Razer Deathstalker Ultimate

Tastaturen   |   Datum: 12.04.2013
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Razer Deathstalker Ultimate im Test

250-Euro-Tastatur mit teurem Touchpad und billigen Tasten

Razer verzichtet bei der Deathstalker Ultimate auf mechanische Schalter. Stattdessen verbaut der Hersteller einen Touchscreen. Ob der den Preis von 250 Euro rechtfertig, untersuchen wir im Test.

Von Jan Purrucker |

Datum: 12.04.2013


Razer Deathstalker Ultimate : Der eingebaute Touchscreen ist das Alleinstellungsmerkmal der Razer Deathstalker Ultimate. Der eingebaute Touchscreen ist das Alleinstellungsmerkmal der Razer Deathstalker Ultimate.

Das auffälligste Merkmal der 250 Euro teuren Razer Deathstalker Ultimate ist der eingebaute 4-Zoll-Bildschirm, der entweder als Trackpad oder als Display genutzt werden kann. Razers hauseigenen Cloud-Treiber »Synapse 2.0« vorausgesetzt, lassen sich auf dem Bildschirm zusätzliche Inhalte zu bestimmten Spielen, Facebook- und Twitter-Feeds anzeigen. Sogar Youtube-Videos und E-Mails können wir auf Wunsch direkt auf der Tastatur betrachten.

Zum Thema » Mad Catz Strike 7 im Test Zerlegbare Tastatur mit Touchscreen » Razer Black Widow Ultimate 2013 im Test Mechanische Tastatur mit Cloud-Treiber » Logitech G710+ im Test Leise mechanische Tastatur mit viel Ausstattung » Die besten Spieler-Tastaturen Kaufberatung Ein eingebauter Monitor ist bei Tastaturen nichts wirklich Neues, schließlich bieten das schon seit Jahren die Logitech G15 und G19. Ein integrierter Touchscreen, auf dem sich auch Videos betrachten lassen, ist für Spielertastaturen hingegen ein absolutes Novum.

Auch in Bezug auf die Tasten wählt Razer einen ungewöhnlichen Weg. Statt den vor allem in dieser Preisklasse angesagten, mechanischen Schaltern kommt bei der Deathstalker die vergleichsweise günstige Gummidom-Technologie zum Einsatz. Anstelle der gewohnten hohen Tasten setzt Razer auf ein Chiclet-Layout, wie wir es von Laptops oder Apple-Tastaturen her kennen. Wie sich diese Entscheidungen auf das Schreibverhalten und die Präzision auswirken, klären wir im Test anhand der Razer Deathstalker Ultimate, die der Hersteller in Deutschland nur mit englischer Tastaturbelegung ausliefert. Deutsche Tasten gibt es nur bei der Razer Deathstalker für 80 Euro, die ohne Touchpad, Display und flexible Tastenbeleuchtung auskommen muss, ansonsten aber identisch ausgestattet ist.

Präzision & Technik

Tastaturen mit mechanischen Schaltern kosten im Normalfall mehr als ihre Rubberdome-Konkurrenten. Statt günstige Gummimatten mit elektrischen Kontakten unter den Tasten übertragen bei mechanischen Tastenbrettern einzelne Schalter die Anschläge. Dadurch steigt zwar der Produktionsaufwand und somit auch der Preis, jedoch bietet diese Bauweise wesentlich höhere Präzision und liefert Vielschreibern besseres Feedback. Razer verzichtet sowohl bei der rund 80 Euro teuren Razer Deathstalker ohne Touchpad als auch bei dem nochmals 130 Euro teureren Ultimate-Modell auf mechanische Schalter.

Diese unverständliche Entscheidung rächt sich beim Schreibverhalten. Mit der Präzision und Geschwindigkeit von mechanischen Tastaturen wie der Razer Black Widow Ultimate oder Logitech G710+ kann die Deathstalker bei Weitem nicht mithalten. Selbst im Vergleich mit anderen Rubberdome-Tastenbrettern wie der Logitech G510 (80 Euro) oder Mad Catz Strike 7 (250 Euro) schlägt sich die Deathstalker nicht besonders gut. Der Druckpunkt lässt zu wünschen übrig, das gesamte Schreibgefühl ist seltsam undefiniert.

Razer Deathstalker Ultimate : Razer legt bei der Deathstalker Ultimate viel Wert auf einen schmalen Formfaktor. Razer legt bei der Deathstalker Ultimate viel Wert auf einen schmalen Formfaktor.

