Elsa Gladiac MX : Eine absolut schnörkellose MX-Variante schickt Elsa ins Rennen. Die Hard-ware beschränkt sich mit 6 ns schnellem SDRAM und Referenzdesign auf das Nötigste. Beim gerade mal chipgroßen Passivkühler wurde es mit der Sparsamkeit gar übertrieben: Der MX-Baustein nimmt zwar deutlich weniger Energie auf als frühere Geforce-Varianten, gerade auf der Elsa wird er aber dennoch extrem heiß. Inkonsequent wirkt der Mini-Kühler zudem durch die Übertaktungs-Möglichkeit in den Tools. Per (im Gegensatz zu den Referenztreibern nicht "blockiertem") Schubregler lassen sich Chip- und Speichertakt bis weit in den 200-MHz-Bereich hochfrisieren. Die Treiber der Gladiac MX machen einen zwiespältigen Eindruck. Positiv ist die Elsa-typische Option anzumerken, Bildwiederholrate (in 1-Hz-Schritten) und Auflösung (in 32-Pixel-Schritten) individuell einzustellen.

Keine Auffälligkeiten

Weniger schön ist, dass Elsa die Dialogboxen der Nvidia-Originaltreiber umlayoutet hat. Wer sich viel mit den Referenztreibern beschäftigt, wird sich bei der Gladiac MX neu orientieren müssen. Kein Nachteil ist hingegen die verwendete, nicht mehr ganz frische Treiber-Version 5.30: Bei unseren Benchmark-Tests bewegten sich die Unterschiede zur 5.32er-Version der Aopen ausschließlich im Bereich der Mess-Ungenauigkeit. Neben der Performance ist auch die Ausstattung durchschnittlich. Auf der CD finden sich neben den Treibern aber immerhin noch der sehr gute DVD-Player Elsa Movie sowie eine (wegen dem fehlenden Videomodul sinnlose) Videobearbeitungs-Software. Für das Gebotene ist der verlangte Preis von rund 380 Mark letztendlich recht happig: Die Gladiac MX präsentierte sich als ein Geforce-MX-Modell ohne besondere Tiefen, aber auch ohne besondere Höhen.

(mg) (Getestet in Ausgabe 10/00)