Razer Marauder

Tastaturen   |   Datum: 12.01.2011
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Razer Marauder im Test

StarCraft-2-Tastatur im Test

Mit der Marauder erweitert Razer das Hardware-Sortiment für StarCraft-2-Fans. Wir prüfen im Test, wie sich die Luxus-Tastatur in der Praxis schlägt.

Von Michael Löprich |

Datum: 12.01.2011


Die rund 120 Euro teure Marauder gehört zu Razers neuem Eingabegeräteportfolio, das speziell für Starcraft 2 ausgelegt ist. Zu diesem von Blizzard lizenzierten Set gehören die Maus Razer Spectre, die Tastatur Maurauder und das Headset Banshee. Die Razer Marauder präsentiert sich - passend zum Starcraft-2-Design – in schlichtem sowie kantigem Aussehen. Razer verzichtet bei dieser Tastatur auf einen USB-Hub, einen integrierten Soundchip und dedizierte Sondertasten.

Auf die passende Beleuchtung legt der Hersteller dagegen besonderen Wert. Im Treiber können Sie die Lichter der Marauder für drei festgelegte Bereiche einstellen (Tasten, rechts und links, alle Ecken). Dabei dient das bunte Geblinke nicht nur der Zierde, sondern ist beim Spielen von Starcraft 2 sogar in der Lage, Informationen über das Spielverhalten in Form von Leucht- und Farbeffekten wiederzugeben.

Razer Marauder : Die optisch edle Razer Marauder ist kompakter als normale Tastaturen. Die optisch edle Razer Marauder ist kompakter als normale Tastaturen.

Tastatur

Der Anschlag der Razer Marauder ist sehr präzise, das Schreib- und Spielgefühl wegen des relativ weichen Hubs der Tasten am ehesten mit Logitech-Tastaturen zu vergleichen, beispielsweise der knapp 100 Euro teuren Logitech G510. Keine der Tasten unseres Testmodells klapperte oder »vergaß« Anschläge. Vor allem Spieler mit empfindlichen Ohren oder Mitbewohner werden mit der Marauder glücklich, denn jeder Tastenhub ist sehr leise und wirkt gedämpft. Wenn Ihnen die Tastatur zu flach auf dem Tisch liegen sollte, können Sie den Anstellwinkel mithilfe zweier Klappfüße vergrößern. Auf eine Handballenauflage müssen sie bei der Razer Maurauder allerdings verzichten.

Razer Marauder : Die Integrierung der Pfeiltasten in den Nummern-Block spart Platz - aber keinesfalls Nerven. Die Integrierung der Pfeiltasten in den Nummern-Block spart Platz - aber keinesfalls Nerven. Die Marauder bietet zwar alle Tasten einer gewöhnlichen Tastatur, aber um die geringe Breite von 40 cm zu ermöglichen, hat der Hersteller die Pfeiltasten in den Nummernblock integriert. Zum Vergleich: Andere Tastaturen sind gut 10 cm oder 25 Prozent breiter. Spieler, die auf beengten LAN-Parties sowieso immer eine andere Tastatur dabei haben, mag das nicht stören, aber beim Arbeiten kann die Umpositionierung nerven, weil Sie vor der Nutzung des Nummerfeldes zunächst die Pfeiltasten deaktivieren müssen. Ein anderes Opfer der Schrumpfkur sind die Makrotasten – und das bei einer Tastatur für ein wettbewerbstaugliches Echtzeit-Strategiespiel! Nichtsdestotrotz ist die Razer Marauder in der Lage, jeder Taste ein Makro anzulernen und diese sogar in Profilen zu sortieren. Dies geschieht entweder bequem im Treiber oder mit einer Tastenkombination zum Aufnehmen während des Spielens. Zum Umschalten der verschiedenen Profile dient eine FN-Taste, wie sie bei Notebooks zum Einsatz kommt. Auf diese Weise erhalten die F-Tasten jeweils eine Zweitfunktion zur Steuerung von Mediainhalten.

