Samsung Syncmaster S27A950D im Test
27-Zoll-TFT mit 120 Hertz auch für Radeons
Der Samsung Syncmaster S27A950D beherrscht 120 Hertz, setzt aber nicht auf Nvidias 3D Vision 2, sondern bringt seine eigene 3D-Technik mit, die mit einer Radeon sogar besser funktioniert als mit einer Geforce.
Von
Florian Klein
|
Datum:
16.01.2012
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Mit dem Syncmaster S27A950D stellt Samsung nach fast drei Jahren wieder einen 3D-TFT für den PC vor. Und das obwohl der südkoreanische Konzern Anfang 2009 mit dem
Syncmaster 2233RZ
den ersten 3D-TFT für den PC auf den Markt brachte, der mit Nvidias 3D Vision ausgestattet war. Aus bislang unbekannter Ursache kam es dann aber wohl zu Verstimmungen zwischen den beiden Herstellern und Samsung hat seitdem keinen 3D-Vision-TFT mehr entwickelt. Auch der Samsung Syncmaster S27A950D im Test setzt, anders als die weitaus meisten 3D-TFTs für den PC, nicht mehr das auf Geforce-Karten beschränkte
3D Vision 2
ein. Im Gegenteil: Der 3D-Modus des
Samsung Syncmaster S27A950D
funktioniert im Test sogar besser mit Radeons!
Wie die meisten 3D-TFTs nutzt der Samsung Syncmaster S27A950D aber ebenfalls ein 120-Hertz-Display, das bis zu 120 Bilder pro Sekunde darstellen kann (60 Bilder pro Auge im 3D-Modus). Die Diagonale des nicht entspiegelten TN-Panels beträgt satte 27 Zoll (68,58 cm), die Auflösung 1920x1080 Pixel (Full HD). Für den 3D-Modus liegt eine kabellose Shutter-Brille bei, deren Design den Modellen für die 3D-fähigen Flachbildfernseher von Samsung ähnelt. Die Brille trägt sich dank ihres geringen Gewichtes von nur 34 Gramm auch nach längerer Zeit noch angenehm, allerdings verzichtet Samsung auf einen integrierten Akku und setzt dagegen auf eine Knopfzellenbatterie, die für bis zu 70 Stunden 3D-Betrieb reichen soll und im Handel etwa einen Euro kostet.
Vorderseite
Der elegant designte Samsung Syncmaster S270950D kostet zum Testzeitpunkt mindestens 520 Euro
Seitenansicht
Durch den klobigen Standfuß ist der 27-Zöller tiefer als eigentlich notwendig.
Rückseite
In engen Grenzen lässt sich das Display neigen, um es besser auf die Sitzposition auszurichten.
3D mit Radeon oder Geforce
Zum Spielen in 3D benötigen Sie außerdem noch eine zusätzliche Software, die Spielegrafik in stereoskopisches 3D umrechnet (bei 3D Vision übernimmt das der Geforce-Treiber), solche Programme gibt es von iz3D und Tri-Def. Nur
Deus Ex: Human Revolution
und
Dirt 3
laufen auf dem Samsung S27A950D in Kombination mit einer Radeon auch ohne Zusatz-Software in 3D, da deren Spiele-Engines AMDs 3D-Standard HD3D nativ unterstützen.
Die 3D-Brille des Syncmaster S27A950D ist mit nur 34 Gramm Gewicht angenehm leicht.
Während Nvidias 3D Vision ausschließlich mit Geforce-Karten funktioniert, zeigt sich der Samsung Syncmaster S27A950D umgänglicher – der 3D-Modus funktioniert mit Hilfe der beiliegenden Tri-Def-Software sowohl mit Radeons als auch mit einer Geforce. Mit einer Nvidia-Grafikkarte allerdings nur im Side-by-Side-Modus, in dem beide Stereo-Bilder nebeneinander in einem Frame übertragen werden, was die horizontale Auflösung halbiert. Im 3D-Modus sehen Geforce-Besitzer also nur 960x1080 Pixel statt der nativen Full-HD-Auflösung von 1920x1080 des Samsung Syncmaster S27A950D. Mit einer Radeon klappt die Darstellung in 1920x1080 dagegen auch im 3D-Modus dank des unterstützten Frame-Sequential-Verfahrens, bei dem nacheinander die Bilder für das linke und das rechte Auge in voller Auflösung übertragen werden. Technisch wäre das auch für Geforce-Karten kein Problem, aktuell funktioniert das jedoch nicht.
Die etwa einen Euro teuren Knopfzellen in der Shutter-Brille des Syncmaster S27A950D sollen für bis zu 70 Stunden 3D-betrieb reichen.
Allerdings entspricht die dem Syncmaster S27A950D beiliegende Tri-Def-Software nicht der aktuellen Standard-Version, die Sie als Besitzer einer Radeon HD 5000 oder HD 6000 für 25 US-Dollar (sonst 50 US-Dollar) kaufen können beziehungsweise müssen, sondern ist eine speziell für Samsung angepasste Variante vom August 2011, der dementsprechend die Unterstützung seitdem erschienener Titel wie etwa
Battlefield 3
fehlt. Im direkten Vergleich zu Nvidias 3D Vision, das kostenlos und bequem im Treiber integriert ist und beim Spielstart gleich die passenden Einstellungen vorschlägt, fällt die Bedienung der Tri-Def-Software hakeliger aus und erfordert oft einigen Konfigurationsaufwand, bis ein Spiel überhaupt in 3D startet. Neben der Tri-Def-Software bietet der Samsung-TFT auch einen integrierten 2D-zu-3D-Modus, der durch simple Bildverschiebung einen mehr schlechten als rechten dreidimensionalen Eindruck erzeugt, dafür aber keine Performance kostet.