Creative Soundblaster Z

Soundkarten   |   Datum: 23.12.2012
Seite 1 2 3   Wertung

Creative Soundblaster Z im Test

Klingt besser als Soundblaster Recon 3D

Die Creative Soundblaster Z soll deutlich besser klingen als die technisch eng verwandte Recon 3D. Im Test hören wir der Creative Soundblaster Z bei Spielen, Musik und Filmen genau zu.

Von Florian Klein |

Datum: 23.12.2012


Zum Thema » Creative Soundblaster Recon 3D im Test Soundkarte für Headset-Spieler Mit der Creative Soundblaster Z bekommen PC-Spieler wieder etwas mehr Auswahl, wenn es um die geeignete Soundkarte für das Lieblings-Hobby geht. Denn Creative richtet die Soundblaster Z konsequent auf Spieler aus und bietet vor allem für Headset-Nutzer nützliche Funktionen.

Auch wer gerne Musik hört und Filme schaut, soll mit der Soundblaster Z auf seine Kosten kommen. Dabei ist die Soundblaster Z trotz des Namens technisch keine Neuentwicklung, sondern annähernd identisch zur bereits seit Frühjahr 2012 erhältlichen Creative Soundblaster Recon 3D . Der Soundcore 3D genannte Soundchip steckt auf beiden Platinen, allerdings bietet die Soundblaster Z die auf dem Papier besseren Analog/Digital-Wandler und sollte daher auch besser klingen – ob die theoretischen Unterschiede tatsächlich hörbar sind, überprüfen wir im Test der Creative Soundblaster Z.

Creative Soundblaster Z : Der Soundchip der Soundblaster Z ist identisch zur Soundblaster Recon 3D, dank hochwertigerer Wandler klingt die Soundblaster Z aber besser. Der Soundchip der Soundblaster Z ist identisch zur Soundblaster Recon 3D, dank hochwertigerer Wandler klingt die Soundblaster Z aber besser.

Die Creative Soundblaster Z soll in drei Versionen erscheinen: als Soundblaster Z inklusive separatem Tischmikrofon für etwa 90 Euro (bereits erhältlich). Dann als Soundblaster Zx für etwa 150 Euro (noch nicht erhältlich), der zusätzlich zum Mikrofon noch eine Tischfernbedienung mit Headset-Anschlüssen und Lautstärkeregler beiliegt. Und schließlich als etwa 250 Euro teure Soundblaster ZxR, die nochmals verbesserte Wandler und Vorverstärker besitzt, dazu aus dem Hifi-Bereich bekannte 6,3- statt der üblichen 3,5-mm-Klinkenanschlüsse und eine separate Platine für die Eingänge – ein Test der Soundblaster ZxR folgt in Kürze.

Bei deutschen Händlern gibt es bereits die Soundblaster Z für 75 Euro als Bulk-Version ohne Zubehör, also ohne das Mikrofon. Außerdem scheint der Bulk-Variante das Abschirmblech zu fehlen und die Kondensatoren sehen Fotos zufolge auch anders als bei der regulären Soundblaster Z aus – ob Sie genauso klingt, wie die hier getestete Platine, ist also unklar.

Creative Soundblaster Z : Das Tischmikrofon mit Richtcharakteristik liegt allen Soundblaster-Z-Modellen bei, nur der abgespeckten Bulk-Version nicht.

Tischmikrofon
Das Tischmikrofon mit Richtcharakteristik liegt allen Soundblaster-Z-Modellen bei, nur der abgespeckten Bulk-Version nicht.

Besserer Sound

Sowohl Soundblaster Z als auch Soundblaster Recon 3D verwenden den »Soundcore 3D« genannten Soundchip, eine Eigenentwicklung von Creative. Bei der Recon 3D allerdings stecken in dem Mini-Chip nicht nur vier DSPs (»Digital Signal Processors«), also die auf verschiedene Klangbearbeitungsaufgaben spezialisierten Einheiten, sondern auch der für Aufnahmen gedachte Analog-Digital-Wandler sowie der für die Klangausgabe zuständige Digital-Analog-Wandler. Letzterer macht aus dem im Soundchip digital berechneten Signal ein analoges, das dann über die Ausgänge der Soundblaster Recon 3D an die Lautsprecher ausgegeben wird. Diese integrierten Wandler sind bei der Recon 3D nicht sonderlich gut, den sogenannten Dynamikumfang, eine Messgröße der Qualität von Digital-Analog-Wandlern, gibt Creative mit lediglich 102 Dezibel an – das liegt auf dem Niveau von etwas besseren Onboard-Soundchips auf Mainboards.

