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CES 2013 - Broadcom zeigt neuen TV-Chip mit H.265-Support

Der Hersteller Broadcom präsentiert auf der CES in Las Vegas einen neuen Chip für Fernseher und Medienplayer, der die Bandbreite beim Videostreaming ohne sichtbaren Qualitätsverlust halbieren kann.

Von Dennis Ziesecke |

Datum: 09.01.2013 ; 11:16 Uhr


CES 2013 : In jedem modernen Fernseher und in jedem Blu-ray-Player steckt einiges an Rechenleistung. Um aus einem Fernseher ein Smart-TV zu machen, nutzen die Hersteller spezielle Chips von Realtek, Broadcom und anderen Chipproduzenten - diese Chips übernehmen De- und Enconding der Videos und bieten Rechenleistung für die grafische Oberfläche sowie Ansteuerungsmöglichkeiten für Netzwerkports und Speicher.

Der nun in Nevada auf der CES vorgestellte Broadcom BCM7445 ist einer der ersten Chips, der die neue Kompressions-Technologie H.265 unterstützt. Dieser auch als MPEG-5 oder HEVC (High Efficiency Video Coding) bezeichnete Codec dient als Nachfolger des aktuell sehr beliebten H.264 und halbiert bei einer vergleichbaren Videoqualität die benötigte Bandbreite. Hochauflösende Filme lassen sich also platzsparender speichern und übertragen, was sich positiv auf die Bildqualität von Online-Videostreaming-Angeboten auswirken dürfte.

H.265 ist zudem für 4K-Auflösungen und die Wiedergabe mit 60 Frames pro Sekunde geeignet und kann Videos mit bis zu 4.096 x 2.160 Pixeln vergleichsweise platzsparend verarbeiten. Außerdem kann der BCM7445 mit Gigabit-Ethernet umgehen, so dass die hohen Netzwerkbandbreiten beispielsweise zur Wiedergabe mehrerer Programme aus dem heimischen Netzwerk gleichzeitig genutzt werden kann.

Broadcom fertigt den Chip in einem modernen 28-nm-Verfahren und setzt auf die ARM-Architektur. Da sich der BCM7445 auch als Application-Prozessor nutzen lässt, können auf entsprechend ausgestatteten Fernsehgeräten auch Apps nachinstalliert werden.

Wer nun aber auf eine baldige Einführung des Chips und damit bestückter TV-Geräte hofft, wird sich noch etwas in Geduld üben müssen - in großen Stückzahlen soll ihn Broadcom erst im kommenden Jahr liefern können, während aktuell nur Muster-Exemplare an interessierte TV-Hersteller gehen.

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Avatar hasi11
hasi11
#1 | 09. Jan 2013, 11:38
Ob ein Blurayplayer das in Echtzeit verarbeiten könnte?
Dann würden ja nach wie vor 50GB Blurays ausreichen.
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Avatar DerOliver
DerOliver
#2 | 09. Jan 2013, 11:48
sehr gut, dann sind die mkvs bald nur mehr halb so groß =)
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Avatar sirius3100
sirius3100
#3 | 09. Jan 2013, 12:05
Zitat von hasi11:
Ob ein Blurayplayer das in Echtzeit verarbeiten könnte?
Dann würden ja nach wie vor 50GB Blurays ausreichen.


Wobei es dann ja im Endeffekt noch einen weiteren Standard für Medien auf Blu-ray geben würde.
Bin mir irgendwie unsicher ob eine zusätzliche Aufsplittung (neben normalen Blu-ray und Blu-ray 3D) die Verbraucher nicht noch mehr verwirren würde.
Und besonders bei 4K 3D Material würde es wohl auch mit h.265 recht eng auf 'ner 50GB-Disc werden.

€: anders als die Blu-ray 3D Medien wäre eine neuer Standard wohl auch nicht abwärtskompatibel.
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Avatar KitFisto
KitFisto
#4 | 09. Jan 2013, 12:06
Also prinzipiell hab ich ja nie was gegen die Technik News hier bei Gamestar, aber jetzt alle Techniktrends der CES bewerben ist dann doch etwas zuviel des guten. Es würde dann doch auch ne News reichen, die auf eine Partnerwebsite verweist mit den neuesten Trends der CES.
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Avatar hasi11
hasi11
#5 | 09. Jan 2013, 12:11
Zitat von sirius3100:


Wobei es dann ja im Endeffekt noch einen weiteren Standard für Medien auf Blu-ray geben würde.
Bin mir irgendwie unsicher ob eine zusätzliche Aufsplittung (neben normalen Blu-ray und Blu-ray 3D) die Verbraucher nicht noch mehr verwirren würde.
Und besonders bei 4K 3D Material würde es wohl auch mit h.265 recht eng auf ner 50GB-Disc werden.


Bei 1920x800 kommt man gut mit 10mbit/s heutzutage hin um keinen Unterschied mehr erkennen zu können zwischen untouched Bluray und Kopie.
Vorausgesetzt H.265 packt es wirklich mit der halben Bitrate würde das bei 4facher Auflösung also 20mbit/s bedeuten.
Heutige Blurays werden meist zw. 20mbit/s(Animationsfilme, ruhiges Material) und 35mbit/s(schnelle, actionreiche Filme)codiert.

Das würde dann ja durchaus passen, hat man sogar noch Platz für weniger als 50% bessere Kompression, 30% reichen dann ja auch.

