Kingston SSD Now V+ 100 96 GByte

SSDs   |   Datum: 20.07.2011
Seite 1 2   Wertung

Kingston SSD Now V+ 100 96 GByte im Test

Günstiger Einstieg in die SSD-Welt

Wer seinen PC möglichst günstig mit einer SSD ausstatten will, dem bietet Kingston mit dem 96-GByte-Modell der SSD Now V+ 100 einen preiswerten Einstieg.

Von Florian Klein |

Datum: 20.07.2011


Kingston SSD Now V+ 100 96 GByte : Trotz des günstigen Preises solide Leistung: SSD Now V+ 100 96 GByte. Trotz des günstigen Preises solide Leistung: SSD Now V+ 100 96 GByte. Für zum Testzeitpunkt 120 Euro erhalten Sie die Kingston SSD Now V+ 100 mit 96 GByte Kapazität in der Bundle-Version mit einiger Zusatzausstattung. Wer nur die nackte SSD will, spart nochmals 10 Euro. Anstatt auf die weit verbreiteten Sandforce-1200-Controller zu setzen, nutzt Kingston bei der SSD Now V+ 100 ein Modell von Toshiba. Die Speicherchips entstammen noch der älteren 34-Nanometer-Generation, die in Bezug auf die Leistung aber nicht schlechter sind als die aktuelleren 25-nm-Chips wie sie etwa die Intel SSD 320 oder die OCZ Vertex 3 verwenden. Neben der 120 Euro teuren 96-GByte-Variante gibt es auch Modelle mit 64 GByte (100 Euro), 128 GByte (180 Euro) und 256 GByte (390 Euro).

Wie wir testen

Alle SSDs schließen wir an der SATA3-Schnittstelle des Asus P8P67 Evo R3.0 (Intel P67, Sockel 1155) an, das mit einem Intel Core i7 2600K sowie 4,0 GByte DDR3-RAM bestückt ist. Als Benchmark nutzen wir den AS SSD Benchmark von Alexej Schepeljanski. Die Lese- und Schreibleistung von großen, zusammenhängenden Dateien wie etwa Videos gibt die »Sequenzielle Performance« an. Unter »Random Performance« sehen Sie die Lese- und Schreibleistung der SSD bei kleinen, zufällig verteilten Dateien, die für das Booten des Betriebssystems sowie beim alltäglichen Arbeiten mit Windows wichtig sind. Dazu kommen die durchschnittlichen Zugriffszeiten der SSD, die vor allem bei vielen parallelen Dateizugriffen die Reaktionsfreudigkeit des Systems beeinflussen.

Neben den reinen Benchmarks bewerten wir aber auch die Praxis und messen die Zeit, die vom Drücken des Power-Knopfes über die Bios-Initialisierung bis zum vollendeten Start von Windows 7 inklusive Steam-Client, Viren-Scanner und einigen Sidebar-Gadgets vergeht. Das ist näher am PC-Alltag als nur die reine Windows-Ladezeit von der (SSD-)Festplatte anzugeben. Außerdem messen wir die Ladezeiten eines Crysis -Levels sowie einer großen Stadt in Anno 1404 . Zum Vergleich haben wir mit der Seagate Barracuda XT auch eine schnelle herkömmliche Festplatte mit 2,0 TByte, 7.200 U/Min und SATA3-Schnittstelle die Benchmarks durchlaufen lassen. Beim Benchmark-Diagramm der Zugriffszeiten haben wir die Barracuda XT aber weggelassen, da sie mit durchschnittlich 16,46 Millisekunden beim Lesen und 2,46 ms beim Schreiben um ein Vielfaches länger braucht als die SSDs mit Zugriffszeiten unter 1,0 ms und damit den Maßstab der Balken sprengen würde.