Creative Soundblaster Z : Der Soundcore-3D-Chip (rechts) ist winzig, links daneben sehen Sie die Wandler von Cirrus Logic. Die für das Bild abgeschraubte Plastikkappe (links oben angeschnitten zu sehen) dient nur der Optik, nicht der Wärmeableitung. Der Soundcore-3D-Chip (rechts) ist winzig, links daneben sehen Sie die Wandler von Cirrus Logic. Die für das Bild abgeschraubte Plastikkappe (links oben angeschnitten zu sehen) dient nur der Optik, nicht der Wärmeableitung.

Bei der Soundblaster Z nutzt Creative dagegen separate Wandler außerhalb des Soundcore-Chips. Nach dem Abschrauben des roten Abschirmbleches finden wir auf der Platine einen von Cirrus Logic stammenden D/A-Wandler (CS4389), der immerhin 120 Dezibel Dynamikumfang bietet und Signale intern mit 24 Bit und 192 KHz (wie die Recon 3D) verarbeitet. Dazu kommt zwei separate Vorverstärker (JRC 2114 und JRC 4556A), die für den separaten Kopfhörer/Headset-Ausgang sowie die analogen Ausgänge zuständig sein dürften. Beide Vorverstärker gehören nicht gerade zur Elite ihrer Zunft, genießen aber einen soliden Ruf. Bei der Recon 3D sind auch die Vorverstärker für Kopfhörer und Analogausgänge in den Chip selbst integriert – wir vermuten, dass auch der Soundcore-Chip auf der Soundblaster Z diese integrierten Wandler und Vorverstärker besitzt, diese aber deaktiviert sind – einen eigenen Soundcore-Chip ohne die Wandler und Vorverstärker zu fertigen, wäre wahrscheinlich teurer.

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Avatar Theedee
Theedee
#1 | 23. Dez 2012, 09:49
Da man für gute Hardware eh separate Verstärker braucht und Verstärker lustigerweise genau so viel Kosten wie komplette Receiver kann man für Filme und Musik auch einfach auf die Soundkarte verzichten und das Signal durch den SPDIF-Ausgang der Onboard-Karte schleifen und vom Receiver umwandeln lassen.

Für Spiele oder generell für sowas wie Teufel-Systeme kann man sich ja eine Soundblaster holen, für Hifi ist sie nutzlos.
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Avatar Nuallan
Nuallan
#2 | 23. Dez 2012, 10:07
Nie wieder Creative.
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Avatar steelrat664
steelrat664
#3 | 23. Dez 2012, 10:31
habe sowohl die Recon 3D als auch den Z bereits eingebaut gehabt in meinem System.

beide haben massive Abschirmungsprobleme und haben ein deutlich hörbares Rauschen auf KHs.

Warum testet GS hier nicht mal eine Asus Xonar Phoebus?

ja ich weiss, das Ding hatte zu Start Treiberprobleme, aber die wurden behoben und sogar FW Updates bekommt man von ASUS... was man bei Creative nicht bekommt!
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Avatar Saebelschuetze86
Saebelschuetze86
#4 | 23. Dez 2012, 11:10
"den sogenannten Dynamikumfang, eine Messgröße der Qualität von Digital-Analog-Wandlern, gibt Creative mit lediglich 102 Dezibel an – das liegt auf dem Niveau von etwas besseren Onboard-Soundchips auf Mainboards."

So ein Blödsinn ! Die Dynamik gibt lediglich den Abstand zwischen dem leisesten Ton oberhalb des Grundrauschens und des lautesten Tones der noch halbwegs unverzerrt klingt an. Daher nennt man sie auch Signal-Rauschabstand.

Bei 120 Dezibel bedeutet das, man kann eine Z so laut aufdrehen wie ein startendes Kampfflugzeug (ohne Übersteuerung der Elektronik).

Über die Qualität sagt das gar nichts aus.

Viel sinnvoller wäre es wohl gewesen den Frequenzgang der Karten gegenüberzustellen.
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Avatar mh0001
mh0001
#5 | 23. Dez 2012, 11:22
Wo hier immer "gepresster Klang" hörbar sein soll wegen eines Dynamikumfangs von "nur" 102dB, ist mir schleierhaft. Selbst eine Audio-CD kann maximal einen Dynamikumfang von 96dB haben.

