Intel SSD 510 120 GByte

SSDs   |   Datum: 15.07.2011
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Intel SSD 510 120 GByte im Test

Gut ausgestattete SATA3-SSD

Die Intel SSD 510 beherrscht SATA3, nutzt aber noch die älteren 34-Nanometer-Chips. Im Test muss sich die preislich attraktive 120-GByte-Variante der Intel SSD 510 im Konkurrenzumfeld beweisen.

Von Florian Klein |

Datum: 15.07.2011


Anders als die jüngere Intel SSD 320 (SATA2) besitzt die Intel SSD 510 bereits einen SATA3-Anschluss. Außerdem nutzt sie noch die älteren und in der Fertigung teureren 34-nm-Chips, weshalb die SSD 510 in der 120-GByte-Version auch etwa 2,00 statt 1,50 Euro (SSD 320) pro Gigabyte kostet. Einen Leistungsnachteil bringen 34-nm-Speicherchips im Vergleich zu den neueren 25-nm-Varianten nicht. Neben der getesteten 120-GByte-Variante der SSD 510 verkauft Intel noch ein Modell mit der doppelten Speicherkapazität (240 GByte), der Preis verdoppelt sich dabei ebenfalls.

Intel SSD 510 120 GByte : Die SSD 510 beherrscht SATA3, setzt aber noch auf 34-nm-Speicherchips. Die SSD 510 beherrscht SATA3, setzt aber noch auf 34-nm-Speicherchips.

Wie wir testen

Alle SSDs müssen sich an der SATA3-Schnittstelle des Asus P8P67 Evo R3.0 (Intel P67, Sockel 1155) beweisen, das mit einem Intel Core i7 2600K sowie 4,0 GByte DDR3-RAM ausgestattet ist. Die Messungen führen wir mit dem AS SSD Benchmark des deutschen Programmierers Alexej Schepeljanski durch. Wie schnell eine SSD große zusammenhängende Dateien wie etwa Videos liest und schreibt, gibt die »Sequenzielle Performance« an. Die »Random Performance« verrät die Ergebnisse beim Lesen und Schreiben kleiner, zufällig verteilter Dateien. Dieser Wert ist vor allem beim Booten des Betriebssystems sowie beim alltäglichen Arbeiten mit Windows relevant. Zudem gibt der Benchmark die durchschnittlichen Zugriffszeiten der SSD an, die vor allem bei vielen parallelen Dateizugriffen die Reaktionsfreudigkeit des Systems beeinflussen können.

Neben diesen synthetischen Messungen kommt auch die Praxis nicht zu kurz und wir notieren die Startzeit des PC – vom Drücken des Power-Knopfes über die Bios-Initialisierung bis zum vollendeten Start von Windows 7 inklusive Steam-Client, Viren-Scanner und einigen Sidebar-Gadgets. Das ist praxisnäher als nur die reine Windows-Ladezeit von der (SSD-)Festplatte anzugeben. Außerdem messen wir die Ladezeiten eines Crysis -Levels sowie einer großen Stadt in Anno 1404 . Zum Vergleich haben wir mit der Seagate Barracuda XT auch eine schnelle herkömmliche Festplatte mit 2,0 TByte, 7.200 U/Min und SATA3-Schnittstelle die Benchmarks durchlaufen lassen. Bei den Zugriffszeiten haben wir die Barracuda XT allerdings außen vorgelassen, da sie mit durchschnittlich 16,46 Millisekunden beim Lesen und 2,46 ms beim Schreiben um Größenordnungen länger braucht als die SSDs mit Zugriffszeiten unter 1,0 ms und so das Balkendiagramm sprengen würde.

Benchmarks

Intel SSD 510 120 GByte :

Sequenzielle Performance

Wie bei der OCZ Vertex 3 macht sich der SATA3-Anschluss der SSD 510 vor allem bei der Übertragung großer zusammenhängender Dateien bemerkbar: 418,4 MByte/s beim Lesen bedeuten Platz 2 hinter der OCZ Vertex 3 für die SSD 510 und liegen deutlich vor den SATA2-SSDs mit maximal um die 260 MByte/s. Auch 198,5 MByte/s beim sequenziellen Schreiben sind ein guter Wert, allerdings liegen manche SATA2-SSDs wie die Intel SSD 320 noch etwas darüber und die SSD 510 profitiert, anders als beim sequenziellen Lesen, nicht von der erhöhten SATA3-Bandbreite. Ebenfalls keine Vorteile bringt SATA3 beim Lesen und Schreiben kleiner, zufällig über die SSD verteilter Dateien (Random Performance). Mit 18,5 MByte/s beim Lesen und 38,8 MByte/s beim Schreiben siedelt sich die SSD 510 bei der Random Performance im oberen Mittelfeld des Konkurrenzumfeldes an. Noch etwas besser schneidet die SSD 510 bei den mittleren Zugriffszeiten ab: 0,20 Millisekunden beim Lesen und 0,9 ms beim Schreiben geben keinen Anlass zur Klage.

