Logitech G105 im Test
Preiswerte Gaming-Tastatur unter 40 Euro
Für knapp 35 Euro wird die Logitech G105 aktuell gehandelt. Ob die Tastatur trotz des niedrigen Preises die von Logitech gewohnte Qualität bietet, untersuchen wir im Test.
Von
Tom Loske
|
Datum:
25.08.2012
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Alle Tastenkombinationen
Tastaturen jenseits der 50 Euro Grenze gibt es zuhauf – sowohl mechanische als auch klassische Rubberdome-Varianten. Aber für weniger Geld eine gute Gaming-Tastatur zu bekommen, stellt schon fast ein kleines Kunststück dar. Nur wenige Modelle stehen zur Auswahl, zudem sind Ausstattung und Verarbeitung oft mangelhaft. In diesem Segment platziert Logitech die G105, die mit einem Preis von unter 35 Euro günstigste Spieler-Tastatur im Sortiment des Herstellers.
Wie alle bisherigen Logitech-Tastaturen verwendet auch die G105 Tastaten auf kostengünstiger Rubberdome-Basis. Neben den Standard-Tasten stehen zehn programmierbare Makro-Tasten zur Verfügung. Die sechs »G-Tasten« sind links neben dem Haupttastenfeld angeordnet, die vier »M-Tasten« befinden sich oberhalb der Funktionstasten. Eine Treiber-CD liegt der Packung nicht bei, lediglich ein Schnellstart-Heftchen finden wir vor. Die Software müssen wir für den Test daher manuell von der Logitech-Webseite herunterladen.
Mit einem Preis von unter 35 Euro kostet die Logitech G105 nur ein Bruchteil des Spitzenmodells Logitech G19 mit integriertem Display, die derzeit bei 140 Euro liegt.
Die Oberfläche der
Logitech G105
besteht aus einem unauffälligen, mattschwarzen, leicht angerauten Kunststoff. Als Blickfang dienen die blaue Hintergrundbeleuchtung, die silber-gestalteten Cursor- und WASD-Tasten sowie der rote Gehäuseboden der Tastatur. Aufgrund der Sondertasten ist die G105 etwas breiter als übliche Tastaturen, findet aber trotzdem problemlos auf nahezu jedem Schreibtisch Platz.
Präzision und Technik
Beim Schreiben gibt sich die günstige Logitech-Tastatur keine Blöße. Der Druckpunkt ist angenehm weich, aber zugleich stets gut abzuschätzen, auch der Abstand der einzelnen Tasten voneinander passt uns Test sehr gut. An das Schreibgefühl einer mechanischen Tastatur kann die Logitech G105 aufgrund ihrer Bauweise naturgemäß aber nicht heranreichen. Wer beim Tippen ein akustisches Feedback beim Auslösen der Tasten wünscht, für den könnte das Gaming-Keyboard zudem zu leise sein – die Logitech gibt kaum einen Mucks von sich.
Die Modern Warfare 3 Edition gibt einzeln oder im Bundle mit einer Logitech G9, die ebenfalls im martialischen Militärlook daherkommt.
Für die meisten Benutzer wohl zu vernachlässigen: Einen echten nKey-Rollover, also das simultane Auslösungen aller Tasten, beherrscht die G105 nicht, maximal sechs Eingaben registriert sie im Test gleichzeitig. Das liegt unter anderem am USB-Anschluss, nur über den mittlerweile antiquierten PS2-Port können beliebig viele Anschläge gleichzeitig übertragen werden. Oder alternativ über aufwändige und daher teure Verschaltungen, bei denen die Tastatur dem Mainboard mehrere USB-Geräte vorgaukelt. In der Realität stört diese Begrenzung in keiner Situation. Mehr als sechs Tasten werden bei normalen Spielen praktisch nie zur selben Zeit ausgelöst.
Ähnlich wie seine teureren Geschwister
Logitech G110
oder
Logitech G19
besitzt die G105 beleuchtete Tasten, in einem dezenten Dunkelblau angestrahlt werden und nicht übermäßig leuchten und daher auch in abgedunkelten Räumen nicht stören. Tagsüber schalten wir die Beleuchtung auf Wunsch einfach per Sondertaste ab.
Ein Problem, das häufiger bei günstigen Tastaturen auftritt, kennt die G105 nicht, das sogenannte »Ghosting«. Mit dem Begriff wird das unbeabsichtigte Auslösen nichtgedrückter Tasten bezeichnet, wenn mehr als ein oder zwei Tasten gleichzeitig gedrückt werden. In Spielen kann das zu ungewünschten Konsequenzen führen, wie etwa dem eigenen frühzeitigen Bildschirmtod in Ego-Shootern wie
Battlefield 3
oder gar dem aller Mitspieler, beispielsweise in MMOs wie
World of Warcraft
.
An der Rückseite hat Logitech Kabelführungen untergebracht, um beispielsweise Maus und Headsetkabel aufgeräumt zu verlegen.