BenQ RL2450HT

TFT-Monitore   |   Datum: 30.10.2012
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BenQ RL2450HT im Test

Profi-Spieler-TFT für unter 200 Euro

Mit Starcraft-2-Profis entwickelt soll der RL2450HT einiges bieten: exzellente Reaktionszeiten, umfassende Einstellmöglichkeiten, tolles Bild – wir machen den Test.

Von Hendrik Weins |

Datum: 30.10.2012


Zum Thema » Optimale Bildqualität TFT-Monitor richtig einstellen » Die besten TFT-Monitore Kaufberatung TFT-Monitore Laut BenQ wurde der RL2450HT mit dem ESport-Team StarTale gemeinsam entwickelt und ganz auf die Bedürfnisse von Profi-Spielern ausgerichtet. Die sechs Starcraft 2 Spieler Rainbow, July, Ace, Bomber, Squirtle und Virus des koreanischen Teams sollen verantwortlich sein, für den laut BenQ spielentscheidenen RTS-Modus (Real Time Strategy, also Echtzeitstrategie). Neben den Spiele-Extras stecken in dem rund 180 Euro teuren 24-Zoll-TFT ein schnelles TN-Panel mit Reaktionszeit von nur zwei Millisekunden und einer Auflösung von spiel- und filmoptimierten 1920x1080 Pixeln. Im Gegensatz zum ebenfalls für spieler entwickelten BenQ XL2420T steckt in dem neuen TFT aber kein 120-Hz-Display sondern ein herkömmliches, das mit 60 Hz auskommen muss.

BenQ RL2450HT : Der BenQ RL2450HT bietet neben vielfältigen Einstellmöglichkeiten noch eine Menge mehr für sein Geld – patzt aber bei den Extras. Der BenQ RL2450HT bietet neben vielfältigen Einstellmöglichkeiten noch eine Menge mehr für sein Geld – patzt aber bei den Extras.

Als einer der wenigen 24-Zöller unter 200 Euro verfügt der RL2450HT über eine Höhenverstellung mit integrierter Pivot-Funktion. Dadurch lässt sich der Monitor spielend leicht an die eigenen Bedürfnisse anpassen und bietet vor allem aus ergonomischer Sicht ein deutliches Plus gegenüber einem Großteil der Konkurrenz.

Anders als in der kommenden GameStar beschrieben befindet sich im Lieferumfang des BenQ RL2450HT kein DVI-Kabel, lediglich ein VGA-Kabel wird mitgeliefert. Laut BenQ lag unserem Testgerät versehentlich ein DVI-Kabel bei. Gegenüber der Print-Version haben wir die Ausstattungs- und Endwertung angepasst und um einen Punkt reduziert.

Bildqualität und Spieleleistung

Im Test kann der BenQ RL2450HT nicht alle seinen Versprechungen einlösen, liefert aber ein insgesamt gutes Bild ab. So liegt die maximale Bildhelligkeit von gemessenen 231,1 cd/m² im Konkurrenzvergleich nur im Mittelfeld, andere Modelle wie der XL2420T erreichen hier annähernd 300 cd/m². Ähnlich sieht es bei dem Kontrastverhältnis aus auch hier liegt der BenQ mit 876:1 nur im Mittelfeld. Die Homogenität der Ausleuchtung ist mit 84 Prozent in Ordnung, sichtbare Lichthöhe sind erst bei absoluter Dunkelheit und einem schwarzen Bild leicht zu erkennen. Zwar sind die Blickwinkel gemessen an teureren Monitoren vergleichsweise eng, wer aber nicht gerade Bildbearbeitung betreibt oder sich wild vor seinem Monitor hin und her bewegt, der bekommt stets ein sehr gutes Bild geliefert.

Die angegebenen zwei Millisekunden Reaktionszeit erreicht der BenQ RL2450HT in unserem Test erwartungsgemäß nicht, die gemessenen 8,4 ms sind aber noch immer schnell genug für selbst hektische Spiele wie Call of Duty Modern Warfare 3 oder Battlefield 3 . Zwar bieten andere TFTs wie der Samsung Syncmaster S24B350H teils schnellere Werte von 7 ms oder weniger, in der Spielerealität gibt es aber keinen spürbaren Unterschied. Der von BenQ hervorgehobene RTS-Modus arbeitet recht aggressiv und erhöht stellenweise den Kontrast extrem. In Spielen sind Einheiten oder Objekte tatsächlich besser zu erkennen, unter Windows oder in Filmen stört diese Verfälschung aber enorm, so dass wir empfehlen den RTS-Modus ausschließlich in Spielen zu nutzen.

