Toshiba 50L7363DG : Trotz niedrigen Preis und der große 50-Zoll-Diagonale bietet der Toshiba 50L7363DG eine Ausstattung auf dem Niveau deutlich teurerer Fernseher. Trotz niedrigen Preis und der große 50-Zoll-Diagonale bietet der Toshiba 50L7363DG eine Ausstattung auf dem Niveau deutlich teurerer Fernseher.

Der 50 Zoll große 3D-Fernseher Toshiba 50L7363DG ist im Handel bereits ab 720 Euro zu haben und damit für ein TV-Gerät in dieser Größe sehr günstig. Der Smart-TV kann 2D- und 3D-Inhalte in Full HD darstellen und auf Wunsch 2D-Inhalte per Knopfdruck in 3D umwandeln. Als Hintergrundbeleuchtung kommt das weit verbreitete Edge-LED-Backlight zum Einsatz, die Bildwiederholrate gibt Toshiba mit 200 Hz an. Das soll für flüssige und scharfe Bilder auch bei sich schnell ändernden Bildinhalten sorgen - teurere Geräte arbeiten aber noch mit deutlich höheren Werten.

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Von den technischen Eckdaten und der Ausstattung her gibt es an dem Full-HD-Fernseher von Toshiba nichts auszusetzen, der niedrige Preis macht das Gerät besonders interessant. Fraglich ist allerdings, ob die Qualität trotz der günstigen Anschaffungskosten in allen Bereichen stimmt. Im Test finden wir heraus, ob es sich wirklich lohnt, beim 50-Zoll-Schnäppchen von Toshiba zuzuschlagen.

Inbetriebnahme

Der Zusammenbau des 50-Zöllers geht selbst für ungeübte Hände schnell vonstatten. Fuß, Halterung und Panel sind binnen Minuten miteinander fest verschraubt, eine zweite Person ist hilfreich, aber nicht zwingend vonnöten. Die Ersteinrichtung selbst gestaltet sich einfach, die Eingaben über die Fernbedienung machen aber wenig Spaß. Die Tasten haben zwar eine angenehme Größe, doch deren Druckpunkt ist so schwammig, dass die Bedienung gerade mit den häufig benutzten Pfeiltasten ausgesprochen schwer fällt. Das macht sich besonders bei der Eingabe von Passwörtern über die Software-Tastatur negativ bemerkbar.

Toshiba 50L7363DG : Der Toshiba-Fernseher verfügt neben vier HDMI-Anschlüssen sogar noch über einen VGA-Port und eine SCART-Buchse. Höchste Bildqualität ist darüber naturgemäß allerdings nicht möglich. Der Toshiba-Fernseher verfügt neben vier HDMI-Anschlüssen sogar noch über einen VGA-Port und eine SCART-Buchse. Höchste Bildqualität ist darüber naturgemäß allerdings nicht möglich.

Vom Design her ist der Toshiba 50L7363DG unauffällig. Das gilt auch für den Plastik-Fuß in der Optik von gebürstetem Aluminium, er fällt allerdings für unseren Geschmack zu leicht aus. Da das 50-Zoll-Gerät mit 17,7 kg schwer ist, schwankt es auf dem nur 2,3 kg wiegenden Fuß bei jeder Berührung bedenklich. In Haushalten mit kleinen Kindern empfiehlt es sich daher, den Fernseher an der Wand aufzuhängen. Der schmale Rahmen ist mattschwarz und reflektiert nicht, die Fußleiste aus Aluminium glänzt leicht. Das Panel selbst spiegelt im Test hingegen erheblich, sodass helle Kleidung oder Lichtquellen von der Mattscheibe störend reflektiert werden.

Bildqualität

Der Toshiba 50L7363DG gibt Ihnen ausgesprochen umfangreiche Bildvoreinstellungen an die Hand. Zur Auswahl stehen »AutoView«, »Dynamisch«, »Spiel«, »Standard«, »Hollywood-Tag«, »Hollywood-Nacht«, »Hollywood Pro« und »PC«. Händlern wird sogar zum Präsentieren in ihren Geschäften ein eigener Modus angeboten, viel wichtiger ist allerdings, dass sich alle Bildmodi in einem Auswahlmenü befinden. Bei der Konkurrenz sind Spiel- und PC-Modus - falls vorhanden - gerne in verschiedenen Untermenüs versteckt.