Benchmarks

Kingston SSD Now V+ 100 96 GByte :

Sequenzielle Performance

Beim Lesen großer, zusammenhängender Dateien (Sequenzielle Performance) kann die Kingston SSD Now V+ 100 bei den populären SATA2-Modellen mit Sandforce-1200-Controller wie etwa der OCZ Vertex 2 oder der Corsair Force 120 mithalten. Im Schnitt 220,5 MByte pro Sekunde liegen knapp unter dem SATA2-Limit, das etwa Intels SSD 320 mit 264,3 MByte/s voll ausreizt. Beim Schreiben großer Dateien übertrifft die Kingston SSD Now V+ 100 die Sandforce-1200-Modelle von Corsair und OCZ mit 202,6 zu 132,6 beziehungsweise 131,5 MByte/s sogar spürbar. Beim Lesen und Schreiben kleiner, zufällig verteilter Dateien (Random Performance) schneidet die Kingston SSD Now V+ 100 zwar insgesamt etwas schlechter ab, kann aber immer noch gut mit den teils wesentlich teureren Konkurrenten wie der Intel SSD 510 mithalten und liegt um Größenordnungen über einer herkömmlichen Festplatte wie der Seagate Barracuda XT (siehe Benchmarks).

Und obwohl die Kingston-SSD in den synthetischen Benchmarks wie etwa den mittleren Zugriffszeiten ab und an das Schlusslicht bildet, ist sie bei den Ladezeiten von Windows 7 und den Spielständen kaum langsamer als die Top-Modelle. Das spricht für den verwendeten Toshiba-Controller, der in realen Anwendungen die teils niedrigen Benchmark-Ergebnisse zumindest teilweise wett machen kann. In Anno 1404 braucht die SSDNow V+100 zwar 14 Sekunden länger, um den Spielstand zu laden als die OCZ Vertex 3 (1m 34s gegen 1m 20s), beim Windows-Start ist sie aber nur irrelevante drei Sekunden langsamer und fast doppelt so schnell wie die Seagate Barracuda XT.

Kingston SSD Now V+ 100 96 GByte :

Ausstattung

Kingston SSD Now V+ 100 96 GByte : Die Ausstattung der Bundle-Version ist für 10 Euro Aufpreis umfangreich. Die Ausstattung der Bundle-Version ist für 10 Euro Aufpreis umfangreich. In der uns vorliegenden Bundle-Version liegt der SSDNow V+100 neben einem 3,5-Zoll-Rahmen zum Einbau der SSD in die Festplattenschächte gängiger PC-Gehäuse auch eine Software zum Spiegeln Ihrer Windows-Installation auf die SSD bei. Dazu kommt ein Adapterkabel für ältere Netzteile, die nur einen vierpoligen Molex-Stecker statt einem SATA-Strom-Anschluss besitzen und sogar ein schmales USB-2.0-Gehäuse, um die SSD als externe Festplatte zu verwenden. Wer darauf verzichten kann, bekommt die SSDNow V+100 in der Bulk-Version nochmals zehn Euro günstiger. Angesichts des geringen Aufpreises ist die Bundle-Version aber ein faires Angebot.

INHALTSVERZEICHNIS

Seite 1
Seite 2
Wertung
Diesen Artikel:   Kommentieren (32) | Drucken | E-Mail
FACEBOOK:
TWITTER:
 
WEITERE NETZE: Weitersagen
Sagen Sie Ihre Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login

Sie sind noch nicht in der GameStar-Community angemeldet?
» Zur kostenlosen Anmeldung
Erster Beitrag  |  » Neuester Beitrag
Avatar KilliWillie
KilliWillie
#1 | 20. Jul 2011, 16:13
So unterschiedlich kann die Leistung gar nicht sein das ich für 96gbyte 120 euro hinblättere. Der nutzen von den Dingern verschließt sich mir noch.
rate (1)  |  rate (27)
Avatar mr.ioes
mr.ioes
#2 | 20. Jul 2011, 16:16
Zitat von KilliWillie:
So unterschiedlich kann die Leistung gar nicht sein das ich für 96gbyte 120 euro hinblättere. Der nutzen von den Dingern verschließt sich mir noch.