Die Interpolationleistung, also das Darstellen von Auflösungen abseits der nativen, ist hervorragend. Der BenQ kann Inhalte nicht nur im Vollbild, seitengerecht oder im Original-Verhältnis anzeigen, sondern auch in voreingestellten Formaten wie 17 Zoll (4:3), 19 Zoll (4:3), 19 Zoll (16:10), 21,5 Zoll (16:9), 22 Zoll (16:10) und 23 Zoll (16:9) – dann jeweils mit schwarzen Balken an den Seiten. Besser geht es kaum.

BenQ RL2450HT : Die Anpassungsmöglichkeiten des BenQ RL2450HT sind enorm vielfältig. Die Anpassungsmöglichkeiten des BenQ RL2450HT sind enorm vielfältig.

Ausstattung und Bedienung

Der Rotstift regiert nur bei der Ausstattung im Karton, denn dem BenQ RL2450HT fehlt ein Kabel zur digitalen Signalübertragung, weder DVI- noch HDMI-Strippe sind mit an Bord, lediglich ein VGA-Kabel wird mitgeliefert – das gibt Punktabzug. Im Gegenzug protzt der 24 Zöller nicht nur mit einer hervorragenden Ergonomie und vielen Einstellmöglichkeiten, sondern auch mit einem umfangreichen und recht simpel zu bedienenden Menü. Mit fünf Tasten an der rechten Monitorseite können Sie den Monitor auf Ihre Bedürfnisse anpassen und drei Einstellungen auf besonders schnell zugängliche Tasten speichern. Wollen Sie zum Beispiel per Tastendruck zwischen dem RTS-Modus und einer anderen Voreinstellung hin und her wechseln, können Sie diese abspeichern und per Knopfdruck die gewünschte Einstellung laden.

Anschluss an den PC oder andere Zuspieler findet der BenQ RL2450HT per VGA, DVI oder HDMI, den mittlerweile bei Radeon-Grafikkarten obligatorischen Displayport unterstützt der 24 Zöller nicht. Für optimale Bildqualität kommen Sie aber um den Kauf eines Kabels zur digitalen Bildübertragung nicht herum.

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Avatar GODzilla
GODzilla
#1 | 31. Okt 2012, 01:30
Das ist witzig. Ich hatte diesen Monitor vor kurzem, nachdem mein alter ausgefallen ist, und es war überhaupt der erste Monitor, bei dem ich jemals "ghosting" aka Schlierenbildung live gesehen habe.

Ironischerweise bietet dabei das GSPB einen perfekten Test: Die Forennamen. Die dunkel-blaue Schrift auf grauem Hintergrund zieht deutliche milchig-graue Schlieren hinter sich her, welche man bereits durch einfaches Scrollen erkennen kann.

Schaltet man den Overdrive ab, verschwinden diese. Immerhin.

Auch in beliebigen Spielen - z.B. Borderlands 2 - konnte ich diese Schlieren produzieren. Es sind weiß nachleuchtende Spuren dunkler Objekte vor hellerem Hintergrund.

Sicherlich gibt es wie bei vielen Monitoren eine gewisse Serienstreuung. Ich wollte es nur Mal erwähnt haben.
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Avatar s-a-n-g-u-i-s
s-a-n-g-u-i-s
#2 | 31. Okt 2012, 11:05
Du solltest das reklamieren.
Selbst bei den billigsten Notebookdisplays gibt es seit Jahren keine Schlieren mehr.
Wenn du Glück hast, wird das vom Hersteller als Fehler gesehen oder vielleicht tauschen die das auch aus Kulanz.
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Avatar GODzilla
GODzilla
#3 | 31. Okt 2012, 11:14
Zitat von s-a-n-g-u-i-s:
Du solltest das reklamieren.
Selbst bei den billigsten Notebookdisplays gibt es seit Jahren keine Schlieren mehr.
Wenn du Glück hast, wird das vom Hersteller als Fehler gesehen oder vielleicht tauschen die das auch aus Kulanz.


