Motorola Razr

Smartphones   |   Datum: 24.02.2012
Seite 1 2 3   Wertung

Motorola Razr im Test

Rückkehr einer Handy-Legende

Statt eines Klapp-Handys steckt diesmal ein Android-Smartphone im schmalen Gehäuse. Im Test des kevlarbeschlagenen Motorola Razr prüfen wir, ob der Reboot gelungen ist.

Von Moritz Jäger |

Datum: 24.02.2012


Zum Thema » Samsung Galaxy Nexus im Test Riesen-Smartphone mit Android 4.0 » Apple iPhone 4S im Test Teures High-End-Smartphone Das Motorola Razr zählt bis heute zu den bis meistverkauften Mobiltelefonen überhaupt. Offiziell wurden sieben verschiedene Gerätegenerationen entwickelt (eine davon konnte sich sogar mit iTunes abgleichen), dazu kamen zahlreiche Sonderversionen. Erst der Aufstieg der Smartphones bremste das legendäre Klapphandy ein. Motorola verwendet den Namen nun für ein sein neues Spitzenmodell auf Android-Basis: Das Motorola Razr soll in einer Liga mit anderen High-End-Androiden spielen. Die Preisgestaltung spiegelt das wieder – momentan kostet das Gerät je nach Händler mindestens 420 Euro.

Die technischen Daten des Motorola Razr sind auf der Höhe der Zeit: Der 1,2 GHz schnellen Dual-Core-CPU steht 1,0 GByte RAM zur Seite. Dazu kommen 16 GByte interner Speicher, Unterstützung für HDMI und MicroSD-Speicherkarten, ein 4,3 Zoll großes Display mit 540x960 Pixeln. Das Smartphone steckt in einem schmalen Gehäuse, das durch seine Kevlar-Rückseite besonders leicht und stabil sein soll. Im Test schlägt sich das Smartphone gut, allerdings scheint Motorola eine seltsame Kooperation mit dem Springer-Verlag eingegangen zu sein.

Motorola Razr : Gegenüber anderen High-End-Androiden punktet das Motorola Razr mit einer umfangreichen Ausstattung, läuft derzeit aber nur mit der älteren 2er-Version des Google-Betriebssystems. Wie einige andere aktuelle Smartphones erfordert auch das Razr eine Micro-SIM-Karte. Gegenüber anderen High-End-Androiden punktet das Motorola Razr mit einer umfangreichen Ausstattung, läuft derzeit aber nur mit der älteren 2er-Version des Google-Betriebssystems. Wie einige andere aktuelle Smartphones erfordert auch das Razr eine Micro-SIM-Karte.

Hardware

Motorola setzt beim Razr-Neuanfang auf aktuelle Hardware. Wie bereits erwähnt arbeitet im Inneren ein Dual-Core-Prozessor mit 1,2 GHz. Als Chipsatz verwendet Motorola ebenso wie Samsung beim Galaxy Nexus den OMAP 4430 von Texas Instruments, in der Praxis merken Nutzer aber keinen Unterschied zu Qualcomm-Geräten. Positiv bemerkbar machen sich im Test aber der große Arbeitsspeicher sowie der üppige interne Speicher. Das Razr verfügt über 1,0 GByte RAM und liegt damit mit dem aktuellen Google-Vorzeigehandy Galaxy Nexus gleich auf. Zum Razr vergleichbare Geräte wie das HTC Sensation XL oder das Sony Ericsson Xperia Arc S bieten mit 768 beziehungsweise 512 MByte deutlich weniger.

Motorola Razr : Das Razr ist 0,7 Zentimeter flach. Das Razr ist 0,7 Zentimeter flach. Beim internen Speicher übertrifft Motorola die Konkurrenz bei weitem: Das Razr verfügt über 16 GByte internen Speicher, zwölf davon sind frei verfügbar (die restlichen vier enthalten das Betriebssystem und vorinstallierte Apps). Motorola teilt den Speicher aber weiter auf: 8,0 GByte sind für eigene Dateien wie Videos und Musik gedacht. Die übrigen 4,0 GByte fungieren als Systemspeicher zur Verfügung, in dem Apps abgelegt werden – selten hatten wir im Test so viel Platz für Anwendungen. Im Alltag bedeutet das, dass sich das Smartphone selbst mit vielen installierten Applikationen nicht über zu wenig Systemspeicher beschwert. Darüber hinaus lässt sich der Speicher über eine Micro-SD-Karte um bis zu 32 GByte erweitern. Das Apple iPhone 4S speichert mit je nach Ausstattung bis zu 64 GByte aber noch deutlich mehr Daten.

