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Tempelritter fordern Spieleverbot - Herstellungsstopp für »negative Spiele«

Um der »Verrohung der Jugend« entgegenzuwirken, möchte der Templerordens im Kreis Viersen die Entwicklung Gewalt-haltiger Computerspiele aufhalten. Den Antrag soll jetzt eine Bundestags-Kommission prüfen.

Von Michael Obermeier |

Datum: 27.04.2011; 17:45 Uhr


Tempelritter fordern Spieleverbot : Es gibt sie auch heute noch: Die Tempelritter. Und zwar nicht nur als fiktive Verschwörer in Assassin’s Creed oder Sakrileg sondern als real existierende Organisation »Ordo Supremus Militaris Templi Hierosolymitani Großpriorat Deutschland e. V.«. Eben jene Gruppierung hat jetzt im Bundestag ein »Verbot der Herstellung und des Vertriebs von Computerspielen mit negativen Inhalten« gefordert. Das berichtet die Website der Westdeutschen Zeitung.

Für Günther Alsdorf, lokaler Leiter des ökumenisch-christlichen Ordens in Viersen/Nordrhein-Westfalen, fallen unter den Begriff »negativer Inhalt« Spiele mit »massiver Gewalt, (…) Folter, Mord und Totschlag«. Explizit als Beispiel werden die für Erwachsene erhältlichen Action-Spiel-Serien Grand Theft Auto und Resident Evil benannt.

Diese Forderung hat der Bundestagsabgeordnete für den Kreis Viersen, der CDU-Politiker Uwe Schummer, bei der Enquete-Komission »Internet und digitale Gesellschaft« im Deutschen Bundestag eingereicht. Laut Schummer müsse virtuell verboten sein, »was im wirklichen Leben verboten ist«. Dass ein solches Verbot auf Widerstand stoßen kann, ist Schummer und seinen Mitstreitern klar. So würde in Berlin eine »politische Teilung« in Sachen Computerspiel-Verbot vorherrschen, und grob die Hälfte der Abgeordneten ein solches Verbot ablehnen.

Wie die Website Golem.de – der der Antrag vorliegt – berichtet, möchte man mit dem Verbot gleichzeitig der Wirtschaft helfen:

»Verrohenden Computerspiele beeinflussen Jugendliche sehr negativ, was den Kommunen deutlich steigende Kosten der erzieherischen Jugendhilfe bescherte. Die negativen Auswirkungen in vielen Schulen sind bekanntermaßen verheerend. Dies wiederum wirkt sich wie ein Bumerang zeitversetzt auf die freie Wirtschaft aus, die über die steigende Zahl von ungeeigneten Jugendlichen ohne Schulabschlüsse klagt.«

Von einem Verbot seien zudem in erster Linie aussereuropäische Entwickler betroffen, »deutsche und auch europäische Firmen« würden aber »für den Wettbewerb und die Herstellung von positiven und pädagogisch wertvollen Computerspielen gewonnen werden«. Ob das überwiegend auf Action-Spiele spezialisierte deutsche Studios wie Crytek ( Crysis , Crysis 2 ) ebenso erfreulich sehen, ist unwahrscheinlich.

Erst 2012 will die Kommission die Ergebnisse zum Templer-Antrag bekanntgeben.

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Avatar Leon-1982
Leon-1982
#1 | 27. Apr 2011, 17:53
Ist heute erster April ?
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Avatar Tomdo
Tomdo
#2 | 27. Apr 2011, 17:53
dann sollte Dummheit auch verboten werden, oder sehr stark wehtun!!
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Avatar Ahothep
Ahothep
#3 | 27. Apr 2011, 17:55
Ich lasse mir von Abstergo bestimmt nichts verbieten!
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Avatar FaustinderFresse
FaustinderFresse
#4 | 27. Apr 2011, 17:55
Die werden immer lustiger
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Avatar OnlyToast
OnlyToast
#5 | 27. Apr 2011, 17:56
Die wollen doch nur Assassin's Creed verbieten. *akte-x melodie*
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Avatar blafurznarg
blafurznarg
#6 | 27. Apr 2011, 17:56
Schon wieder etwas, was man den "Baller"-Spielen in die Schuhe schieben kann...
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Avatar BlackTiger_4
BlackTiger_4
#7 | 27. Apr 2011, 17:57
Das ist wohl ein schlechter scherz, oder? Gerade weil es im realen Leben verboten ist, sollte es zumindest am PC bzw Konsole erlaubt sein...

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Avatar El3ss4R
El3ss4R
#8 | 27. Apr 2011, 17:57
ha, ausgerechnet tempelritter haben was gegen gewalt... schaut euch mal an, was eure gründer in den kreuzzügen angestellt haben udn dann reden wir weiter...
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Avatar Doodle_Dandy
Doodle_Dandy
#9 | 27. Apr 2011, 17:57
Es wäre komisch, wenn es nicht so traurig wäre
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Avatar RWitschi
RWitschi
#10 | 27. Apr 2011, 17:58
Hm, ich spiele Games seit ich "denken" kann, angefangen beim GameBoy Color. Habe die Realschule mit einem 1er abgeschlossen und absolviere bis dato erfolgreich und mit sehr guten Noten eine Informatiklehre samt Abitur nebendran.

Gut ich kann nicht von mir auf andere schliessen und JA das Gamen verleitet manchmal dazu andere (je nach Betrachtungswinkel) Aspekte zu vernachlässigen.

Ich wäre ehrlich gesagt dafür, dass Spiele generell ab 18 freigegeben werden. Dann kann man nicht mehr darüber klagen, wir hätten Ruhe vor solchen Menschen, einige Kinder würden sich mehr auf Schule konzentrieren, etc.

Jetzt gibts von den Jugendlichen hier natürlich derbe Daumen runter - aber das ist meine Meinung. Gamen kann schnell zu einer Droge werden. Ich hatte da mal so ne Phase... und ich kenne Leute die in dieser Phase ewig bleiben. Wirklich lieber ab 18, dann geschieht dies auf Eigenverantwortung!
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