Vivendi : Vivendi Games Vivendi Games Das World-of-Warcraft-Addon The Burning Crusade kam im Januar 2007 in den Handel und war damals mit 3,5 Millionen verkaufter Speile innerhalb von zwei Monaten der Reißer im ersten Quartal 2007 für Vivendi Games. Ein Jahr später im ersten Quartal 2008 fehlt diese Finanzspritze. Prompt fallen die Zahlen: So sank der Umsatz von 291 auf 221 Millionen Euro. Auch der Gewinn nach Steuern stürzte massiv von 192 Millionen Euro auf 50 Millionen Euro ab. Vivendi Games ist quasi in zwei Teile aufgespalten: Sierra Entertainment und Blizzard. Wer dominiert, ist klar: Von den 221 Millionen Euro Umsatz machte Blizzard alleine 192 Millionen Euro.

Vivendi : Vivendi Games schätzt den reinen Gewinn Blizzards, von dem später noch Steuern und Gemeinkosten für das Gesamtunternehmen abgezogen werden müssen, auf 99 Millionen Euro. Das heißt im Klartext, dass Blizzard -- ohne ein wirklich neues Spiel zu haben -- monatlich 33 Millionen Euro Gewinn macht und eine Profitquote von ungefähr 50 Prozent hat. Ähnliche Einnahmen haben wohl nur Unternehmer, die auf Ölquellen sitzen.

Vivendi : Dummerweise wird dieser Gewinn durch die Sierra-Gruppe geschmälert. Insbesondere Anlaufkosten für die Handyspieleentwicklung, für Sierra Online und hohe Spielentwicklungskosten bei Sierra schmälern letzten Endes doch das Ergebnis. Im Laufe dieses Jahres fusionieren Vivendi Games und Activision zur neuen Firma Activision Blizzard. Da sollten die verbesserungsfähigen Sierra-Zahlen nicht weiter auffallen. Außerdem steht irgendwann das zweite World-of-Warcraft-Addon Wrath of the Lich King und StarCraft 2 an.