Eizo Foris FX2431

TFT-Monitore   |   Datum: 23.05.2011
Seite 1 2   Wertung

Eizo Foris FX2431 im Test

24-Zoll-TFT mit brillanter Bildqualität

Eizos exorbitant teurer 24-Zöller Foris FX2431 beeindruckt im Test mit sensationell gutem Bild, verliert aber wichtige Punkte bei der Spieleleistung. Ist er sein Geld wert?

Von Hendrik Weins |

Datum: 23.05.2011


Monitore von Eizo haben seit jeher einen sehr guten Ruf unter Grafikern und Video-Profis. Um auch gut betuchte Spieler von den Qualitäten der Monitore zu überzeugen, vertreibt Eizo zwei neue Modelle mit dem Namen »Foris«. Sie sollen neben dem gewohnt erstklassigen Bild auch mit schnellen Reaktionszeiten auftrumpfen. Wir haben den üppig ausgestatteten 24-Zöller Foris FX2431 im Test – der Preis von 900 Euro ist aber mehr als happig!

Den enormen Preis des Foris FX2431 rechtfertigt Eizo neben der umfangreichen Ausstattung vor allem mit dem verwendeten S-PVA-Panel. In den meisten PC-Monitoren kommen dagegen (wesentlich) günstigere TN-Panels zum Einsatz. Der Vorteil von S-PVA-Panels liegt in der Regel in der spürbar besseren Bildqualität, vor allem was Farbtreue, Kontrastverhältnis und Blickwinkelstabilität angeht. Auch gelingt S-PVA-Monitoren meist ein sattes Schwarz, wohingegen dunkle Passagen bei den TN-Varianten häufig eher grau denn schwarz wirken. Allerdings haben TN-Panels auch einen für Spieler wichtigen Vorteil: Sie reagieren meist deutlich schneller als S-PVA-Monitore.

Eizo Foris FX2431 : Tolle Bildqualität dank S-PVA-Panel und dicke Ausstattung zeichnen den Eizo Foris FX2431 aus – mit etwa 900 Euro ist er aber auch so teuer wie drei bis vier gängige 24-Zoll-TFTs. Tolle Bildqualität dank S-PVA-Panel und dicke Ausstattung zeichnen den Eizo Foris FX2431 aus – mit etwa 900 Euro ist er aber auch so teuer wie drei bis vier gängige 24-Zoll-TFTs.

Spiele-Test

Eizo verspricht für den FX2431 eine Reaktionszeit von nur 6 Millisekunden, diesen Wert erreichten wir in den Messungen aber noch nicht mal annähernd. Mit gemessenen 22,6 ms liegt der Eizo weit entfernt von den Spitzenwerten etwa eines BenQ XL2410T mit tatsächlichen 6 ms. Trotz der vergleichsweise hohen Schaltzeiten konnten wir in Spielen keine Schlieren feststellen, die minimale Kantenunschärfe fällt nur beim genauen Hinsehen auf. Kontraststärke sowie Helligkeitsverteilung sind Genre-Referenz, davon profitieren auch Spiele.

Im direkten Vergleich mit 120-Hz-Monitoren fällt der Unterschied bei der Bildwiederholrate deutlich auf. Zwar genügen die 60 Hz des Eizo Foris FX2431 um ein tolles Bild zu liefern, schnelle Schwenks in Spielen oder Videos profitieren aber sichtbar von der doppelten Hertz-Anzahl. Monitore wie der BenQ XL2410T oder Asus VG236HE haben dank des 120-Hz-Displays einen sichtbaren Vorteil bei der Darstellung schneller Bildfolgen - die Bewegungen wirken einfach flüssiger und stabiler.

Bildqualität

Die gemessene Bildqualität ist eindrucksvoll. So liegt der maximale Kontrast bei hohen 1.393:1, die maximale Helligkeit bei sehr guten 252,5 cd/m². Die Ausleuchtung ist mit 89 Prozent Homogenität sehr gleichmäßig, alles in allem zeigt der Foris FX2431 ein durchweg beeindruckendes Bild. Der subjektive Eindruck dere Bildqualität ist einfach hervorragend: Die Farben leuchten, dazu kommt ein sattes Schwarz und die Blickwinkel sind sehr weit - hier spielt das hochwertige S-PVA-Panel seine Stärken aus. Trotz des entspiegelten Displays gelingt die Darstellung brillant ohne übertrieben zu sein, und virtuelle Welten wirken absolut realistisch.

