Samsung UE46F6500 : Der 46 Zoll große Samsung UE46F6500 stammt aus der Mittelklasseserie des Herstellers und bietet viel Bildfläche zum kleinen Preis. Der 46 Zoll große Samsung UE46F6500 stammt aus der Mittelklasseserie des Herstellers und bietet viel Bildfläche zum kleinen Preis.

Der zum Testzeitpunkt rund 740 Euro teure Samsung UE46F6500 ist ein 46 Zoll großer Full-HD-Fernseher aus Samsung 2013er-Serie 6, die aus insgesamt 72 Modellen mit 32, 37, 40, 46, 50, 55 und 60 Zoll Diagonale besteht. Das Fernsehprogramm bereitet der mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung ausgestattete LCD-Fernseher über einen eingebauten dreifachen TV-Tuner für terrestrisches Fernsehen (DVB-T), Satellit (DVB-S2) und Kabelfernsehen (DVB-C) auf. Decoder-Karten für Pay-TV-Programme wie Sky schluckt er interne CI-Slot. Neben der 2D-Darstellung kann der UE46F6500 die Bildinhalte auch dreidimensional anzeigen, dazu werden zwei aktive (aber leichte) Shutter-Brillen mitgeliefert. Die Einbindung des UE46F6500 ins heimische Netzwerk kann drahtlos oder kabelgebunden erfolgen. Über die eingebaute All-Share-Funktion lassen sich Filme, Musik und Dateien problemlos teilen. Neben einer Standard-Fernbedienung wird eine zweite Smart Touch Control genannte Fernbedienung mitgeliefert, über die sich der UE46F6500 auch per Sprache und Gesten bedienen lässt.

Zum Thema » Panasonic TX-P50STW60 im Test Panasonics letzter Plasma-TV? » Philips 47PFL6008K im Test 47-Zoll-Fernseher mit Ambilight XL Samsung UE46F6500 ab 979,00 € bei Amazon.de Neben vier HDMI-Anschlüssen hat das Gerät einen WLAN-Zugang, einen Ethernet- sowie drei USB-2.0-Anschlüsse für weitere Massenspeicher, wie USB-Sticks und -Festplatten. Bei der Bedienung des Gerätes geht Samsung neue Wege. Mit der kostenfreien App »Samsung SmartView« lässt sich der UE46F6500 auch mittels Android- und iOS-Geräten bedienen.

Inbetriebnahme

Vor dem ersten Bild steht der Zusammenbau des gerade einmal 11 kg leichten Fernsehers und dem eineinhalb Kilogramm schweren Metallfuß. Die acht Schrauben sind schnell befestigt. Optisch fügt sich der fast rahmenlose Fernseher in so ziemlich jedes Wohnzimmer-Design ein. Die herkömmliche Fernbedienung ist von hinreichend guter Haptik und Qualität, während die Smart Touch Control einen besonders wertigen Eindruck hinterlässt. Der Sendersuchlauf klappt problemlos, der heimische WLAN-Router wird auf Anhieb gefunden. Über die All-Share-Funktion können nun Filme, Bilder und Musik von im Netzwerk befindlichen Laufwerken oder Rechnern über den Fernseher wiedergegeben werden.

Samsung UE46F6500 : Der Samsung UE46F6500 lässt sich per normaler Fernbedienung, per Smartphone oder per Gesten- und Sprachsteuerung bedienen. Der Samsung UE46F6500 lässt sich per normaler Fernbedienung, per Smartphone oder per Gesten- und Sprachsteuerung bedienen.

Die Inhalte von direkt angeschlossenen USB-Sticks lassen sich problemlos wiedergeben. Die im heimischen Netzwerk zur Verfügung gestellten Netzlaufwerke, wie etwa NAS-Laufwerke, allerdings nicht. Hierfür wird überflüssigerweise ein AllShare-Konto benötigt. Bei USB-Sticks gibt es zudem die Einschränkung, dass nur unter Windows angebotene Laufwerksformatierungen unterstützt werden (NTFS und FAT). Unter Mac OS formatierte Medien (HFS+) werden vom Samsung-Smart-TV nicht erkannt. Darüber hinaus können Dateien, die etwa mit einem Unterstrich beginnen, wie Bilder von manchen Digitalkameras, nicht wiedergegeben werden. Angeblich wird das Format derzeit noch nicht unterstützt - tatsächlich aber zeigt der Samsung-Fernseher auch diese Bilder an, sobald wir den vorangestellten Unterstrich entfernen.

