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Frankreich - 3-Stufen-Plan gegen Raubkopierer

Frankreich setzt auf sanfte Erziehung und harte Strafen im Kampf gegen Raubkopierer.

Von Christian Merkel |

Datum: 03.11.2008; 09:00 Uhr


Frankreich : Frankreich Frankreich Der französische Senat hat jetzt ein Gesetz zur besseren Bekämpfung von Piraterie urheberrechtlich geschützter Materialien verabschiedet. Die Politiker setzen dabei auf ein Drei-Stufen-Konzept. Wer dabei erwischt wird, wie er sich illegal Musik, Filme oder Computerspiele herunterlädt, bekommt zuerst eine E-Mail-Warnung. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, findet kurze Zeit später Post im Briefkasten. Die richtige Bestrafung folgt in Schritt Drei: Wer sich trotz zweifacher Ermahnung nicht davon abhalten lässt, illegal Musik, Videos oder Spiele herunterzuladen, muss mit erzwungener Abstinenz rechnen. Die Internetprovider müssen den Internetzugang des Uneinsichtigen für ein Jahr sperren.

Noch ist das Gesetzgebungsverfahren nicht zur Gänze abgeschlossen: Die zweite Kammer des französischen Parlaments, die Nationalversammlung, muss noch zustimmen. Zumindest fand sich im Senat eine breite Zustimmung für das Gesetzesvorhaben. 297 stimmten dafür, während 15 Abgeordnete das Gesetz ablehnten. Die Kommunisten enthielten sich der Stimme. Ein Antrag, das anstatt der Anschaltung des Anschlusses eine optionale Geldstrafe vorsah, wurde abgelehnt.

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Avatar Kruppstahl
Kruppstahl
#1 | 03. Nov 2008, 09:27
das finde ich einer gute idee,wenn das internet gesperrt ist tut's bestimmt mehr weh als ne geldstrafe von paar hundert euro (ich rede jetzt von kleinen fischen)

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Avatar Atze-Peng
Atze-Peng
#2 | 03. Nov 2008, 09:27
Und die richtigen Alles-Downloader wissen sicherlich auch, wie sie das umgehen. >.<"
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Avatar Michu
Michu
#3 | 03. Nov 2008, 09:32
Mal ne blöde Frage, wir reden hier von Tauschbörsennutzung, oder? Weil wie soll das Herunterladen von irgendwelchen Internetseiten so überwacht werden? Am Ende wiedermal ein großer Erfolg für Proxis?
Aber egal, irgendwie muss man das Problem ja angehen und die Idee find ich persönlich ganz gut ^^ DAS ist mal ne Drohung, mit der auch ein Kiddie was anfangen kann, sofern Jugendliche die gleiche Strafe treffen würde, wie Erwachsene, was nicht ersichtlich ist. Kann der Anschluss der Eltern gekappt werden, wenn sich das Kind Sachen zieht? Können Eltern dagegen klagen, weil ihr Kind minderjährig ist? Fragen über Fragen.
Aber trotzdem, ein interessanter Ansatz.
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Avatar th4n4t0z
th4n4t0z
#4 | 03. Nov 2008, 09:35
Das ist immerhin mal nicht so abgedreht wie die "Raubkopierer sind Verbrecher, 5 Jahre Freiheitsentzug" Kampagne. Wo weitaus *harmlosere* Dinge weniger Strafe bekommen.
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Avatar Ashnef
Ashnef
#5 | 03. Nov 2008, 09:36
Finde die Idee auch Interessant...

Allerdings hat man immernoch freunde etc wo man dann die Sachen herbekommt... mehr als ein kleines Zeichen oder so ist das finde ich nicht.
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Avatar Schokostecher
Schokostecher
#6 | 03. Nov 2008, 09:41
Find ich gut. Die fangen jedenfalls an die Sache in die richtigen Wege zu leiten. Perfekt wirds sicher nicht sein aber n großer teil wird dadurch sicher abgedeckt.

Bin gespannt wie dazu die Statistiken aussehen wenns klappt.
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Avatar Lalo
Lalo
#7 | 03. Nov 2008, 09:43
In Frankreich können diese Abmahnanwälte nicht reich werden!
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Avatar Nawjak
Nawjak
#8 | 03. Nov 2008, 09:45
Was passiert eigentlich, wenn der Internetanschluss von mehreren genutzt wird? Dann wird ja quasi den anderen zu unrecht der Anschluss entzogen - und dagegen kann man doch sicherlich gerichtlich vorgehen d-:
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Avatar Falkenfluegel
Falkenfluegel
#9 | 03. Nov 2008, 09:58
Wie soll man denn sowas kontrollieren ohne die Persönlichkeitsrechte zu verletzen?
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Avatar BufferOverrun
BufferOverrun
#10 | 03. Nov 2008, 10:01
Also ich finde diese Idee vor allem für solche Leute gut, die heutzutage immernoch nicht begriffen haben (und das ist nicht mal böse gemeint), dass sie sich beim Herunterladen urheberrechtgeschützten Materials strafbar machen.
Ich kenne noch mehr als genug Leute, denen ich das ständig aufs Neue erläutern muss... ich finde ein offiziellen Brief von den entsprechenden Behörden wirkt da sicherlich eindrücklicher. Ausserdem ist es besser, als wenn jemand gleich zu einer dicken Geldstrafe verknackt wird, obwohl er sich nichtmal bewusst war, dass er eine illegale Handlung durchgeführt hat.
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