Und dabei sollte klar sein, dass man selbst bei den 96dB einer CD es nicht auf die Reihe bekommt, die auch wirklich zu hören. Steuert man den Pegel so aus, dass man von der maximal erreichten Lautstärke keinen Hörschaden bekommt, ist man schon gar nicht mehr in der Lage, die dann tiefstmöglichen Pegel überhaupt noch zu hören.
Andersherum, also wenn man die Lautstärke so einstellt, dass man den tiefstmöglichen Pegel gerade so noch wahrnimmt, und dann wird der volle Dynamikumfang ausgenutzt, ist es in der Tat so, als würde man sich ein Düsentriebwerk ans Ohr halten. Das wäre dann ein instantaner Hörschaden.
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Avatar König Theoden
König Theoden
#6 | 23. Dez 2012, 11:46
Mittlerweile werden viele Lautsprechersysteme, gerade die guten, per USB-angeschlossen und besitzen sozusagen eine eigene Soundkarte/Digital-Analog Wandler. Diese sind an die Lautsprecher angepasst und meistens eine bessere Lösung.

Siehe:
Nubert Nupro A-10 und A-20
Bose Companion
Teufel THX D500
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Avatar Rollora
Rollora
#7 | 23. Dez 2012, 11:49
Zitat von rob81:
Ihr solltet in jedem Creative Test deren nicht vorhandenen Treiber Support erwähnen. Die haben immer noch keine gescheiten X-FI Treiber für Win8, wo Creatives Konkurrenz bereits zur ersten Beta stramm stand.

Normal baut man alte Hardware ein, startet Windows und alles läuft. Nicht bei Creative.

Habs befürchtet, dass es so ist. Musste meine Audigy 2 ZS auch sehr lange dazu überreden unter Win 7 zu funktionieren (so dass auch das THX Studio Läuft etc).
Für meine nächste Creative hab ich mir vorgenommen, erst dann eine zu kaufen wenn sie nach meinem aktuellen Windows erscheint. Drum hier gleich 2 Fragen:
Sind im Lieferumfang der "Soundblaster Z" bereits Win 8 Treiber?
Und: ich hab ein 7.1 Sorroundsystem, unterstützt das Z nun maximal 5.1 oder auch 7.1? Die Audigy 2 ZS tut nämlich letzteres.
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Avatar Mage
Mage
#8 | 23. Dez 2012, 12:09
Zitat von rob81:
Ihr solltet in jedem Creative Test deren nicht vorhandenen Treiber Support erwähnen. Die haben immer noch keine gescheiten X-FI Treiber für Win8, wo Creatives Konkurrenz bereits zur ersten Beta stramm stand.

Normal baut man alte Hardware ein, startet Windows und alles läuft. Nicht bei Creative.

Wollte ich auch gerade schreiben. Da wird drüber sinniert, ob der Klang etwas gepresst klingt oder irgendein Wert etwas niedriger oder höher ist, aber dass der Treibersupport unter aller S.. ist, darüber wird kein Wort verloren.

Creative Labs hat es schon kaum geschafft, einen stabil laufenden Treiber für Win7 bereit zu stellen, von Win8 gar nicht zu reden. Ich hab zwar meine X-Fi glücklicherweise ohne riesigen Aufwand unter Win8 zum Laufen gekriegt, aber meine Einstellungen (zum Beispiel Equalizer) sind - trotz diverser Tipps von Fans aus dem Internet - nach jedem Neustart wieder weg. Das ist doch für so eine Firma ein Armutszeugnis! Und ich glaube nicht daran, dass das besser wird, nur weil sie ihre Hardware auf eine neue Platine packen.
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Avatar mike81
mike81
#9 | 23. Dez 2012, 12:32
Bitte mal einen Test der Asus Xonars. Nicht dass die Creative Soundkarten hardwaretechnisch schlecht wären, aber quasi nicht vorhandener Treibersupport geht nunmal gar nicht und das ist bei Creative leider Standard.
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Avatar Mish
Mish
#10 | 23. Dez 2012, 12:36
Haben irgend welche anderen Soundkarten einen 3D-Surroundsound für Stereokopfhörer wie die von Creative? Das ist der Grund warum ich eine Creative habe. Habe eine X-fi: Abschirmung ist mies. Treiber sind obermies. Würde also gerne wechseln, aber auf den 3D-Surroundsound will ich nicht verzichten.
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