Intel SSD 510 120 GByte :

In den Praxistests zeigt sich aber wiederum, dass die SATA3-Schnittstelle weder beim Starten von Windows noch beim Laden eines Spiels oder Speicherstandes relevante Vorteile bringt. Die SSD 510 lädt unseren Crysis-Spielstand zwar am schnellsten in nur 30,0 Sekunden, die anderen SSDs liegen aber höchstens ein bis zwei Sekunden dahinter – ein in der Praxis irrelevanter Vorsprung. Unter dem Gesichtspunkt des alltäglichen Umgangs mit Ihrem PC bringt SATA3 momentan also keine spürbaren Vorteile und Sie können problemlos auch zu den günstigeren SATA2-Vertretern greifen.

Ausstattung

Intel SSD 510 120 GByte : Ein 3,5-Zoll-Einbaurahmen befindet sich im Lieferumfang. Ein 3,5-Zoll-Einbaurahmen befindet sich im Lieferumfang. Technik und Ausstattung der SSD 510 bewegen sich Intel-typisch wie bei der SSD 320 auf sehr hohem Niveau. Wie die SSD 320 bringt auch die SSD 510 das umfangreiche und gut zu bedienende Software-Tool mit Klon- und Secure Erase-Funktion zum sicheren Löschen aller gespeicherten Daten mit. Zudem legt Intel der SSD 510 einen 3,5-Zoll-Rahmen zum Einbau in PC-Gehäuse bei, die keinen 2,5-Zoll-Schacht (Notebook-Formfaktor) besitzen. Im Vergleich mit der SSD 320 ist die SSD 510 trotz der in den theoretischen Benchmarks schnelleren Transferleistung insgesamt zu teuer.

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Avatar bushstinkt
bushstinkt
#1 | 15. Jul 2011, 17:15
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Phorgath
Phorgath
#2 | 15. Jul 2011, 18:00
Liebes Hardware-Team, offenbar lest ihr die Kommentare nicht.

Es wurde schon öfters erwähnt: Es wäre schön, wenn ihr die getestete Hardware optisch hervorheben könntet. Ohne geht (zumindest bei mir) die Übersicht flöten. Wäre schön wenn ihr das in Zukunft berücksichtigen könntet.
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Avatar Daniel Visarius
Daniel Visarius
#3 | 15. Jul 2011, 18:08
Zitat von Phorgath:
Liebes Hardware-Team, offenbar lest ihr die Kommentare nicht.

Es wurde schon öfters erwähnt: Es wäre schön, wenn ihr die getestete Hardware optisch hervorheben könntet. Ohne geht (zumindest bei mir) die Übersicht flöten. Wäre schön wenn ihr das in Zukunft berücksichtigen könntet.


Hallo,

wir lesen die kommentare, keine sorge. auf wenn uns das nicht gefällt, wir haben trotz längerer recherche noch keinen weg gefunden, in ms office nur einen teil einer achsenbeschriftung anders zu formatieren, um eben diese sinnvolle hervorhebung durchzuführen.
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Avatar Plumbumm
Plumbumm
#4 | 15. Jul 2011, 19:26
hmm naja preislicher rahmen ist ansichts sache, aber die intel die ich bisher nutze (1,5 jahre alt) macht ihren job auch gut. Meine nächste ssd muss 240-256gb haben, naja gut das die teile mit der zeit billiger werden.
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Avatar Invyr
Invyr
#5 | 15. Jul 2011, 19:42
Zitat von Daniel Visarius:


Hallo,

wir lesen die kommentare, keine sorge. auf wenn uns das nicht gefällt, wir haben trotz längerer recherche noch keinen weg gefunden, in ms office nur einen teil einer achsenbeschriftung anders zu formatieren, um eben diese sinnvolle hervorhebung durchzuführen.


ladet ihr die diagramme nicht als bild hoch? wenn ja macht doch einfach nen roten punkt davor würde die übersicht schon enorm fördern.
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Avatar Pete Horny
Pete Horny
#6 | 15. Jul 2011, 19:44
Zitat von Daniel Visarius:


Hallo,

wir lesen die kommentare, keine sorge. auf wenn uns das nicht gefällt, wir haben trotz längerer recherche noch keinen weg gefunden, in ms office nur einen teil einer achsenbeschriftung anders zu formatieren, um eben diese sinnvolle hervorhebung durchzuführen.


Färbt doch einfach die Säulen der getesteten Hardware anders ein. Rechtsklick auf die entsprechende Säule -> "Datenpunkt formatieren" und nach Herzenslust anders färben.

