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Codemasters - CEO: »Der beste Kopierschutz sind unfertige Spiele«

Für den Publisher Codemasters ist der beste Schutz gegen Raubkopierer »unfertige Spiele«, die erst durch Mikrotransaktionen vervollständigt werden.

Von Peter Smits |

Datum: 18.07.2010; 14:04 Uhr


Codemasters : Codemasters CEO Rodd Cousens Codemasters CEO Rodd Cousens Der Geschäftsführer vom Publisher Codemasters, Rod Cousens, hält DRM nicht für den richtigen Ansatz im Kampf gegen Raubkopierer. Manchmal solle diese Art von Kopierschutz sogar "kontraproduktiv" sein und das Spielerlebnis des ehrlichen Kunden beeinflussen. Gegenüber der englischsprachigen Internetseite ComputerAndVideogames.com äußerte sich Cousens zu einem völlig neuen Ansatz im Kampf gegen illegal kopierte Spiele. Demnach sei die Veröffentlichung von "unfertigen Spielen" der richtige Weg um Raubkopierer auszuschließen ohne das Spielerlebnis des Kunden zu beeinträchtigen.

In der Praxis sieht Cousens Vorschlag so aus, dass die Publisher nur einen Teil des eigentlichen Spiels im Laden zum Verkauf anbieten. Der Kunde müsse sich dann über das Internet den Rest des Gesamterlebnisses in DLC-artiger Form nachkaufen. Dabei soll der Kaufpreis im Laden reduziert werden, sodass der Preis für das unfertige Hauptspielt und die Preise für die restlichen Teile im Internet insgesamt einen Preis ergeben, der heute für ein Spiel üblich ist.

Cousens sieht darin mehrere Vorteile. Zum einem sollen auf diese Weise Raubkopierer nur einen kleinen Teil des gesamten Spiels zur Verfügung haben. Zum anderen habe der Konsument über diese »gestaffelte« Veröffentlichung des Spiels mehr Flexibilität beim Kauf. Wer sich mit dem kleinen Happen Spiel aus dem Laden zufrieden gibt, müsse ja nicht mehr den Rest erwerben. Auf der anderen Seite lasse sich so langfristig gesehen mehr Geld verdienen, das Codemasters wieder in neue Spiele investieren könne.

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Avatar blacksun84
blacksun84
#1 | 18. Jul 2010, 14:11
Wenn der Preis wirklicht sinken würde, wäre es durchaus ok. Falls es dann Spiel x für 25 €uro gibt und man weiß, dass es wohl 6 DLCs je 5 €uro gibt, dann würde man vielleicht das Spiel sowie 4 der DLCs kaufen und hätte durchaus einen normalen Preis. Was allerdings nicht sein kann sind Spiele für 45 €uro, bei denen man im Spiel immer wieder NPCs begegnet, die einem sagen: "Gib mir 5 €uro, dann erlebst du diese interessante Questreihe."
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Avatar Maeldanus
Maeldanus
#2 | 18. Jul 2010, 14:11
oje... Man wird echt nur noch verarscht... In der Politik und jetzt auch in der Spielebranche...

HÖRT AUF DAMIT!
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Avatar Streifi
Streifi
#3 | 18. Jul 2010, 14:12
Ich kann mir nicht vorstellen, wie das Raubkopieren verhindern soll. Ob jetzt der Kunde das Spiel fertig zusammensetzt oder der Raubkopierer ist doch unwichtig. Diese seltsame Methode im Kampf gegen Raubkopien würde das Cracken doch nur um einige Tage hinausschieben, weil die DLC-Teile des Spiels vermutlich erst ab Veröffentlichung online verfügbar wären.

Und der Kunde hat die doppelte Arbeit, muss eventuell auf sein fertiges Spiel warten, weil der Publisher erst den Zahlungseingang für den DLC abwarten will. Sowas setzt sich, glaube ich, nicht durch. Mehr Aufwand für alle, sonst nichts.
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Avatar OnlyToast
OnlyToast
#4 | 18. Jul 2010, 14:13
Ohne DRM kein DLC in dieser Ausprägung. Ich muss dann mein Spiel an einen Account binden und durch diesen den DLC erstehen.
Der beste Kopierschutz sind fertige, tolle und kaufenswerte Spiele. Irgendwer findet auch einen Weg dieses DLC-Modell zu umgehen und am Ende sind nur die Kunden gearscht.

Die einzige Möglichkeit, dieses Modell umzusetzen wäre es wirkliche zusätzliche und sonst schon bereitstehende Modi zu bieten. Sagen wir, ich kaufe für 20€ ein Singleplayer-Erlebnis und kann für 10€ den MP zukaufen und für weitere 10€ eine kooperative Kampagne. Dann kann man auch wahlweise vollkommen digital das Gesamtpaket für 35€ anbieten. Zusätzlich hat man auch noch die Übersicht darüber, was die Spieler wirklich spielen wollen und kann das Budget beim nächsten Titel entsprechend lenken. Aber selbst das funktioniert nicht ohne Einschränkung des Nutzers in Sachen Wiederverkauf.
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Avatar haggle.123
haggle.123
#5 | 18. Jul 2010, 14:15
Ach und DLCs kann man nicht raubkopieren?
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Avatar Spartacus 3000
Spartacus 3000
#6 | 18. Jul 2010, 14:15
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar TheMask
TheMask
#7 | 18. Jul 2010, 14:16
Es ist sehr wahrscheinlich (sollte sich das tatsächlich durchsetzen), dass die Preise der "Häppchen" mit der Zeit steigen werden. Clevere Idee... für Aktionäre und Publisher. Aber totaler Bullsh*t für den Endkunden... also uns.
Mein Gott, ist den Leuten denn immer noch nicht klar dass der beste Kopierschutz ein guter MP, andauernder Support und die Unterstützung durch die Community (Editor, Mod support, SDK) ist?
DAS solte sich durchsetzen. Nicht so ein mikrotransaktionsmist.
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Avatar Mr.Uhu
Mr.Uhu
#8 | 18. Jul 2010, 14:17
Die Idee an sich ist in der Art schon eigentlich ganz gut. Sie hat nur die Haken, dass:
1. man durchaus stärker ausgenutzt werden kann.
2. Spiele wertlos werden sobald die dafür zuständigen Server
abgeschaltet werden.
3. Menschen ohne High Speed Internet wieder außen vor sind.

Ich weiß noch nicht was ich davon halten soll, die Idee ist aber doch besser als Hauptspiel für den Vollpreis + Werbung + teure DLCs die nichts bringen.
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Avatar Skipan
Skipan
#9 | 18. Jul 2010, 14:18
Ach und DLCs kann man nicht aus dem Netz laden?
Abgesehn davon ist die Idee beschissen.
Ich kauf doch kein unfertiges Spiel(wenn auch günstig) um dann Monate warten zu müssen bis der restliche Content per DLC nachgeliefert wird.
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Avatar The Nightmare
The Nightmare
#10 | 18. Jul 2010, 14:25
Ich The Nightmare prophezeie. das wenn der jetzige allgemeine Spieletrend so weiter geht. in der zuckunft keiner mehr Computer oder Konsolenspiele spielen wird. die Spiele firmen pleite sein werden und sich fragen WARUM?

Die die aber erleuchtet wurden, werden in Geld und Ruhm Banden und mann wird in tausenden von Jahren sich noch da von berichten welch glorreiche tat diese Firmen vollbrachten.
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