Die Chiclet-Tasten ragen nur wenige Millimeter aus dem Gehäuse und erinnern durch den niedrigen Querschnitt eher an eine Laptop-Tastatur. Bedingt durch das flache Design und den kurzen Hub lösen die Tasten im Vergleich zu herkömmlichen Tastaturen schneller aus. Beim Spielen soll das für eine kürzere Reaktionszeit sorgen, was sich im Test aber nicht bemerkbar machte. Für das Schreiben von Texten ist die Deathstalker wegen der bereits erwähnten Unzulänglichkeiten ohnehin nur bedingt geeignet.

Im Test führte der, besonders im Vergleich zu mechanischen Tasten, weichere Anschlag und das schwache Feedback häufig zu Tippfehlern. Positiv ist hingegen die Anzahl der simultanen Tastenanschläge. Die Razer Deathstalker Ultimate kann bis zu zehn Eingaben gleichzeitig auseinander halten. Dadurch können wir auch in hektischen Spielen ohne Probleme Waffen und Items per Tastendruck auswählen, während wir uns mittels WASD-Kombination durch die Levels bewegen.

Touchscreen

Razer Deathstalker Ultimate : Beim Wechsel zwischen Apps stürzt der Treiber regelmäßig ab. Beim Wechsel zwischen Apps stürzt der Treiber regelmäßig ab. Der 4-Zoll große Touchscreen am rechten Rand der Deathstalker macht die Tastatur einzigartig. Bisher hat kein anderer Hersteller einen vergleichbaren Bildschirm verbaut. Der Touchscreen ist kapazitiv und löst mit 800 mal 480 Bildpunkten auf. Darunter hat Razer zwei Tasten verbaut, die als linke beziehungsweise rechte Maustaste fungieren. Standardmäßig lässt sich der Bildschirm somit wie von Laptops gewohnt als Mausersatz nutzen und überträgt Bewegungen auf den Mauscursor. Eingaben per Stylus akzeptiert die Deathstalker allerdings nicht.

Erst nach dem Installieren des Synapse-2.0-Treibers können wir Apps für Touchpad und Display-Tasten verwenden. Damit lassen sich auf dem Bildschirm auch Youtube-Videos betrachten sowie E-Mails abrufen. Für einige Spiele wie Battlefield 3 , League of Legends und Count er-Strike: Source hat Razer zudem eigene Apps programmiert, die Spieldaten wie Respawn-Zeiten und Waffenauswahl auf dem Bildschirm anzeigen. Als Mausersatz arbeitet das Touchpad präzise, die Navigation in den Apps lässt hingegen zu wünschen übrig. Das Pad reagiert hier oft zeitverzögert und erkennt nicht alle Kommandos.

Über dem Touchscreen befinden sich zehn Makrotasten, die ebenfalls als Mini-Displays herhalten und deren Belegung mittels Treiber frei konfigurierbar ist. Mit wenigen Mausklicks lassen sich so Spiele-Makros oder Programm-Funktionen erstellen, mit individuellen Bildchen versehen und den Tasten zuweisen. Auch den Hintergrund des Touchscreens können wir festlegen und die Deathstalker so etwas persönlicher gestalten. All diese Funktionen machen auch durchaus Spaß, jedoch ist ein Großteil davon an den Cloud-Treiber gebunden und nach dem ersten Herumexperimentieren mehr eine witzige Dreingabe als eine wirklich sinnvolle Funktion.

Razer Deathstalker Ultimate : Auf dem LCD-Bildschirm können wir uns Zusatzinformationen zu Spielen anzeigen lassen oder Youtube-Videos anschauen. Auf dem LCD-Bildschirm können wir uns Zusatzinformationen zu Spielen anzeigen lassen oder Youtube-Videos anschauen.

Hinzu kommt noch der Mangel an Apps und die hakelige Bedienung. Zwar steht das Entwickler-Tool für zusätzliche Apps schon seit Ende letzten Jahres interessierten Programmieren zur Verfügung, bislang beschränkt sich die Auswahl jedoch auf eine Hand voll, mehr oder weniger sinnvolle Applets. Razer selbst sollte zudem so schnell wie möglich das Handling des Bildschirms verbessern. Youtube-Videos stellt die Deathstalker zwar scharf, aber im Test leicht ruckelig dar. Die »Switchblade« getaufte Benutzeroberfläche lässt sich dafür intuitiv bedienen und benötigt kaum weitere Erklärung. Besonders beim schnellen Wechsel zwischen Apps gerät die Deathstalker häufig ins Stocken, sodass sich Switchblade im Test mehrmals aufhängte. Erst nachdem wir den PC neustarten, können wir wieder auf Apps zugreifen.