Hier mal ein kleines Beispiel:
http://www.ktownpower.de/Bilder/Diagramm.j pg
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Avatar saschar
saschar
#7 | 15. Jul 2011, 20:33
Zitat von bushstinkt:
In Sachen SSD kommt man an OCZ nicht vorbei, das wurde ja mal wieder eindeutig bewiesen. Und die verschiedenen Vertex 3 Modelle liegen mittlerweile auch im preislich ertragbaren Rahmen!
Da liegst du leider völlig falsch, da nicht nur die seq. Lese Leistung bei irgendwelchen Benchmarks zählt. Crucial und Intel usw. sind nicht nur bei den Verkäufen weit vorne, sondern liefern auch gute Ergebnisse ab und sind eigentlich eher zu empfehlen.

Mim neuen Sandforce Controller gab es von Anfang an Probleme, was machen Corair und andere Hersteller dieser Problemserie ? Sofort zurück und neue SSDs für den Kunden. Was macht OCZ ? Nach unzähligen Beschwerden zur neuen Vortex3 Serie in deren Foren mangelt es an allem. Verständnis, Keine Rückrufaktion, keine Firmewareupdates, gar nichts. Viele nehmen natürlich ihre Gewährleistung in Anspruch, kriegen dann aber wieder die Gurke des selben Typs wenn sie Pech haben. Eigentlich ein Skandal.

Ich hab von OCZ immer viel gehalten, sind wirklich Experten im Speicherbereich, und auch die reine Leistung der Vortex Serie spricht für sich. Aber aktuell OCZ SSDs, nein Danke.

ps; schönes Review sei auch noch gesagt ;)
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Avatar REDxFROG
REDxFROG
#8 | 15. Jul 2011, 23:03
@saschar

Naja außer viel (oder wenig) hören sagen wohl nicht viel dahinter..
Außerdem heisst es "Vertex" Serie nicht Vortex.

Wenn ich das OCZ Forum überfliege ist von deinem Geschwafel keine Spur.
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Avatar gta4player
gta4player
#9 | 16. Jul 2011, 00:00
Ich bin mit meiner Crucial m4 sehr zufrieden. War auch über 40€ günstiger.
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Avatar REDxFROG
REDxFROG
#10 | 16. Jul 2011, 01:09
Zitat von gta4player:
Ich bin mit meiner Crucial m4 sehr zufrieden. War auch über 40€ günstiger.

Wenn man das jetzt auch so Vergleicht:

Intel 510 120GB: 230€ (400MB/s - 210MB/s)
Crucial 128GB: 170€ (415MB/s - 170MB/s)

Und dann gibt es noch eine 64GB Variante von Crucial M4 zu 90€. 415MB/s - 95MB/s

Die Agility3 60GB steht mit 525MB/s - 475MB/s zu 95€ im Laden. Oder Vertex3 120GB 200€ 550MB/s 525MB/s

Das ist mal nur eine kleinere Auswahl mit der man sich schön Kopfzerbrechen machen kann was man am Ende haben will, oder man weiß es schon jetzt.
Geschwindigkeit, also der reine throughput ist nicht ausschließlich maßgeblich. Auch die IOPs sind wichtig.
Den Überblick zu behalten bzw sich über alle diverse SSDs zu informieren dauert etwas, aber vor einem Kauf sollte man sich das antun und nicht einfach blind irgendwas kaufen weil da zB INTEL drauf steht.
Da kann auch schonmal ne Stunde vergehen oder mehr. Jedenfalls finde ich es besser vorher ordentlich recherchieren und dann etwas zu kaufen bevor man hinterher blöd dasteht bzw von anderen Leuten eines besseren belehrt wird.
Gibt ja immer irgendwelche Freunde die sich was kaufen und ich denen hinterher sagen muss das der Markt besseres bietet und warum ich vorher nicht gefragt wurde. Fragen kostet nix.

Bei dem oberen Intel vs Crucial Vergleich wäre es mir klar was ich kaufen würde, natürlich die Crucial. Ob da jetzt ein paar MB/s fehlen ist bei der Geschwindigkeit WIRKLICH völlig egal. Da braucht man nicht auf das etwas schnellere zugreifen nur aus Angst man könnte etwas verpassen. Dem ist nicht so.

Selbst SSDs mit 100 bis 200MB/s arbeiten wirklich verdammt schnell. In der Praxis sind noch schnellere Geschwindigkeiten auch kaum zu sehen, außer man kopiert permanent große Dateien.
Maßgebend sind nämlich bei SSDs die extrem geringen Suchzeiten von <0.1ms, unabhängig von den Schreib/Leseraten.
Der Markt erwartet eben immer schnellere SSDs da nur so Konkurrenzkampf untereinander entsteht. Eine SSD mit 100MB/s ist sozusagen schon um Faktor 10 schneller als eine HD. Mit 500MB/s ist es aber nicht automatisch Faktor 50 da sich der Faktor eher auf die seek times bezieht.
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