Um mit Intels leistungsstarken Core-2-CPUs mitzuhalten, beschleunigt AMD den Athlon 64 X2 auf 3,0 GHz. Allerdings verbirgt sich im 480 Euro teuren Athlon 64 X2/6000+ keine neue Technik, sondern der von vorherigen X2-Athlons bekannte Windsor-Kern mit 90 Nanometer Strukturbreite und zweimal 1,0 MByte Cache-Speicher. Der maximale Stromverbrauch liegt laut AMD daher bei satten 125 Watt. Im Test rotierte der mitgelieferte Boxed-Kühler unter Last meist an der oberen und deutlich hörbaren Drehzahlgrenze, daher sollten Sie bei einem Kauf ein stärkeres und leiseres Modell mit einplanen.

Im Spieletest auf einem Nforce-590-SLI-Mainboard mit 2,0 GByte DDR2-667-RAM und einer Geforce 7900 GTX übertrifft der X2/6000+ mit 98,7 Frames in Company of Heroes (1024x768, maximale Details) sogar knapp den etwas teureren Core 2 Duo E6700 (510 Euro) mit 98,7 fps. In F.E.A.R. (1024x768, maximale Details) muss sich der X2/6000+ aber mit 124 zu 131 fps geschlagen geben. Unterm Strich kann der X2/6000+ dem E6700 also die Stirn bieten, braucht aber viel Strom und mehr Kühlaufwand.