Ausstattung und Bedienung

Eizo Foris FX2431 : Die Anschlussausstattung ist umfangreich, mit Hilfe der Bild-in-Bild-Funktion betrachten Sie auch zwei Quellen gleichzeitig. Die Anschlussausstattung ist umfangreich, mit Hilfe der Bild-in-Bild-Funktion betrachten Sie auch zwei Quellen gleichzeitig. Die Optik des Eizo Foris FX2431 ist zumindest gewöhnungsbedürftig. Zum einen steckt das 24-Zoll-Display mit der Auflösung von 1920x1200 Bildpunkten in einem ausladenden Gehäuse, zum anderen passen die eckige Form und die runde Lautsprecher-Röhre unterhalb des Displays irgendwie nicht recht zueinander. Um den 24-Zöller optimal an Ihre Sitzposition anzupassen, können Sie ihn in eingeschränkt in der Höhe verstellen, drehen und neigen, eine Pivot-Funktion hat er nicht.

Anschlüsse bietet der FX2431 mehr als genügend. Neben einem analogen VGA-Port besitzt er auch einen DVI- sowie zwei HDMI-Anschlüsse. Ein Komponenten- und ein S-Video-Eingang sind ebenfalls vorhanden - nur Displayport fehlt. Um auch von externen Geräten Audio-Signale zu empfangen, können Sie diese entweder über HDMI, mit einem 3,5-mm-Klinkenstecker oder per Cinch-Buchsen anschließen. Die beiden 2-Watt-Lautsprecher liefern für Monitor-Verhältnisse einen überraschend guten Klang, mit halbwegs vernünftigen Boxen können Sie aber erwartungsgemäß nicht mithalten. Per 3,5-mm-Klinke können Sie auf Wunsch aber auch einen Kopfhörer anschließen.

Die Ausstattungskiste ist prall gefüllt, so liegen dem Monitor ein VGA- und ein DVI-Kabel bei, auch eine Fernbedienung mit Batterien gehört zum Lieferumfang. Mit der Fernbedienung Schalten Sie komfortabel zwischen den angeschlossenen Geräten hin und her, zudem können Sie den Monitor damit wesentlich umfangreicher kalibrieren als per On-Screen-Menü. Selbst ein Bild-in-Bild-Modus ist verfügbar, sodass Sie problemlos bei einer gemütlichen Partie Civilization V in einem kleinen Extra-Bild das laufende Länderspiel verfolgen können.

Eizo Foris FX2431

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Avatar Alex.94
Alex.94
#1 | 23. Mai 2011, 17:24
Das Teil hätte ich gerne bei mir stehen, ist aber leider viel zu teuer...
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GSF
#2 | 23. Mai 2011, 17:27
Ihr solltet auch noch den Eizo Foris FS2331 testen, der mit einem C-PVA-Panel aufwartet und sich, laut Hersteller, eher an Gamer richten soll.
(Online-)Magazine wie CHIP, PRAD und PCGH widersprechen sich bezüglich der Gamingtauglichkeit dieses Modells teilweise, weshalb es toll wäre, einen weiteren Test zum Vergleich zu haben.

Zumal sich der FS2331 mit einem Preis von 300 Euro weniger stark an ein professionelles Publikum richtet und trotzdem ein tolles Bild bieten soll.

Ein weiterer Kandidat zum Testen wäre der Dell UltraSharp U2311H.
Denkt bitte darüber nach ^^

Mfg
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Avatar GrannyStylez
GrannyStylez
#3 | 23. Mai 2011, 17:28
nice :D
aber ein 140€ tft tuts nach meiner neuesten erkenntnis auch mehr als ausreichend : )
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GSF
#4 | 23. Mai 2011, 17:29
Ihr solltet auch noch den Eizo Foris FS2331 testen, der mit einem C-PVA-Panel aufwartet und sich, laut Hersteller, eher an Gamer richten soll.
(Online-)Magazine wie CHIP, PRAD und PCGH widersprechen sich bezüglich der Gamingtauglichkeit dieses Modells teilweise, weshalb es toll wäre, einen weiteren Test zum Vergleich zu haben.