In meinem Fall wäre die Hitzeentwicklung der ausschlaggebende Punkt.
rate (2)  |  rate (5)
Avatar Bloodie
Bloodie
#3 | 20. Jul 2011, 16:16
@ KilliWillie:
Tja, wirklich komisch, dass manche Leute schnellere Hardware als nützlich empfinden.
rate (16)  |  rate (1)
Avatar Screenkiller13
Screenkiller13
#4 | 20. Jul 2011, 16:22
Zitat von KilliWillie:
So unterschiedlich kann die Leistung gar nicht sein das ich für 96gbyte 120 euro hinblättere. Der nutzen von den Dingern verschließt sich mir noch.

Eine SSD ist sicherlich praktisch, wenn man z.B einen schnellen Windows-Start bevorzugt.
Und wenn man sich einmal die Zugriffszeiten anschaut, kann eine SSD auch nicht schaden...
..klar, bei 96 Gbyte kann man mit einer grossen Spielesammlung brausen gehen, aber fuer das Windows ist sie extremst nuetzlich

Edit: Man begeht sicherlich keinen Fehler, wenn man sich so ein Ding in den PC baut und fuer die Spielesammlung benutzen die meisten Leute, die eine SSD und eine herkoemmliche haben, ohnehin die Herkoemmliche
rate (4)  |  rate (1)
Avatar Zomb
Zomb
#5 | 20. Jul 2011, 16:24
Zitat von KilliWillie:
So unterschiedlich kann die Leistung gar nicht sein das ich für 96gbyte 120 euro hinblättere. Der nutzen von den Dingern verschließt sich mir noch.


Kann ihm bitte jemand die Scheuklappen abnehmen? Danke
rate (14)  |  rate (1)
Avatar Suzi Q.
Suzi Q.
#6 | 20. Jul 2011, 16:32
Ach ehrlich, was soll ich mit 96GB. Das ist Windows 7, Programme und 4 moderne Spiele. Dann fang ich wieder an rumzuschieben und zu stressen was auf die SSD soll und was nicht.

Für Windowsstarts brauch ichs nicht, suspend to ram. Der Browser ist eh immer offen. Meh, ich warte weiter auf größere SSDs für weniger Geld.
rate (2)  |  rate (7)
Avatar sirius3100
sirius3100
#7 | 20. Jul 2011, 16:40
Meiner Meinung nach kann man auf richtig günstige SSDs wohl noch länger warten (sofern es die jemals geben sollte). Der Preis von SSDs wird mittlerweile wohl hauptsächlich durch den Preis der NANDs bestimmt.
Diese NANDs werden aber heute schon für verschiedenste Geräte in riesigen Mengen produziert (der SSD-Markt ist dabei nur einen Bruchteil davon), und trotzdem sind die Preise nicht wahnsinnig gefallen.

Klar die übliche Preissenkung durch die Strukturverkleinerung wird wohl drin sein: Also alle 2 Jahre 1/2 Preis oder so, aber die normalen Festplatten werden ja auch billiger.
Wer also darauf wartet dass SSDs ähnlich viel pro GB kosten wie HDDs wird lange warten können.
Ich möchte meine SSDs jedenfalls nicht mehr missen und die sind mir auf jeden Fall mehr Wert als ein 100€ teurerer Prozessor oder eine 100€ teurere Grafikkarte.

Ein großes Danke auch für den Test dieser SSD. Die wird leider all zu oft übersehen obwohl sie ein super Einstiegsmodell ist (und bei der Größe passen auch noch 2-3 Lieblingsspiele auf die SSD).

edit: Windowsstart ist übrigens wirklich kein Argument für ´ne SSD (genauso wenig wie Ladezeiten für ´n Level). Das bietet sich aber nur als SSD-Test einfach an, deshalb wird das halt oft zum Benchmarken genommen.
Aber das extreme flüssige Arbeiten in Windows ist schon sehr nett. Und einige wenige Spiele profitieren auch im Spiel selbst von ´ner SSD (WoW, Gothic3, und generell alle Spiele die viel von der Festplatte laden).
rate (5)  |  rate (0)
Avatar REDxFROG
REDxFROG
#8 | 20. Jul 2011, 16:57
sirius3100 liegt in allen Belangen richtig.

