Für 700 Euro serviert EVGA mit der e-Geforce 7800 GTX 512 die schnellste Grafikkarte in unserem Vergleichstest. Die zweitplatzierte 3D-Platine im Testfeld, die Radeon X1800 XT von Sapphire, liefert im Durchschnitt 20 Prozent weniger Bilder pro Sekunde - im High-End-Segment eine gigantische Leistungsdifferenz.

Leistung ohne Ende

Durchschnittlich fast 90 Frames sind ein deutliches Zeichen dafür, dass die 7800 GTX 512 auch im nächsten Spiele-Jahr nicht so schnell an die Leistungsgrenze stoßen wird. In allen Benchmark-Titeln bewältigt die Karte hohe Auflösungen und Bildverbesserungen geradezu spielerisch: Als einzige Platine im Testfeld bringt die 7800 GTX 512 in beinahe allen Situationen mehr als 50 Bilder pro Sekunde auf den Monitor. Nur in F.E.A.R. bei einer Auflösung von 1600x1200, aktivierter Kantenglättung, anisotroper Filterung und den leistungsfressenden Soft Shadows rutscht die Karte beinahe unter die magische 30-fps-Marke.

EVGA erreicht die extrem hohe Spieleleistung durch ein modifiziertes Bios. Der Standard-Takt von 550/1.700 MHz wird per Bios-Flash durch den Hersteller auf 600/1.800 MHz gesteigert. Den rekordverdächtigen Speichertakt ermöglicht der GDDR3-Speicher mit schnellen 1,1 Nanosekunden Zugriffszeit. Üppige 512 MByte bieten reichlich Platz für hochauflösende Texturen, selbst bei Quake 4 in »Ultra-Quality« bleiben Ruckler aus. Lediglich bei der Bildqualität müssen Sie kleine Abstriche machen, speziell das anisotrope Filtering sieht bei ATIs X1000-Serie erkennbar besser aus. Der schnelle Speicher limitiert übrigens die Stückzahlen aller GTX-512-Grafikkarten, da nur sehr wenige Speicherhersteller die flotten Chips fertigen können.

Wolf im Schafspelz

Beeindruckt haben uns neben der reinen 3D-Power auch die Leisetreter-Qualitäten der 7800 GTX 512. Nvidias Referenzlüfter rotiert trotz der deutlich erhöhten Taktraten sehr leise und ist nur beim Start des Rechners oder unter Vollbelastung in einem schlecht durchlüfteten PC zu hören. So können Sie auch entspannt am PC arbeiten oder eine DVD schauen. Allerdings braucht der riesige Kühlkörper viel Platz, ein eventuell unter dem PCI-Express-Slot liegender PCI-Steckplatz geht mit dem Einbau der Grafikkarte verloren. Trotz des voluminösen Kühlers liegt das Gewicht der Karte unter dem von Sapphires lauterer X1800 XT.

Schwache Ausstattung

Die dünne Ausstattung kann der extremen Spieleleistung nicht folgen: Keine Spiele-Vollversion, keine Anwendungen, nur die üblichen Kabel und Adapter liegen im Karton. EVGA setzt einzig und allein auf die Zugkraft der Grafik-Power. Unterm Strich gewinnt die e-Geforce 7800 GTX 512 durch die hohe Spieleleistung und den ohrenschonenden Kühler aber souverän unseren Vergleichstest.