Extras

Der Treiber von Razers Starcraft-Serie ist sehr übersichtlich strukturiert. In der oberen Leiste können Sie wählen, für welches der Geräte aus dem Starcraft-Set Änderungen vorgenommen werden sollen. Direkt darunter befinden sich Einstellungsmöglichkeiten für Tastenverteilung, Profile, Makros und Beleuchtung. Das Feature, das die StarCraft-Serie von anderen Produkten abhebt, hat einen gesonderten Platz erhalten: Aufgeteilt in »APM« (Aktionen pro Minute) und »Alerts« lassen sich die Leuchteffekte einstellen, die dem Spieler in Starcraft 2 eine taktische Unterstützung geben sollen.

Razer Marauder : Unter dem Reiter Assign Keys können Sie jeder Taste eine neue Funktion zuweisen.

Treiber 1
Unter dem Reiter Assign Keys können Sie jeder Taste eine neue Funktion zuweisen.

Die Razer Marauder ist in der Lage, die Anzahl der Befehle des Spielers pro Minute farblich einzustufen. Besonders flinke Spieler erzielen mit über 300 Befehlen in der Minute eine rote Beleuchtung der Tastatur, während gemächliche Spieler mit unter 100 Aktionen pro Minute im grünen Bereich bleiben. Farbe und Anzahl der Befehle lassen sich im Treiber auf das jeweilige Spielverhalten anpassen. Welchen Sinn die optische Darstellung der hektischen Tastaturbefehle hat, muss jeder für sich entscheiden. Auch kann die Marauder Ihnen mit farbigen Blinkeffekten mitteilen, wann eine bestimmte Aktion eintrifft. Standardmäßig weist sie mit zweifachem blauem Blinken auf einen Angriff auf die Basis hin, während zweifaches rotes Blinken einen Angriff auf Einheiten signalisiert. Weitere Effekte müssen sie erst im Treiber einstellen, bevor sie im Spiel angezeigt werden. Allerdings können Sie keine eigenen Aktionen definieren, sondern müssen mit den 13 voreingestellten Möglichkeiten vorlieb nehmen.

Da die Marauder keine eigenen Makrotasten hat, nutzt Razer bei ihr eine Profilfunktion, um jeder Taste bis zu neun verschiedene Befehle zu hinterlegen. Getauscht wird einfach via Tastenkombination und anschließender Rückmeldung über eine Anzeige auf dem Monitor. Neben einer sehr übersichtlichen Makroverwaltung im Treiber können Sie Makros auch im Spiel erstellen und zuweisen. Allerdings ist im Moment des Aufnehmens nicht ersichtlich, in welchem der neun Profile das gewünschte Makro aufgenommen wird. Daher sollte vorher unbedingt geprüft werden, in welchem Profil Sie sich befinden. Ein kleiner Wermutstropfen: Nach dem Aufwachen aus dem Energiesparmodus funktionieren die Makro- und Profilfunktionen der Razer Marauder nicht mehr. Da helfen nur noch erneutes Anschließen oder ein Neustart.

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RED-FROG
#1 | 12. Jan 2011, 16:01
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Avatar Bruce will es
Bruce will es
#2 | 12. Jan 2011, 16:13
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Avatar MrBlonde
MrBlonde
#3 | 12. Jan 2011, 16:21
Für den Gam0rnerd der sonst schon alles hat :D


Ich investiere mein Geld eher in sinnvollere Dinge :ugly:
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Odradek
#4 | 12. Jan 2011, 16:41
"Die rund 120 Euro teure Marauder gehört zu Razers neuem Eingabegeräteportfolio, das speziell für ausgelegt ist."