Samsung UE46F6500 : Der Farbraum des Samsung UE46F6500 (rot) orientiert sich an den Eckpunkten von PAL (grün) und HDTV (blau), ist aber etwas zu warm. Wünschenswert wäre, wenn der Farbraum des UE46F6500 sowohl PAL als auch HDTV möglichst komplett abdecken würde. Der Farbraum des Samsung UE46F6500 (rot) orientiert sich an den Eckpunkten von PAL (grün) und HDTV (blau), ist aber etwas zu warm. Wünschenswert wäre, wenn der Farbraum des UE46F6500 sowohl PAL als auch HDTV möglichst komplett abdecken würde. Bei der Wiedergabe ist desweiteren zu beachten, dass je nach angewählter Kategorie (Filme, Bilder, Musik) nur entsprechende Formate wiedergegeben werden können, etwa MP3-Dateien bei angewähltem Musik-Ordner, JPEG-Dateien unter Bildern. Einige Formate kann der eingebaute Mediaplayer allerdings gar nicht wiedergeben. Dazu gehören Aiff-, WMV- oder Tiff-Dateien. Einige unserer .mov-Dateien werden im Test vom USB-Stick aus wiedergegeben, per WLAN über UPnP hingegen nicht.

Bildqualität

Die Bildparameter lassen sich über den Menüpunkt »Bild« justieren. Dabei stehen vier Modi zur Verfügung, »Standard«, »Natürlich«, Dynamisch« und »Film«. Den »Spiele-Modus« versteckt Samsung unter »System/Allgemein« - ohne Handbuchkonsultation fast nicht zu finden. Im Test zeigt der Samsung UE46F6500 bei Helligkeit, Kontrast und Homogenität in jeder der fünf Bildmodi solide Ergebnisse. Die Helligkeitsausbeute reicht von 169 Candela pro Quadratmeter (Bildmodus »Natürlich«) bis hin zu 430 Candela pro Quadratmeter (Bildmodus »Dynamisch«), im Spiele-Modus sind es sehr gute 327 Candela pro Quadratmeter. Dank solider Schwarzwerte (minimale Helligkeit) erreicht der UE46F6500 Kontraste von mindestens 2.255:1 (Bildmodus »Film«); im Spiele-Modus sind es 2.654:1.

Die Helligkeitsverteilung über die gesamte Bildschirmfläche liegt bei dürftigen 80 Prozent Homogenität, was nicht sonderlich gleichmäßig ist. Mit Ausnahme des 85 Zoll großen S9, der über Direct LEDs verfügt, kommt bei Samsungs Smart-TV-Serie die in der Herstellung günstige Edge-LED-Technik zum Einsatz. Die Hintergrundbeleuchtung sitzt hierbei lediglich links und rechts im Rahmen des Fernsehers und beleuchtet von dort aus die gesamte Rückseite des Panels, was bestenfalls zu ordentlich Homogenitätswerten führt.

Samsung UE46F6500 : Die Blickwinkel des UE46F6500 fallen im Test gut aus. Die Blickwinkel des UE46F6500 fallen im Test gut aus.

Aufgrund der Bildschirmgröße ist die Wahrnehmung von Farbe und Kontrast von der Sitzposition abhängig. Diese bleiben bei einer Änderung der Sitzposition sowohl in der Waagerechten als auch in der Senkrechten weitgehend stabil, was wir vom bereits getesteten Plasma-TV Panasonic TX-P50STW60 nicht behaupten können - hier verschlechterte sich der Kontrast in der Vertikalen, sobald der Blick etwas von oben kommt.

Die umfangreichen Bildoptimierungsmaßnahmen, die Samsung unter dem Begriff »Wide Color Enhancer« zusammenfasst, sollen eine lebendige, reichhaltige Farbwelt erzeugen. In der Praxis führen sie aber vielmehr zu einem künstlichen Video-Look, bei dem alle Bildbereiche scharf sind und die Farbwerte angehoben werden. Ursprünglich unscharfe Details – da im Hintergrund und vom Kameramann als nebensächlich beurteilt – werden entgegen der ursprünglich vom Regisseur geplanten Filmsprache geschärft, so als wolle die Fernseherintelligenz schlechte Kameraarbeit ausgleichen. Was beim Fernsehen und Betrachten von Spielfilmen auf DVDs und Blu-rays etwas unnatürlich wirkt, verkehrt sich bei Animationsfilmen und Spielen ins Positive.