Toshiba 50L7363DG : Der »TV-Desktop« bietet alle gängigen Funktionen eines Smart-TVs wie Nachrichten und Apps, die Navigation fällt durch die schwammigen Pfeiltasten der Fernbedienung allerdings unkomfortabel aus. Der »TV-Desktop« bietet alle gängigen Funktionen eines Smart-TVs wie Nachrichten und Apps, die Navigation fällt durch die schwammigen Pfeiltasten der Fernbedienung allerdings unkomfortabel aus.

Nachdem wir Geometrie, Helligkeit, Kontrast, Farbe und Schärfe anhand von Testbildern optimal eingerichtet haben, vermessen wir den Fernseher im Bildmodus »Standard«. Die maximale Helligkeit gibt Toshiba mit 400 cd/m² an. Wir messen gute 420 cd/m² und im Bildmodus »Dynamisch« sogar 488 cd/m². Der maximale Kontrast liegt bei 2.808:1, dank eines Schwarzwertes von 0,07 cd/m² erreicht der Toshiba 50L7363DG im Bildmodus »Dynamisch« sogar einen Wert von 6.742:1. Wegen der Edge-LED-Hintergrundbeleuchtung liegt die Homogenität, also die Gleichmäßigkeit der Helligkeitsverteilung nur bei 81 Prozent, was für diese Geräteklasse aber absolut ok ist.

Die vom Blickwinkel des Betrachters abhängige Darstellung von Farbe und Kontrast ist bei großformatigen Fernsehern in der Regel problematischer als bei kleinen Modellen. Vor allem wenn mehrere Personen vor dem Gerät sitzen, kann sich das negativ bemerkbar machen - beim Toshiba 50L7363DG nimmt die Bildqualität zu den Rändern hin aber ausgesprochen wenig ab. Drei Personen können problemlos vor dem Fernseher sitzen, ab vier wird das Bild für die außen Sitzenden dann aber doch etwas flau.

Spiele

Die Reaktionszeit beim Wechsel von einem schwarzen zu einem weißen Bild und wieder zurück ist für Spieler naturgemäß von besonderem Interesse, schließlich sollen auch in Szenen mit sich schnell ändernden Bildinhalten keine Schlieren oder störende Farbsäume an Kanten zu sehen sein. Der Toshiba-TV erreicht hier 14,2 ms, was für einen Fernseher kein schlechter Wert ist, aber vom nur rund 100 Euro teureren Philips 47PFL6008K mit je nach Modus 7,2 ms noch deutlich unterboten wird - da sind selbst die schnellsten PC-Monitore wie beispielsweise der Benq XL2420T kaum schneller.

Toshiba 50L7363DG : Optisch ist der Standfuß unauffällig, er bietet dem Fernseher allerdings keinen perfekten Halt. Schon leichte Berührungen reichen aus, um ihn zum Wackeln zu bringen. Optisch ist der Standfuß unauffällig, er bietet dem Fernseher allerdings keinen perfekten Halt. Schon leichte Berührungen reichen aus, um ihn zum Wackeln zu bringen.

Grafisch anspruchsvolle Spiele wie Killzone 3 auf der Playstation 3 bereiten dem 50L7363DG dank der guten Reaktionszeit keine Probleme, durch die hinreichend schnellen Schaltzeiten wirkt die Darstellung sauber und scharf. Der gute Schwarzwert sorgt außerdem für knackige Farben und genügend Zeichnung in dunklen Flächen. Das gilt allerdings nur für die 2D-Darstellung, nach dem Aktivieren des 3D-Modus wirkt das gesamte Bild flau und die Kanten sind ausgefranst und flimmern. Als Kritikpunkt kommt außerdem die flimmernde Shutter-Brille hinzu, auf die wir im nächsten Abschnitt noch genauer eingehen.