3D frisst idR maximal 10% an Bitrate, sollte also kein großer Faktor dort sein.
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Avatar sirius3100
sirius3100
#6 | 09. Jan 2013, 12:26
Zitat von hasi11:


Bei 1920x800 kommt man gut mit 10mbit/s heutzutage hin um keinen Unterschied mehr erkennen zu können zwischen untouched Bluray und Kopie.
Vorausgesetzt H.265 packt es wirklich mit der halben Bitrate würde das bei 4facher Auflösung also 20mbit/s bedeuten.
Heutige Blurays werden meist zw. 20mbit/s(Animationsfilme, ruhiges Material) und 35mbit/s(schnelle, actionreiche Filme)codiert.

Das würde dann ja durchaus passen, hat man sogar noch Platz für weniger als 50% bessere Kompression, 30% reichen dann ja auch.

3D frisst idR maximal 10% an Bitrate, sollte also kein großer Faktor dort sein.


Hast du irgendeinen Link dazu? Ich selbst hab öfter mal nach "Blu-ray Bitrate" etc. gegoogelt, aber mehr als die Maximalspecs (also 54Mbit/s bzw. 72Mbit/s für 3D, jeweils inkl. Audio) konnte ich bisher nicht finden. Dass die Filme diese Bitrate nicht dauerhaft verlangen können war mir klar (sonst würden viele Sachen schon jetzt nicht auf die Discs passen), aber bisher hab ich eben noch nirgendwo die tatsächlich verwendeten Bitraten gesehen.

Wenn die 35Mbit/s für Actionfilme stimmen würde ich trotzdem mal eher davon ausgehen (und nicht von den genannten 10Mbit; bei geripptem Material mit so 'ner Bitrate sieht man imho sowieso schon noch einen Unterschied zu 'ner Bluray). Mit 4K wären das mit h.265 dann ja auch 70Mbit/s.

Wobei ich da mal eine Frage habe: Sind Filme auf Blurays eigentlich mit 60FPS gespeichert oder mit 24FPS? Würde ein Wechsel der Kinofilme von 24FPS auf 48FPS (oder gar 60FPS) signifikant mehr Bandbreite erfordern?
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Avatar Imradi
Imradi
#7 | 09. Jan 2013, 12:36
Zitat von KitFisto:
Also prinzipiell hab ich ja nie was gegen die Technik News hier bei Gamestar, aber jetzt alle Techniktrends der CES bewerben ist dann doch etwas zuviel des guten. Es würde dann doch auch ne News reichen, die auf eine Partnerwebsite verweist mit den neuesten Trends der CES.

Und das entscheidest du? Was der Rest hier lesen will? Mich interessiert das, was hier in den News steht und will nicht über x Seiten crossverlinkt werden.
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Avatar Kehool
Kehool
#8 | 09. Jan 2013, 12:39
Zitat von hasi11:
Ob ein Blurayplayer das in Echtzeit verarbeiten könnte?
Dann würden ja nach wie vor 50GB Blurays ausreichen.


der rechenaufwand für das decodieren von h.265 dürfte nicht sehr viel höher sein als für h.264
das encodieren ist es was viel rechenaufwand erfordert :)
es könnte also höchstens beim aufnehmen von sendungen in h.265 probleme geben, aber das glaube ich eigentlich nicht
wenn genug festplattenspeicher vorhanden ist kann man die sendungen auch etwas "schlampiger" aufnehmen (also größere bitrate, dafür aber weniger gründlich), das spart rechenzeit, benötigt aber mehr platz
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Avatar hasi11
hasi11
#9 | 09. Jan 2013, 14:53
Zitat von sirius3100:


Wobei ich da mal eine Frage habe: Sind Filme auf Blurays eigentlich mit 60FPS gespeichert oder mit 24FPS? [b]Würde ein Wechsel der Kinofilme von 24FPS auf 48FPS signifikant mehr Bandbreite erfordern?[/b]


Ja, genau die doppelte.
Durch die schnelleren Bildwechsel könnte man natürlich argumentieren, dass man wieder durch das schärfere Bild bei Bewegung etwas einsparen könnte, aber das frisst ja letzendlich den Vorteil wieder aus.

Ein bisschen lässt sich sicher bei den Bewegungsbildern sparen, weil einfach doppelt so viele Frames da sind und einzelne Frames nicht mehr die Peak Bitrate brauchen wie da vor um Schlieren und Artefakte zu vermeiden.

Bei ein und demselben Codec schätze ich so auf 90% mehr Bitrate.
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Avatar Kehool
Kehool
#10 | 09. Jan 2013, 18:15
Zitat von hasi11:


Ja, genau die doppelte.

nicht ganz richtig
h.264/265 arbeitet mit referenzbildern die bei einem szenenwechsel/schnitt und in periodischen abständen bzw. wenn die unterschiede zu groß werden gespeichert werden

zwischen diesen referenzbildern werden nur die unterschiede bzw. die verschiebung (z.B. bei kameraschwenks) von einem zum nächsten frame gespeichert (p-frames).. die p-frames sind natürlich deutlich kleiner als die referenzbilder (für ruhigere szenen oft nur 1/20 des referenzbildes)

allein deshalb gilt bereits: wenn ich die anzahl der p-frames zwischen 2 referenzbildern (mehr referenzbilder brauche ich im allgemeinen nicht) verdoppele verdoppelt sich nicht automatisch auch die bitrate

dazu kommt aber noch dass die unterschiede zwischen den p-frames bei einer größeren bildwiederholrate immer kleiner werden was automatisch dafür sorgt dass auch die größe der einzelnen p-frames im durchschnitt abnimmt
deshalb wird sich die bitrate nichtmal dann verdoppeln wenn man die referenzbilder herausrechnet und nur die p-frames zum vergleich heranzieht, ich glaube das war es auch was du mit deinem letzten absatz sagen wolltest, ganz sicher bin ich mir aber nicht

dann wäre da noch die tonspur die von einer verdopplung der bildwiederholrate nicht betroffen ist
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