finde die android News toll. Haben zwar (noch?) nichts mit spielen zu tun, was zu erwarten wäre, aber najo.
Ich würde gamestar empfehlen auch mal einen Blick auf xda zu werfen und über custom ROMs und Co zu schreiben! Das ist schlussendlich das spannende an android. Ähnlich wie beim PC. Mein android gerät das desireHD läuft nämlich auf Niveau eines dualcore Handys mit übertaktung und custom Firmware! So von wegen android flutscht nicht so wie ios, das ist Quatsch. Das Problem sind meist nur die seltsamen Oberflächen der Hersteller und, dass auf xda die besseren Leute sind als bei den grossen Firmen :-D
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