OCZ Vertex 2 120 GByte

SSDs   |   Datum: 29.07.2011
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OCZ Vertex 2 im Test

Flotte und günstige SATA2-SSD

Mit der OCZ Vertex 2 testen wir eine SSD-Festplatte mit SATA2-Anschluss, die immer noch schnell und mittlerweile auch verhältnismäßig günstig ist.

Von Florian Klein |

Datum: 29.07.2011


OCZ Vertex 2 : Etwas älter, aber immer noch schnell: OCZ Vertex 2 mit 120 GByte. Etwas älter, aber immer noch schnell: OCZ Vertex 2 mit 120 GByte. Die OCZ Vertex 2 gehört zur zweiten SSD-Generation mit SATA2-Anschluss und setzt auf den bei dieser Generation weit verbreiteten Sandforce-1200-Controller sowie ältere 34-Nanometer-Speicherchips. Die Kapazität von 120 GByte reicht aus, um Windows darauf zu installieren und auch noch einige Spiele unter zu bringen. In Kombination mit dem mittlerweile verhältnismäßig günstigen Preis von etwa 150 Euro sind die 120-GByte-Varianten für viele SSD-Neukäufer besonders interessant. Die Ausstattung der OCZ Vertex 2 besteht nur aus einem 3,5-Zoll-Einbaurahmen, ein Management-Tool oder eine Klon-Software zum Spiegeln vorhandener Partitionen auf die SSD liegt nicht bei. Neben der getesteten OCZ Vertex 120 GByte (150 Euro), finden Sie unter anderem auch Vertex-2-Modelle mit 40 GByte (85 Euro), 80 GByte (130 Euro), 160 GByte (230 Euro) sowie 320 GByte (660 Euro) und 480 GByte (920 Euro) auf dem Markt.

Wie wir testen

Alle SSDs müssen Ihre Leistung an der SATA3-Schnittstelle des Asus P8P67 Evo R3.0 (Intel P67, Sockel 1155) beweisen, das mit einem Intel Core i7 2600K sowie 4,0 GByte DDR3-RAM bestückt ist. Die Messwerte ermitteln wir mit dem AS SSD Benchmark von Alexej Schepeljanski. Die Leistung beim Lesen und Schreiben großer zusammenhängender Dateien wie Videos finden Sie unter dem Punkt »Sequenzielle Performance«. Unter »Random Performance« erfahren Sie die Leistung der SSD beim Lesen und Schreiben kleiner, zufällig verteilter Dateien, die für das Booten von Windows sowie beim alltäglichen Arbeiten mit Windows wichtig ist. Dazu kommen die durchschnittlichen Zugriffszeiten der SSD, die vor allem bei vielen parallelen Dateizugriffen die Reaktionsfreudigkeit des Systems bestimmen.

Neben diesen synthetischen Messungen soll auch die Praxis nicht zu kurz kommen und wir stoppen deshalb die Zeit, die vom Drücken des Power-Knopfes über die Bios-Initialisierung bis zum vollendeten Start von Windows 7 inklusive Steam-Client, Viren-Scanner und einigen Sidebar-Gadgets vergeht. Das ist praxisnäher als nur die reine Windows-Ladezeit von der (SSD-)Festplatte anzugeben. Außerdem messen wir die Ladezeiten eines Crysis -Levels sowie einer großen Stadt in Anno 1404 . Zum Vergleich haben wir mit der Seagate Barracuda XT auch eine schnelle herkömmliche Festplatte mit 2,0 TByte, 7.200 U/Min und SATA3-Schnittstelle die Benchmarks durchlaufen lassen. Bei den Zugriffszeiten haben wir die Barracuda XT allerdings außen vorgelassen, da sie mit durchschnittlich 16,46 Millisekunden beim Lesen und 2,46 ms beim Schreiben um Größenordnungen länger braucht als die SSDs mit Zugriffszeiten unter 1,0 ms und so den Maßstab des Balkendiagramms sprengen würde.