Ich habe mittlerweile ein Auge dafür. Selbst der 250€ teure DELL mit IPS-Panel, vor welchem ich gerade sitze, hat sehr leichte Schlierenbildung.

Ich würde sagen es ist weniger selten als man denkt. Man muss es nur eben erstmal sehen. ;)

Auf Kulanz verlasse ich mich übrigens nicht. Ich bestelle im Internet und mache von meinem 14-Tage-Rückgaberecht gebrauch. Manch einer würde sagen, ich nutze es aus. Aber ich war vorher im Einzelhandel, im größten Mediemarkt hier in der Gegend. Ich bin immer noch nicht sicher, was schlechter war: Das Angebot oder die Preise.

Und dann nimmt man das Gerät dort mit, stellt zuhause Probleme fest und muss dann auf die Kulanz von Mitarbeiter Müller vertrauen. Nein, danke. ;)
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Avatar rocksteady
rocksteady
#4 | 31. Okt 2012, 12:12
@Godzilla

Da bist du anscheinend kein Einzelfall. Es gibt viele Forenberichte über Schlieren und Ghosting beim Rl2450HT. Hier scheint die Serienstreuung besonders hoch zu sein.
Ich würde solche Exemplare einfach stumpf zurück schicken. Und wenn ich das Ding zig mal retouren muss, da nehme ich schon lange keine Rücksicht mehr drauf. Je mehr Leute solchen Müll konsequent einschicken, desto eher geht dem Hersteller vielleicht mal ein Licht auf.
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igivenowarning
#5 | 31. Okt 2012, 13:39
Ich habe jetzt hier die Beiträge von Godzilla gelesen und bin bisssl enttäuscht.
Wollte mir den Monitor holen(habe noch nen alten22er BenQ)aber wenn ich sowas lese, bin ich dankbar für die Aussage.
Verstehe ich nicht das dem Gamestar-Team dies nicht auffiel.
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Avatar rocksteady
rocksteady
#6 | 31. Okt 2012, 17:29
Zitat von rob81:
Nur wird es mit IPS / PVA + 120hz nix werden :)


Noch!
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Avatar rocksteady
rocksteady
#7 | 31. Okt 2012, 17:35
Zitat von igivenowarning:
Ich habe jetzt hier die Beiträge von Godzilla gelesen und bin bisssl enttäuscht.
Wollte mir den Monitor holen(habe noch nen alten22er BenQ)aber wenn ich sowas lese, bin ich dankbar für die Aussage.
Verstehe ich nicht das dem Gamestar-Team dies nicht auffiel.


Gamestar kann auch nur testen was es hat!
Selbst Prad.de hat den Monitor für gut befunden. Wie gesagt, Serienstreuung. Die scheint bei BenQ eher hoch zu sein. Wenn dir der Monitor sonst zusagt, würde ich ihm ruhig ne chance geben und wenn er Mist ist kommt er eben wieder zurück.
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Avatar soulshaker
soulshaker
#8 | 07. Nov 2012, 10:45
also bei meinem RL2450HT lag sowohl ein VGA als auch ein DVI Kabel bei.
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Avatar low ping
low ping
#9 | 15. Jan 2013, 18:59
Zitat von soulshaker:
also bei meinem RL2450HT lag sowohl ein VGA als auch ein DVI Kabel bei.


In meinem auch. Hab den heute von Caseking bekommen und bin bisher sehr zufrieden. Danke Gamestar für die Empfehlung.
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Avatar TheCrusader
TheCrusader
#10 | 11. Mrz 2013, 23:23
Hab mir auch den Monitor aufgrund der guten wertungen im netz und dem günstigen preis besorgt.
ausgetauscht hab ich damit meinen alten BenQ (modellnummer vergessen), bei dem mich immer gestört hat, dass das bild so körnig war ...
nun habe ich den monitor ausprobiert, stunden damit verbracht die optimalen bildeinstellungen vorzunehmen und dann start ich diablo 3 und könnt kotzen vor lauter schlieren ...

der geht zurück, auf BenQ vertrau ich so schnell nichtmehr.
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