CES 2013 : Die TV-Branche leidet an einem weit verbreiteten Problem: Moderne Fernsehgeräte mit Auflösungen jenseits von FullHD sollen zwar die Zukunft des Fernsehens darstellen, es mangelt ihnen aber massiv an Inhalten. TV-Programme, Blu-ray-Discs und Online-Videotheken bieten Filme maximal in FullHD an. Das will Sony nun ändern und wird dabei auf eine eigene Online-Distributionsplattform für 4K-Filme setzen. Sony wird für diesen Onlinedienst primär eigene Inhalte aus den Sony-Studios produzieren lassen. Dieser Service soll zuerst in Japan angeboten werden und dürfte in Deutschland bei einem Erscheinen wohl erst einmal nur für Bewohner gut mit Breitbandinternet ausgebauter Großstädte in Frage kommen.

Die Filmdistribution soll dann die ebenfalls auf der CES 2013 ausgestellten neuen Fernseher von Sony ins Interesse der potentiellen Käufer rücken. So zeigt Sony in Las Vegas 4K-Modelle mit 55 Zoll und 65 Zoll. Die geringeren Diagonalen sind dabei primär preislichen Gründen geschuldet, Sony versucht mit bezahlbaren Mittelklassemodellen 4K-TV in den Massenmarkt zu bringen. Im Gegensatz zum 84 Zoll großen Topmodell XBR-84X900 sollen die Neuzugänge XBR-55X900A und XBR-65X900A preislich auf dem Niveau aktueller Premiumgeräte liegen und damit nicht den Gegenwert eines Neuwagens der Mittelklasse aus der Geldbörse reißen.

Um auch herkömmliche HD-Inhalte in besserer Qualität betrachten zu können, setzt Sony zudem auf ein 4K-Upscaling. Ebenfalls integriert ist eine 3D-Funktion auf Basis der Polfiltertechnik. Generell profitiert Polfilter-3D sehr stark von den hohen UHD-Auflösungen, da sich bei dieser 3D-Technik die Auflösung je nach Hersteller horizontal oder vertikal halbiert.