Flash-Speicher vs. Festplatte im Test | Seite 2
Der Geschwindigkeits-Test
... und Praxis
Die Leistungsfähigkeit der X25-M fällt vor allem in synthetischen Benchmarks ins Auge. Sowohl Lese- als auch Schreibrate liegen alle weit über dem Niveau normaler Festplatten und auch bei den Zugriffszeiten thront die SSD über allen anderen. Nur spüren Sie die gemessenen Vorteile auch in der Praxis? Wir testeten die Ladezeiten und die minimalen Bilder pro Sekunde in Crysis -- das Ergebnis fällt ernüchternd aus. Bei den Ladezeiten gab es kaum Unterscheide und auf die minimale FPS-Rate liegen mit 41,5 fps (Seagate Barracuda) und 39,8 (X25-M) eng aneinander. Erst als wir Antivir parallel zum Crysis-Benchmark das Spieleverzeichnis durchsuchen ließen, kann die SSD ihre Vorteile ausspielen. Während die Seagate-Platte stellenweise auf 5,9 Bilder pro Sekunde einbrach und die Velocirator auf 13,7 fps gebremst wurde, konnten wir mit der SSD nahezu problemlos weiterspielen (29,1). Bei vielen parallelen Zugriffen auf die Festplatte ist die X25-M daher eindeutiger Sieger.
Scannt Antivir während dem Crysis-Benchmark das Spieleverzeichnis, bricht die Leistung bei herkömmlichen Festplatten stark ein -- SSDs haben weniger Probleme.
Auch beim Kopieren von Daten kann die Intel-SSD punkten, wenn auch nicht ganz so eindeutig wie beim Crysis-Antivir-Test. Braucht die Seagate Barracuda noch über zwei Minuten für das Kopieren einer 2,0-GByte-Datei, schafft es die Velocirapor in 52,5 Sekunden und die X25-M in 45,6 Sekunden. Bei unserer 6,2 GByte großen Testordner fielen die Unterschiede mit 6:29 Minuten (Barracuda), 2:11 Minuten (Velociraptor) und 2:09 Minuten (X25-M) noch deutlicher aus.
Fazit
Für Spieler lohnt sich die X25-M derzeit nicht, dafür wiegen die Vorteile den deutlich höheren Kaufpreis nicht auf. In Notebooks oder den kleinen Netbooks hingegen kann Intels SSD den geringen Stromverbrauch, die Laufruhe und die hohe Ausfallsicherheit als Trümpfe ausspielen.