Benchmarks

OCZ Vertex 2 :

Sequenzielle Performance

Die sequenzielle Leistung der OCZ Vertex 2 120 GByte ist mit 207,6 MByte/s beim Lesen gut, beim Schreiben liegt die SSD mit 131,5 MByte/s allerdings am Ende des Feldes. Ähnlich verhält es sich im Test der mittleren Zugriffszeiten: Beim Lesen gehört die OCZ Vertex 2 mit durchschnittlich 0,9 Millisekunden zu den schnellsten SSDs, beim Schreiben braucht sie mit 0,24 ms aber deutlich länger als andere. Beim Umgang mit dem PC merken Sie davon in der Regel aber nichts, da zum einen Lesevorgänge wesentlich häufiger als Schreibvorgänge sind und zum anderen meist kleine, verteilte statt große, zusammenhängende Dateien geladen werden. Und in dieser Disziplin (Random Performance) hält die Vertex 2 sogar bei wesentlich neueren SATA3-SSDs wie der OCZ Vertex 3 oder der Intel SSD 510 mit (siehe Benchmarks).

Bei den praktisch orientierten Messungen der Ladeezeiten fällt auf, , dass Spiele von einer SSD unterschiedlich stark profitieren. Während Crysis mit einer SSD deutlich schneller lädt (das Lesen eines Spielstandes dauert mit der Vertex 2 nur 32,1 Sekunden, während eine schnelle herkömmliche Festplatte wie die Seagate Barracuda XT dafür 56,1 Sekunden braucht), profitiert Anno 1404 deutlich weniger: eine Minute und 30 Sekunden bei der Vertex 2 gegenüber einer Minute und 49 Sekunden bei der Seagate Barracuda XT.

OCZ Vertex 2 :

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Avatar B/K
B/K
#1 | 29. Jul 2011, 11:23
Danke für den Artikel Gamestar! Ich überlege mir schon länger, mit diesem schönen Stück in die SSD-Welt einzusteigen, aber jetzt habt ihr mich so gut wie überzeugt :)
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Avatar GEMS1
GEMS1
#2 | 29. Jul 2011, 11:23
unsere kanzlerin würde dazu sagen "alternativlos"....40 euro mehr und ich habe eine vertex 3 mit sata 3 und dem doppelten speed...^^
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Avatar headstone
headstone
#3 | 29. Jul 2011, 11:28
Zitat von GEMS1:
unsere kanzlerin würde dazu sagen "alternativlos"....40 euro mehr und ich habe eine vertex 3 mit sata 3 und dem doppelten speed...^^


Nur das Du den Geschwindigkeitsvorteil in der Praxis nicht merkst.....
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Avatar FireBird74
FireBird74
#4 | 29. Jul 2011, 11:28
Ich hab die SSD jetzt seit ca. 8 Monaten im Rechner und werd wohl nie mehr auf HDDs umsteigen. Wenn ich den Nagelneuen Firmenlaptop sehe (Core i7 Model) mit ner 7200rpm HDD schläft mir jeden morgen das Gesicht ein wenn ich Ihn booten muss.

Ich bin total SSD Speed versaut was das in der Zwischenzeit angeht.

Als Datengrab oder auch für Spieleinstallationen sind die schnellen 1TB oder größer HDDs vollkommen okay, mein Betriebsystem will ich aber nur noch auf SSDs und die Vertex2 macht einen guten Job.
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Avatar Haakon
Haakon
#5 | 29. Jul 2011, 11:35
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
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PbVeritas
#6 | 29. Jul 2011, 11:41
Schaut mal die Amazon Bewertungen an! Anscheinend geben 50% der Platten nach 6 Monaten den Geist auf!
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Avatar GEMS1
GEMS1
#7 | 29. Jul 2011, 11:49
Zitat von headstone:


Nur das Du den Geschwindigkeitsvorteil in der Praxis nicht merkst.....


wenn du viel kopierst oder mit videos arbeitest schon...
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Avatar REDxFROG
REDxFROG
#8 | 29. Jul 2011, 12:25
Zitat von GEMS1:


wenn du viel kopierst oder mit videos arbeitest schon...

Wie viele von euch kopieren denn viel oder arbeiten VIEL mit Videos?

Achja, damit ist nicht gemeint CoD MW2 installieren (Dateien auf SSD kopieren) und davon dann ein paar FRAPS videos machen (mit Videos arbeiten) xD LOL Denn genau das ist bei den meisten die sich solche hardware kaufen Praxis und nicht anders. (an den meisten Tagen wird nie so viel kopiert als das sich ein Aufpreis lohnen würde. Zumal 100MB/s einer normalen HD schon sehr schnell sind.)
Jenseits 200MB/s galt bei HDD raids noch als echtes high end, im Privatbereich gar überflüssig und jetzt kann man es einfach so haben.