Das Motorola Razr kann sich außerdem beim WLAN von der Konkurrenz absetzen: Es unterstützt kabellose Netzwerke nach dem 802.11 b/g/n-Standard. Wo aber die meisten Smartphones nur im 2,4-GHz-Band funken, unterstützt das Razr auch das deutlich weniger frequentierte 5-GHz-Band. Mit Bluetooth 4.0 ist zudem die aktuellste Versions des Kurzdistanzfunkstands an Bord. Für mobile Internetverbindungen im 3G-Netz unterstützt das Smartphone HSDPA, HSUPA und HSPA+. Trotz des schmalen Designs hat Motorola einen regulären Type-C-HDMI-Anschluss eingebaut, der einem Micro-USB-Anschluss ähnelt. Passende Kabel und Adaoter sind deutlich günstiger als bei dem von Samsung bevorzugten MHL-Anschluss.

Motorola Razr : Wie die meisten aktuellen Geräte bringt das Razr zwei Kameras mit: Auf der Rückseite ist eine 8 Megapixel-Kamera, die zusätzlich Videos mit 1080p aufnimmt.

Originalaufnahme
Wie die meisten aktuellen Geräte bringt das Razr zwei Kameras mit: Auf der Rückseite ist eine 8 Megapixel-Kamera, die zusätzlich Videos mit 1080p aufnimmt.

Display und Handling

Der kapazitive Super-AMOLED-Touchscreen hat eine Bildschirmdiagonale von 4,3 Zoll (umgerechnet 10,9 cm) und löst mit 540 mal 960 Pixeln auf. Damit liegt die Pixeldichte mit 256,7 dpi über der des Samsung Galaxy S2 , aber unterhalb vom iPhone 4S und dem Galaxy Nexus, bei denen aus normaler Entfernung keine Pixel mehr zu erkennen sind. Die Darstellungsqualität ist im Test dennoch sehr gut: Inhalte werden scharf dargestellt, und die Blickwinkel sind der Display-Technik entsprechend weit. Lediglich bei direkter Sonneneinstrahlung lassen sich die Inhalte schwer erkennen. Anders als die Konkurrenz umgibt Motorola den eigentlichen Bildschirm mit einem Rahmen. Dadurch wird das Smartphone zwar ein wenig größer, im Gegenzug können wir das Smartphone bequem mit beiden Händen halten, ohne dass die Finger auf dem Bildschirm liegen.

In einigen Tests wurde die Sprachqualität bemängelt, allerdings konnten wir das mit unserem Gerät nicht nachvollziehen – wir konnten uns stets gut mit dem Gegenüber verständigen. Der 1780 mAh große Akku ist fest im Gerät verbaut und lässt sich dementsprechen nicht auf eigene Faust ersetzen. Das Handy liegt damit in einer ähnlichen Leistungsklasse wie etwa das Samsung Galaxy Nexus. Im Test mussten wir das Motorola Razer je nach Nutzung erst nach etwa zweieinhalb Tagen wieder an die Steckdose hängen. Wenn Stromfresser wie 3G, WLAN oder Bluetooth abgeschaltet und die Display-Helligkeit herunterregelt werden, läuft das Smartphone sogar noch länger.

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Avatar hubigan
hubigan
#1 | 24. Feb 2012, 15:29
Stromfresser 3G?? ich dachte hsdpa und hsdpa+ sind die Stromfresser??
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Avatar Dr. Jekyll
Dr. Jekyll
#2 | 24. Feb 2012, 20:08
Die Konkurrenz aus dem Hause Samsung ist das Galaxy S2, auf das hier leider überhaupt nicht eingegangen wird. Auch weiß ich nach dem Test nicht wirklich, warum das Galaxy Nexus besser oder das 4S schlechter abschneidet, die Bewertung wirkt dadurch sehr willkürlich. Folgender Satz ist für mich auch absolut unverständlich:

Zitat von :
Spätestens wenn das Update auf Android 4.0, Ice Cream Sandwich, zum Download bereits steht, dürfte das Razr in der Oberklasse der Android-Smartphones mitspielen.


