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Electronic-Arts-Chef John Riccitiello - "Wir wurden zu fett"

Mit selbstkritischen Worten kommentiert der Electronic-Arts-Chef aktuelle Sparmaßnahmen seines Unternehmens.

Von Christian Merkel |

Datum: 20.02.2009; 11:18 Uhr


Electronic-Arts-Chef John Riccitiello : John Riccitiello John Riccitiello "Wir wurden in vielen Bereichen zu fett. Es schien so, als ob jeder, der nur mit einem Kugelschreiber einen Mann mit einer Kanone zeichnen konnte, von uns Geldmittel zur Verfügung gestellt bekam. Zumindest bei EA wurden wir ein wenig zu fett und haben zu sehr am Status Quo gehangen", sagte der Electronic-Arts-Chef John Riccitiello jetzt auf der Entwicklerkonferenz DICE in Las Vegas. In diesem Zusammenhang bezeichnet er die aktuelle Rezession einen "getarnten Segen". So könne sich seine Firma von viel Müll trennen, der sonst nur die Regale der Spielehändler verstopfen würde.

Für jeden ist das natürlich kein Segen: Um sich vom Müll zu trennen, werden auch über 1100 Electronic-Arts-Mitarbeiter entsorgt. Der Schritt ist aber sicher notwendig, da Electronic Arts im Laufe des Jahres 2008 tief in die roten Zahlen gerutscht ist. "Ich bin kein Rezessions-Anhänger. Aber um es mit Rahm Emanuel zu sagen: Vergeude nie eine Krise", fügt Riccitiello hinzu, dem ganz offensichtlich der Zynismus seiner Worte im Laufe der Rede aufgefallen ist.

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Avatar Kronpr1nz
Kronpr1nz
#1 | 20. Feb 2009, 11:53
Naja, mit Müll wird sicherlich nicht der xte Teil einer FIFA-Reihe oder das 90. Sims 2 Addon gemeint sein, sondern eher solche teuren Sachen wie Bioware spiele, die sich an einen kleineren Kundenkreis richten.

Und sich von Müll zu trennen sprechen und 1000 Leute rauswerfen ist sehr sehr dämlich. Finden die Entlassenen bestimmt gut....
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BigBamDaddy
#2 | 20. Feb 2009, 12:11
Recht hat er.
Das Problem war aber nicht unbedingt die Größe, sondern das was damit gemacht wurde und leider auch noch wird.
Der Mann kann sich gern von den letzten Jahren distanzieren, trotz Entlassungen usw. ist EA momentan nicht weit entfernt vom "vergangenen" EA.

Was da mit der Battlefield-Serie veranstaltet wird ist sogar noch extremer als vorher. Jetzt haut man gleich 3 verschiedene Titel des selben Franchises in kürzester Zeit raus. Ähnliches gilt für die Need for Speed - Reihe.
So wirklich kauft man es EA nicht ab, dass sie dazu gelernt haben.
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DonDiego
#3 | 20. Feb 2009, 12:23
Ich freu mich über jedes Sims Addon und jeden neuen Fifa Teil. Die Spiele machen Spaß und sind ihr Geld wert.
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Sorensen
#4 | 20. Feb 2009, 12:29
Irgendwie hat John Riccitiello recht EA hat in den letzten Jahren einfach zu viel Entwicklerteams aufgekauft das rächt sich nun.
Ich glaub kaum das sie Spiele von Bioware einstampfen werden, Bioware Spiele verkaufen sich genauso wie Blizzard Titel wie geschnitten Brot.

Warum regt ihr euch immer für FIFA, SIMS usw. auf es zwinkt euch doch keiner diese Spieler zu kaufen, der Markt dürfte auf jedenfall da sein sonst hätte diese Games nicht so hohe Verkaufszahlen.
Selbst das "schlechte" NFS war Wochen lang in den diveresen Top 10 Verkaufscharts vertreten.
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Avatar Daywheed
Daywheed
#5 | 20. Feb 2009, 12:45
Ja da hat der Mann zweifelsohne Recht.
Ea ist ein riesieger Klumpen der leider hauptsächlich kleine Klumpen produziert.
Das Management sollte mal etwas nachhaltiger arbeiten und mehr Wert auf Qualität legen. Das zahlt sich langfristig aus. Nicht die Masse entscheidet sondern die Klasse.
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Avatar AvalonAsh
AvalonAsh
#6 | 20. Feb 2009, 12:52
Zitat von Kronpr1nz:
Naja, mit Müll wird sicherlich nicht der xte Teil einer FIFA-Reihe oder das 90. Sims 2 Addon gemeint sein, sondern eher solche teuren Sachen wie Bioware spiele, die sich an einen kleineren Kundenkreis richten.


Ich glaube weder noch. Die Sportspielreihen verkaufen sich selbst in ihrer absoluten Stagnation noch hinreichend gut, aber auch da könnte so langsam mal ein Umdenken einsetzen. Denn so langsam wachsen die Alternativen. NBA 2k9 wischt mit jedem EA Basketball den Boden auf und das für schlappe 30 Euro Releasepreis. Die Need for Speed Reihe hat auch keine Alleinstellungsmerkmale mehr gegenüber der Konkurrenz gehabt und geht in die Runderneuerung. Natürlich wird man sich nicht von seinen wichtigen Marken trennen und die weiter fortsetzen.