Zumal sich der FS2331 mit einem Preis von 300 Euro weniger stark an ein professionelles Publikum richtet und trotzdem ein tolles Bild bieten soll.

Ein weiterer Kandidat zum Testen wäre der Dell UltraSharp U2311H mit IPS-Panel.
Denkt bitte darüber nach ^^

Mfg GSF

PS: Nehmt bitte den Input-Lag eines TFT-Monitors als Testkriterium in euer System mit auf. Für eine nicht kleine Minderheit der Gamer ist dieses Kriterium sogar wichtiger als die Reaktionszeit, die bei den allermeisten Bildschirmen ja inzwischen ausreicht.
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Kuomo
#5 | 23. Mai 2011, 17:34
Egal wie gut er ist 900€(!) kann es niemals rechtfertigen.
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pti4ka
#6 | 23. Mai 2011, 17:43
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
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GSF
#7 | 23. Mai 2011, 18:03
Zitat von pti4ka:
Mein 24" Monitor reicht mir völlig ...
und 900 euro sind ja mal ne frechheit ..

kauft euch lieber falls ihr es plant nen philips oder so ...
24" und 1080p ... mehr braucht man in den nächsten jährchen sowieso nicht


Wenn man mal den Unterschied zwischen TN- und IPS-/PVA-Panels gesehen hat, möchte man eher kein TN-Panel mehr kaufen.

Selbst günstige IPS-Bildschirme, wie der Dell U2311H (siehe mein Beitrag oben ^^) hat große Vorteile gegenüber jedem TN-Monitor, was die Bildqualität angeht. Zocken kann man darauf, laut diverser Reviews, auch recht gut. Entsprechend bleibt eigentlich nur die fehlende 120Hz-Technik als Manko. Und das alles für 200 Euro.

Wie groß der Vorteil von 120Hz ist hängt zudem von der Wahrnehmung des Nutzers ab - jeder empfindet das anders.

Summa summarum ist die Geschwindigkeit wirklich der einzige Vorteil eines TN-Monitors, abseits vom Preis. Zumal heutige High-End-TN-Modelle durchaus ziemlich teuer sein können ^^
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Avatar pti4ka
pti4ka
#8 | 23. Mai 2011, 18:09
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Teralios
Teralios
#9 | 23. Mai 2011, 18:29
Zitat von pti4ka:


Ja das bezweifel ich nicht :)
Jeder muss da für sich feststellen >wofür< er den Monitor benutzen möchte den er sich zulegen will. Trotzdem sind die 900 Euro ungerechtfertig.

Ja und nein. EIZO bietet dafür erstklassigen Support. Austausch gegen ein Neuwertiges Gerät bei Problemen. So einen Support hast du bei anderen Herstellern nicht. Ich hatte ein Problem mit einem EIZO-Monitor, 2 Tage später stand der Spediteur mit einem neuwertigen Gerät vor der Tür, hat es angeschlossen und das alt Gerät mitgenommen.

Das muss aber jeder auch für sich entscheiden. Ich würde freiwillig zu keinem TN-Panel mehr greifen, neben mehr Farben und besserem Kontrast gegen über TN, gibt es eben auch die "satteren" Farben. Wer dann nicht unbedingt 24" will, findet in der Riege der 22" eben gute Monitore zum vernüftigen Preis von 200 - 700,- (Wenn es denn nen EIZO SX sein muss. ;))

Und die 120HZ ist für mich z.B. kein Argument, ich sehe den Unterschied zwischen 60Hz und 120Hz nicht oder nur, wenn die Spiele diese Wiederholrate liefern, dass ist aber doch relativ selten. Und da TFTs anders als Röhren ihre Bilder aufbauen, gibt es ja auch kein "Flimmern". ;)
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Avatar NeoAragorn
NeoAragorn
#10 | 23. Mai 2011, 19:30
Unabhängig von allen Pro- und Kontra-Argumenten: Wer 900 Euro für einen TFT ausgibt hat einfach zu viel Geld ... mal abgesehen von wirklich professionellen Anwendungsbereichen BRAUCHT man das Gerät wohl eher nicht ...
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