Wer noch keine SSD hat, fängt gerne mal an mit ausgedachten Negativpunkten eine solche zu bewerten. Oder wertet deren wirklichen Nutzen einfach ganz nach unten.

Sodass sie sich schön das Gewissen geben das sie nichts verpassen und Leute die sie schon haben, wohl unnötig Geld ausgegeben haben.

Tja nur leider sollte man sich halt mal richtig informieren was es mit SSDs auf sich hat. Ist nicht nur Windows das schneller startet. SSDs sind HDs technisch gesehen in jeder Hinsicht überlegen. Nur das Volumen reicht preislich nicht dran, 100GB aber, sind mehr als genug. Da passen dann noch locker 4-6 Spiele drauf ja nach Größe.

Wie Suzi Q. sagt, das man dann anfangen würde rumzuschieben etc. Das ist Quark. Ich installiere gerade Shift2 auf eine SSD weil das jetzt wohl mein aktuelles game sein wird das ich spielen werde. Des weiteren sind dann da games wie Gothic3, Fable3, UT3 oder Witcher2 etc etc auf den Dingern. Eben all die Spiele die ich öfterer spiele als die anderen und die gerne mal nachladen müssen. Darunter fällt ganz sicher kein CoDMW2 - aber wer nur dieses eine Spiel hat kann auch dieses auf eine SSD tun.

Bei mir geht ohne SSDs GAR NIX mehr. Ich habe null bock überhaupt noch auf ein System zu wechseln das auf mechanischen HDs läuft. Niemals.

Wem das Zeug zu teuer ist weil der PC eh nur an die 400€ wert ist....klare Sache. Da müssen erstmal andere Teile rein bevor an SSDs zu denken ist. Aber dann soll man doch bitte keinen blödsinn über SSDs schreiben nur weil das eigene System noch viel Bedarf nach oben hin hat seitens CPU/GPU. Das finde ich, geht auch vor, bevor man eine SSD kauft. Im endeffekt bringt die nämlich keine weiteren FPS - was für gamer wichtig ist.
rate (4)  |  rate (2)
Avatar SilentPlaya
SilentPlaya
#9 | 20. Jul 2011, 16:58
Wieso brauchen die solange Ladezeiten bei Anno 1404, könnte mir das jemand beantworten?
rate (0)  |  rate (0)
Avatar REDxFROG
REDxFROG
#10 | 20. Jul 2011, 17:00
Zitat von SilentPlaya:
Wieso brauchen die solange Ladezeiten bei Anno 1404, könnte mir das jemand beantworten?

schreib eine email an die Entwickler.


edit.
(achja, und umso länger die Ladezeiten für ein getestetes Spiel ausfallen, desto größer können auch die Differenzen sein. Also wäre Anno mit seinen absurd langen Ladezeiten (einfach nur lächerlich..) ein gut ausgesuchtes Spiel.

Manche Spiele mit Top Grafik laden schneller als Spiele mit Müllgrafik. Das hängt mit vielen Faktoren zusammen. Welches format die Daten haben, wie stark komprimiert die sind und in welcher Weise, wie viele einzelne Daten es gibt, wie überschaubar und wie gut angeordnet sind die zu ladenden Daten für das Spiel (es arbeitet sozusagen eine Liste ab)....da gibt es noch etliches. Manche games laden sich einfach ganze packete in den RAM und sucht dann hinterher aus was es braucht. Pakete sind oft günstiger zu laden da dann bei keiner/niedriger fragmentation des Pakets die HD die volle Geschwindigkeit erreicht.
Anno ist aber schon eher komplex also darf es auch etwas länger laden als zB ein CoDMW2. Trotzdem liegt da was im argen mit über 1minute Wartezeit ^^
rate (3)  |  rate (1)

PROMOTION
 
top Top
Werde Fan von GameStar auf FacebookFacebook Aboniere den YouTube-Kanal von GamestarYouTube Besuche Gamestar auf Google+Google+ GameStar auf Twitter folgenTwitter Alle RSS-Feeds von GameStar.deRSS-Feeds Jetzt GameStar-Newsletter bestellenNewsletter
© IDG Entertainment Media GmbH - alle Rechte vorbehalten