Ich sehe aber etwas Hoffnung, dass der gewachsene Konkurrenzdruck auch etwas mehr Qualität erzeugen wird.
Das wird sicher nicht gerade im nächsten Sims Addon zutreffen, aber langfristig sehe ich eine Tendenz hin zu wieder interessanteren Projekten. Mit Dead Space, Mirrors Edge, Spore (auch wenns letztlich eher Casual-Zuschnitt hat) oder Warhammer Online waren letztes Jahr auf jeden Fall einige sehr innovative und unverwechselbare Big-Budget-Produktionen dabei. Dass man versucht deren finanzielles Risiko mit sichereren und konservativeren Projekten wie eben Red Alert 3 oder Need for Speed in Balance zu halten, ist nur vernünftige Unternehmensführung.

Von Bioware wird sich EA ganz sicher nicht trennen. Über das Budget von deren Spielen gibt es keine offiziellen Zahlen, aber sie gelten als sehr kosteneffektiv in der Contenterstellung, heimsen laufend Preise an, genießen einen exzellenten Ruf und liefern kontinuierlich Hits ab, die sich inzwischen auf allen Platformen gut bis sehr gut verkaufen. Außerdem haben die grade mit The Old Republic EAs wichtigstes und hoffnungsvollstes MMO-Projekt in der Mache, das ihnen endlich die Marktanteile am Onlinegaminggeschäft bringen könnte, die man sich schon von Warhammer erhofft hatte.
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Avatar Kronpr1nz
Kronpr1nz
#7 | 20. Feb 2009, 13:18
Zitat von Sorensen:

Warum regt ihr euch immer für FIFA, SIMS usw. auf es zwinkt euch doch keiner diese Spieler zu kaufen, der Markt dürfte auf jedenfall da sein sonst hätte diese Games nicht so hohe Verkaufszahlen.
Selbst das "schlechte" NFS war Wochen lang in den diveresen Top 10 Verkaufscharts vertreten.


Nein, ich kaufe es auch nicht, aber die FifA-Spiele verkaufen sich halt wesentlich besser als MassEffect, Mirrors Edge und Dead Space.

Und das regt mich so auf.

Und deswegen gehe ich auch davon aus, dass eher Bioware leidet als EA Sports.

Neue Universen kreiren, wie bei Mass Effect ist halt teuerer anstatt 5 mal die gleiche engine zu benutzen. Und wenn sich die teueren Spiele schlechter verkaufen als die günstigeren, wüsste ich als chef, wo man spart. (kurzfristig und mit tellerrand) gesehen.

Niveauvolle Spiele wie DeadSpace oder RTS Spiele, die nicht Command & Conquer heißen liegen wie blei in den Regalen.

Ich gehe eher von einem Trend zu anspruchslosen titeln bei EA aus.
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Avatar kover
kover
#8 | 20. Feb 2009, 13:19
Zitat von DonDiego:
Ich freu mich über jedes Sims Addon und jeden neuen Fifa Teil. Die Spiele machen Spaß und sind ihr Geld wert.


*Hust* ich hab da auch jahrelang mitgemacht und mir immer wieder das neuste Fifa gekauft.. irgendwann hab ich dann doch mal eingesehen, dass es jedes Jahr nur ein 50€-teurer Patch ist, der Spielernamen und Mannschaften aktualisiert. Spaß macht das Spiel, ja, und bei einem einmaligen Kauf mag es sein Geld sogar noch wert sein.. aber jeder Teil dannach ist pure Selbstverarsche. :/ Selbst 10€ wären da zuviel... wobei der neuste Teil ja glaub ich wieder besser sein soll, aber davor kam doch wirklich seit 2003 keine positive Veränderung, selbst die Grafik war von 2003 bis 2007 exakt dieselbe.
Und was das eigentliche Thema angeht: Grundsätzlich hat er sicher recht, EA ist einfach so ein "fettes" Ding das ja irgendwie überall mit drinhängt. Nur dass EA sich durch diese Einsicht gebessert hat ist zu bezweifeln.. einzelne Ausnahmen wie Dead Space oder Mirrors Edge mal beiseite gelassen.
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Avatar Sven [CnC-Community]
Sven [CnC-Community]
#9 | 20. Feb 2009, 13:42
So lange EA nicht begreift: 'Qualität vor Quantität' und 'Der Kunde ist König' wird sich nichts ändern, da kann EA so viele Leute auf die Straße setzen wie 'es' will.

Wäre allerdings wünschenswert wenn sich EA auf sein Kerngeschäft als Publisher konzentrieren würde und nicht Speielschmieden reihenweise aufkauft um deren Namen dann einzustampfen und die früher liebevoll designten Games zu Massenware verkommen zu lassen.

Wenn man sich vor Augen hält wie viele Firmen EA kauptt gemacht hat kann einem schwer ums Herz werden.
- Origin
- Westwood
- Bullfrog
- NovaLogic
- Maxis (wobei die ja sogar noch unter diesem Namen zu finden sind, an den Auswirkungen ändert es nichts...)

Insgesamt 14 früher unabhängige Entwickler und einige Beteiligungen - und ich bin mir zu 100% sicher: Hätte EA nur den Publisher gemacht und sie nicht zerstampft so wäre die heutige Qualität der gesamten Games um einiges besser...
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Avatar BoINgsi
BoINgsi
#10 | 20. Feb 2009, 13:44
@8 Schon mal Euro 08 gespielt das war sogar ein Rückschritt ^^
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