Lustiges Wörterraten?
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todesbratze
#5 | 12. Jan 2011, 16:57
120€ für eine Rubber-dome Tastatur? Da hol ich mir lieber eine vernünftige Tastatur mit CHERRY MX switches.
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RED-FROG
#6 | 12. Jan 2011, 17:04
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todesbratze
#7 | 12. Jan 2011, 17:12
Zitat von RED-FROG:

hat aber keine Hintergrundbeleuchtung und auch kein display. :(


Dann solltest du dir mal Tastaturen der Marke Deck anschauen, die haben zwar auch kein Display aber kombinieren Hintergrundbeleuchtung mit mechanischen Switches.

Auf einem DAS (mit blauen Cherries) schreibt es sich übrigens sehr angenehm, klarer activation point, sehr gutes Feedback beim Schreiben und ein schönes Klicken gibts gratis dazu ;)

Bei Interesse schau dir doch mal geekhack.org an...
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Avatar Senior_Cartmenez
Senior_Cartmenez
#8 | 12. Jan 2011, 17:14
1. Top Aktuell Gamestar! Cudoes

2. Das "Das Model S" ist nicht "minimalistisch" oder "puristisch", es ist eine Tastatur, mit Tastatur-Features. Die G19 ist kein alles-könner, sondern ein Blender mit Features von Bildschirmen und NumPads für Makros aber nicht Features von Tastaturen. KEINE von euch vorgestellte/getestete Tastatur AUSSER dem Das Model S (und der Sidewinder X4 im Bereich unter 50€) hat NKRO <--- wichtiges Tastatur Feature

3. 120€ für die Marauder sind fast noch lächerlicher als 100€ für ne G19. Beides sind Tastaturen die im Kern 10€ Wert sind. Genau DAS wünsche ich mir auch als Fazit von der Gamestar.
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Avatar Senior_Cartmenez
Senior_Cartmenez
#9 | 12. Jan 2011, 17:23
Zitat von RED-FROG:

hat aber keine Hintergrundbeleuchtung und auch kein display. :(

Ich würde zu gerne wissen wie es sich auf so einer spielt und schreibt. (zb auf Das Keyboard)
Über die Marauder (phööser Name!) braucht man ja nicht weiter sprechen, die ist einfach nur ein Witz ^^


Weil n Display nicht auf ne Tastatur gehört! Wenn Du ein Display willst, dann kauf Dir einen kleinen 5"-10" screen oder sowas und gut ist, damit kannste dann auch was sinnvolles anzeigen und nicht so schwachsinnigen Kram wie auf dem G19 Display.
Hintergrundbeleuchtete mechanische Tastaturen gibt es in der Tat bisher nur wenige. Die Razer Black Widow ist da weniger zu empfehlen, da die Ultimate (=beleuchtet) Version mit 120€ zu teuer ist, da sie auch kein Rollover hat. Deck Legend hat leider kein deutsches Layout. Die iOne x-armor U9BL kommt bald raus, dann gibt's für (wohl) knapp über/um die 100€ ne beleuchtete vollmechanische Tastatur. Spätestens da sollten die ganzen G-Serie dinger obsolet werden, wenn Zeitschriften wie Gamester korrekt bericht erstatten.

/Edit
ich hatte ein Das Model S, Filco, Deck und ne Cherry G80-3000 daheim. ALLE liegen welten von den 10€ RubberDome Tastaturen entfernt die man von Logitech, Razer, Roccat und wie sie alle heissen kaufen kann. Wenn man mal auf ner mechanischen geschrieben und auch gespielt hat, will man nie wieder zu diesen schwammigen RubberDomes zurück. Auch wenn die sich ganz am Anfang ja ok anfühlen, das Tippgefühl wird sehr schnell, sehr schlecht. Bei den mechanischen bleibt es konstant genial. www.computerbase.de im Forum mal rumschauen, da gibt's einige beiträge dazu. Wer englisch kann: www.geekhack.org
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Avatar Aztec_
Aztec_
#10 | 12. Jan 2011, 18:35
kein soundchip als minuspunkt??
was soll eine tastatur mit nem soundchip?
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