VR-Brille Dlodlo V1 : Die Dlodlo V1 soll VR handlich machen und wiegt nur 88 Gramm. Die Dlodlo V1 soll VR handlich machen und wiegt nur 88 Gramm.

VR-HMDs wie die Oculus Rift und die HTC Vive erinnern mehr an Skibrillen als an Hightech-Produkte für Gamer. Mit Kopfbändern befestigt ruinieren sie zudem die Frisur, was oft nicht nur die weibliche Spielerschaft stört, und drücken im Gesicht.

Das 559 US-Dollar teure V1-Headset der Firma Dlodlo (ausgesprochen wie »dwo-dwo«) hingegen ist zwar immer noch weit von der Eleganz guter Sonnenbrillen entfernt, mutet aber mehr wie eine Schweißerbrille an als wie ein Wintersportutensil.

Eigene Rechenleistung bietet die V1 nicht, es wird auch nicht wie bei Samsungs Gear VR ein Smartphone eingesteckt um dessen Display und Prozessor zu nutzen. Ein mobiler Betrieb ist dennoch möglich, Dlodlo will ein D1 genanntes Mobilgerät in der Größe eines Smartphones auf den Markt bringen, das für die nötige Rechenleistung (aber vermutlich ebenfalls nur auf Smartphone-Niveau) sorgen soll. Diese Zusatzbox ist beim Kauf der V1-Brille nicht enthalten, einen Verkaufspreis des D1-Kästchens nannte Dlodlo bislang jedoch nicht.

Die beiden Display lösen jeweils mit 1.200 x 1.200 Pixeln auf, was im Endeffekt zu einer gegenüber Oculus Rift und HTC Vive etwas höheren Gesamtauflösung führt - das ruft nach einem flotten PC zur Grafikberechnung. Tatsächlich lässt sich die V1 nicht nur mit der D1-Zusatzbox verbinden sondern auch mit PCs.

Im Gegensatz zu den vergleichsweise schweren PC-VR-Lösungen ist das V1 quasi federleicht. Nur 88 Gramm bringt die Brille auf die Waage - sogar noch deutlich weniger als eine Gear VR, die es auf 312 Gramm bringt. Dennoch soll die Brille laut den Kollegen bei The Verge nicht so gut sitzen - sie drückt zwar nicht und schottet auch störendes Licht gut ab, dafür rutscht sie aber bei Bewegungen schnell herunter. Auch die bereits verfügbare Software ist noch sehr überschaubar, das Angebot soll aber ausgebaut werden. Gegenüber VR am PC fehlt der V1 zudem das externe Tracking, es werden wie bei Smartphone-VR nur Kopfbewegungen erfasst. Auf das praktische Touchpad der Gear VR verzichtet Dlodlo allerdings, es wird also immer ein zusätzliches Eingabegerät benötigt.

Quelle: The Verge