Die Vertex2 ist zu empfehlen.
Die anderen neuen SSDs mögen mehr sequentiellen Durchsatz haben, der dann bei sehr großen Dateien zum tragen kommt, aber sind ältere SSDs duraus schon allein von der Lese- und oft auch Schreibgeschwindigkeit her schneller als konventionelle HDDs. (also über 100-120MB/s)

Was eine SSD aber groß macht, sind die geringen seek times von 0.1ms.
Selbst eine vom anschein her 'schneckenlahme' SSD mit 60MB/s schlägt eine HDD mit ihren trägen Suchkopf in jeder Hinsicht.

Es wird interessant inwieweit die Hersteller auf die jetzigen Lagerbestände reagieren werden.
Ich sehe ja hier schon die gewisse Tendenz das sich die meisten eher eine Vertex3 kaufen (oder vergleichbares) da die Vertex2 ja als langsam abgestempelt wird (ohne auch nur einen blassen Schimmer zu haben).
Dann müssen die Shops ihre älteren SSDs entweder verramschen, oder die Hersteller nehmen sie zurück bevor sie verramscht werden.

edit: ich habe nichts dagegen wenn sich jemand dafür entscheidet trotzdem eine V3 zu holen. Solange man das Geld hat ist das auch gar kein Problem.
120GB V2 vs 120GB V3 haben schon über 40€ Unterschied.
Auf jeden Fall würde ich dabei die Vertex2 nehmen. Obwohl ich gar nicht so aufs Geld schauen müsste. Aber ich habe schon die Erfahrung das eine V3 nichts großartig verbessern wird. Für die Differenz kann man sich ja fast schon eine 1TB Platte holen und der Ansatz das man lieber bisschen mehr investiert um das Richtige zu bekommen zieht hier überhaupt nicht wie zB bei Grafikkarten oder CPUs.
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Avatar Kehool
Kehool
#9 | 29. Jul 2011, 13:17
Zitat von GEMS1:
unsere kanzlerin würde dazu sagen "alternativlos"....40 euro mehr und ich habe eine vertex 3 mit sata 3 und dem doppelten speed...^^


und was nützt dir die größere geschwindigkeit beim lesen und schreiben großer dateien? kannst du dann deine videos 4mal so schnell ansehen? kannst du dann mit deiner 2GBit internetleitung die du sicher zuhause hast endlich dateien mit voller geschwindigkeit runterladen?

ganz davon abgesehen sollte man solch teuren speicherplatz nicht mit dem speichern großer dateien verschwenden.. dafür sind standard HDs immer noch vollkommen ausreichend

worauf man beim kauf einer SSD achten sollte ist die lese geschwindigkeit sowohl bei random performance als auch zugriffszeiten... alles andere ist für den otto-normalverbraucher eher sekundär wie im artikel auch sehr richtig erwähnt

und da ist die OCZ 2 bereits eine der besten im MLC bereich


Zitat von GEMS1:


wenn du viel kopierst oder mit videos arbeitest schon...


für die arbeit mit videos gibt es etwas das nennt sich arbeitsspeicher
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Avatar sirius3100
sirius3100
#10 | 29. Jul 2011, 13:26
Was auf jeden Fall erwähnt werden sollte:
Die aktuell verkauften OCZ Vertex 2 haben eben keine 34nm-NANDs mehr sondern Nands mit 25nm. Das führt dazu dass die SSD etwas langsamer wird (für die praxis aber ziemlich irrelevant), aber auch dazu dass z.b. die 120GB Version garkeine 120GB mehr bietet sondern nur noch ca 115GB (da mehr Zellen als "Reservezellen" bereit gehalten werden als bei der 34nm-Version)!
Testbericht der 25nm-Version z.b. hier: http://www.tomshardware.de/ocz-vertex-2-25nm-s sd,testberichte-240748.html

Warum wird das hier im Test nicht erwähnt? OCZ bescheißt damit seine Kunden und ihr unterstützt das damit indirekt auch noch (Hersteller wie G.Skill die ihre -bis auf minimale Unterschiede in der Firmware vermutlich identischen- SSDs fairerweise mit 115GB bewerben werden dadurch benachteiligt).
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