Videologic Sonic Fury : Moderne Soundchips stehen an Komplexität einem Grafikprozessor kaum mehr nach. Einen solchen DSP (Digital Sound Processor) hat die neue Videologic Sonic Fury an Bord. Sechs Ausgangskanäle, vier Eingangsspuren, ein Midi-Synthesizer mit 8 MByte DLS-kompatiblem Sample-Set, 64 Hardware-Stimmen und bis zu 1024 Software-Stimmen lassen Musikfans aufhorchen. Doch auch für Spieler wird mit folgenden Audio-Standards gut gesorgt: Direct-Sound-3D, EAX 1.0 und 2.0, A3D und DLS, sowie die Sensaura-Technlogien Macro-FX, Multi-Drive und Virtual-Ear. Der Chip kann zusätzlich MP3, Dolby Digital und DTS in der Hardware dekodieren und damit der CPU viel Arbeit abnehmen. Ein digitaler CD-Eingang ist ebenfalls vorhanden.

DVD-Audio vom Besten

Die Anschlüsse an der Rückseite sind für die Betriebs-Modi vielfach kombinierbar, mit einem DVD-Software-Player lassen sich die dekodierten Audio-Streams sogar direkt an Aktivboxen übertragen. Ein separater Decoder ist damit unnötig, obwohl über den S/P-DIF-Ausgang auch eine uncodierte Übertragung an einen Decoder möglich ist.

Vielseitiger Soundchip

Im Hörtest machte die Sonic Fury eine durchgehend gute Figur. Sowohl Spielesounds als auch DVD-Wiedergabe meisterte sie sehr eindrucksvoll. Die MP3-Wiedergabe über den Soundchip war ohne Fehl und Tadel, mit guten Lautsprechern und sorgfältig komprimierten Musikstücken konnten wir kaum einen Unterschied zu einem CD-Spieler feststellen. Die Sonic Fury lässt fast keine Wünsche offen. Die Vielzahl der Funktionen ist zwar zu Anfang ein wenig verwirrend, die gute Bedienungsanleitung aber beim Suchen der richtigen Einstellungen eine große Hilfe. Allein um die beigelegte Software zu durchforsten, sollten Sie sich schon mal ein verregnetes Wochenende reservieren.

(wr) (Getestet in Ausgabe 10/00)