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Avatar Kasumy
Kasumy
#1 | 13. Apr 2013, 09:03
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar ZoneTrooper
ZoneTrooper
#2 | 13. Apr 2013, 09:04
250€ für eine nicht Mechanische Tastatur? Tja wohl nur was für Verwöhnte Bonzenjungs die es Nötig haben mit einem Touchscreen auf der Tastatur zu prahlen.
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Avatar SnoopyCool
SnoopyCool
#3 | 13. Apr 2013, 09:15
Schaut zu grössten Teils wie die SWTOR Tastatur aus.

Angriffeln würde ich sie schon gerne mal aber 250€ sind schon ein dickes ding.
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Avatar Sterngeborener
Sterngeborener
#4 | 13. Apr 2013, 09:32
Kein deutsches Tastaturlayout? Warum wird so ein Produkt dann überhaupt in Deutschland von irgendwem getestet?
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Avatar POOTIS
POOTIS
#5 | 13. Apr 2013, 09:32
Eine nicht-mechanische Tasta mit (schlecht platzierten) Touchscreen für 250€? Wollen die die Wahl zum unsinnigsten Produkt des Jahres gewinnen?
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Avatar Optimyst
Optimyst
#6 | 13. Apr 2013, 09:33
monitor auf der tastatur ist nett, aber eigentlich unnötig. wer schaut beim spielen auf die tastatur?
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Avatar Hawk-E
Hawk-E
#7 | 13. Apr 2013, 09:49
Die Tastatur ist wegen dem Layout, der Tasten und dem Preis zwar uninteressant aber:
Warum zum Geier hat die eine Battlefield 3-App und Logitech hat es immernoch nicht geschissen bekommen, endlich mal was in der Richtung zu liefern, solange BF3 überhauptnoch gespielt wird?
Ich weiß garnicht wozu ich mir überhaupt eine G19 gekauft hab - Jedenfall nicht um während des Spielens auf dem Display nur die Uhrzeit ablesen zu können. -.-*
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Avatar krucki
krucki
#8 | 13. Apr 2013, 09:53
Was ständig gegen nicht mechanische Tastaturen gewettert wird... Vielleicht denkt man, bevor man dumme Kommentare schreibt, auch an die Leute die dieses Geklicke erst gar nicht wollen? Ich möchte um nichts in der Welt meine Ruberdom Tastatur gegen eine Mechanische eintauschen. Bei den Logitech Tastaturen kann ich mich echt nicht beschwere was Tastenfeedback angeht.
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Avatar TrudleR
TrudleR
#9 | 13. Apr 2013, 09:59
Tastatur mit Cloud...


Wann kommen endlich Bonbons mit Cloud? Oder Facebook Funktion, damit alle wissen, dass ich mir ein Bonbon geleistet habe und das gerade futter. ._.
Den kleinen Sender frisst man dann gleich mit. So ungesund ist das nicht, die Werte bewegen sich im Grenzwert was es zu 100% unschädlich macht.
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Avatar Batze
Batze
#10 | 13. Apr 2013, 10:07
Also eines verstehe ich gar nicht.
Hier zieht ihr Punkte ab weil man sich registrieren muss wegen

<<Treiber mit Benutzerkonten-Zwang und Cloud-Bindung>>

Das geht bei euch komischerweise in die Wertung mit ein.

Bei dem wofür Ihr eigentlich stehen solltet, nämlich vernünftig Games zu testen, macht ihr es nicht.
Wo ist der Unterschied den ich da irgendwie nicht kapiere.

Oder bin ich nur zu dumm um nicht zu begreifen das Zwangsregistrierung bei Games, und damit verbundenen Ärger=weniger Spielspass, nicht so wichtig bei euch ist.

Und kommt mir jetzt nicht mit der blöden Ausrede, wir sagen das im Vorfeld in einem Extra Kasten. Das zieht nicht.

Irgendwie komm ich mir da gerade ziemlich verarscht vor.
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