Warum ist Android 4.0 die Voraussetzung dafür, dass das Razr zur Oberklasse gehört? Gibt's dann derzeit nur ein Oberklassesmartphone mit Android, nämlich das Nexus? Oberklasse bedeutet für mich herausragende Geschwindigkeit und Verarbeitung, was hier ja nun absolut gegeben ist.

Der Test ist wahrlich nicht das Gelbe vom Ei.
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Avatar derRusse
derRusse
#3 | 25. Feb 2012, 08:49
hatte es mal in einem media markt in der hand, ist sehr hochwertig, aber wenn ich schon in der preisklasse ein smartphone kaufe, dann lege ich 50€ drauf und nehme gleich nexus.
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Avatar Ysanne
Ysanne
#4 | 25. Feb 2012, 09:18
Ich habe mein Razr geliebt, vor allem wegen dem Design. Die Tastatur war große Klasse (nicht zum Tippen, aber zum gucken).

Für ein Smartphone ist es recht schick - große Designvielfalt ist beim Smartphone nun mal nicht drin, ohne es unnötig aufzublähen. Es ist nun mal ein Touchscreen mit etwas Gehäuse drum rum.

Dennoch finde ich es eine Überlegung wert. Mein derzeitiges Galaxy muss noch etwas durchhalten und ich fürchte, dass wenn es den Geist aufgibt der Markt das derzeitige Razr wieder überholt hat. Also für mich leider kein neues Razr derzeit.

Dennoch, ich gehöre durchaus zu denen die Geräte nach Aussehen kaufen (<3 Acer Aspire one 722 in blau) und das Handy schaut wirklich gut aus.
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Avatar Rakyr
Rakyr
#5 | 25. Feb 2012, 09:48
Mich stört am Test nur dass kein Wort über die Kamera verloren wird, auf den Fotos ist eine zu sehen.
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Avatar Vögelchen
Vögelchen
#6 | 25. Feb 2012, 10:07
Vorinstalliere und nicht entfernbare Bild-App.. ohne Worte. Der Untergang des Abendlandes steht also wirklich bevor. :(
Zitat von Rakyr:
Mich stört am Test nur dass kein Wort über die Kamera verloren wird, auf den Fotos ist eine zu sehen.

Seite 1:"Wie die meisten aktuellen Geräte bringt das Razr zwei Kameras mit: Auf der Rückseite ist eine 8 Megapixel-Kamera, die zusätzlich Videos mit 1080p aufnimmt."

Was will man da noch mehr sagen? Handykameras sind doch alle mehr oder weniger gleich. Relativ große Blende, Festbrennweite, beschissene ISO-Werte und komische Auto-Funktionen. Der kleine Chip versaut die Bilder, egal wie gut die Voraussetzungen dank der ersten zwei Punkte sind.
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Avatar PumPumGanja
PumPumGanja
#7 | 25. Feb 2012, 11:12
Nie wieder Motorola... hab das Milestone, was seit dem Update auf 2.2.1 der letzte Rotz ist/war (ohne CyanogenMOD & Co is man da aufgeschmissen).

http://www.android-hilfe.de/motorola-miles tone/88268-froyo-2-2-sammelthread-fehler-frage n-bitte-lesen.html
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Avatar Kalle21
Kalle21
#8 | 25. Feb 2012, 11:59
Ich finde es zu leicht, genauso wie das SII.
Man hat da einfach nichts in der Hand, die Größe entspricht einfach nicht dem Gewicht...
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Avatar iCookin
iCookin
#9 | 25. Feb 2012, 13:08
das hat nichts mit razr zutun die haben nur den namen genommen damit man drauf aufmerksam wird, wie erbärmlich

hässlich ist es auch, irgendwie kann keiner ausser apple schöne handys bauen
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Avatar Corvi
Corvi
#10 | 25. Feb 2012, 13:08
kann mir nicht vorstellen, dass motorola es wieder so verkacken wird mit den updates, denn sie wurden (werden?) ja von google selbst aufgekauft und haben damit alle kompetenzen in reichweite.
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