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Timeshift-Entwickler - »Die Herangehensweise bei Gebrauchtspielen sollte sich ändern«

Der Entwickler Saber Interactive denkt, dass bei den kommenden Konsolen über Alternativen zu einer Gebrauchtspiel-Sperre nachgedacht werden muss. Statt den Gebrauchthandel zu verbieten, sollte man laut dem Saber-CEO auf neuartige Verkaufsmodelle setzen.

Von Florian Inerle |

Datum: 09.02.2012; 18:07 Uhr


Timeshift-Entwickler : Wann der Nachfolger der Xbox 360 erscheint, ist noch unbekannt. Wann der Nachfolger der Xbox 360 erscheint, ist noch unbekannt. In den letzten Wochen haben sich einige Entwickler wie Volition ( Saints Row: The Third ) oder CD Projekt ( The Witcher 2 ) zur spekulierten Gebrauchtspiel-Sperre in der kommenden Microsoft-Konsole mit dem Arbeitstitel»Xbox 720« geäußert. Mit Saber Interactive reiht sich ein weiterer Entwickler in die Reihe der Blockier-Gegner ein.

In einem Interview mit der englischsprachigen Spiele-Website CVG sagt Matthew Karch, Chef von Saber Interactive: » Ich glaube nicht, dass wir Spielern verbieten sollten, gebrauchte Produkte zu verwenden. Ich verstehe, warum sich Microsoft diese Maßnahmen überlegt, denke jedoch, die Herangehensweise sollte überdacht werden«.

Heutzutage kosten Videospiele seiner Meinung nach so viel Geld, dass Spieler vom Publisher nicht dazu gezwungen werden sollten, ein Spiel zu behalten wenn es ihnen keinen Spaß macht. Auch beim kommenden Third-Person-Shooter Inversion von Saber Interactive sei es ok das Spiel zu verkaufen, wenn man mit dem neuartigen Spielprinzip nicht klar komme.

Ein Vorschlag von Karch ist, dass man Spiele für zukünftige Konsolen auch als digitalen Download anbieten sollte, der wesentlich weniger kostet als die Retail-Version. »Wenn jemand 15 Dollar für ein Spiel zahlt, ist es nicht so schlimm wenn man es behalten muss«, so Karch.

Beim Verkauf der Laden-Version verschwende man bei einer 60-Euro-Fassung rund 30 Euro. Seiner Meinung nach könne man auch große Spiele wie Battlefield - oder Gears-of-War-Titel durch den digitalen Vertrieb für 30 Euro anbieten.

»Man könnte das Spiel entzwei brechen - in Singleplayer- und Multiplayer-Modus. Diese könnte man entweder einzeln für 15 oder gemeinsam für 30 Dollar verkaufen«, fügt Karch hinzu.

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Avatar Cavarath
Cavarath
#1 | 09. Feb 2012, 18:35
"Wenn ich könnte würde ich die Preise noch weiter nach oben treiben."
-Bobby Kotick

Bevor ein großer Publisher den Preis für Spiele senkt, sei es digital oder nicht, friert die Hölle ein.
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Avatar Andy83
Andy83
#2 | 09. Feb 2012, 18:35
Zitat von :
Heutzutage kosten Videospiele seiner Meinung nach so viel Geld

Die Spiele kosten nicht mehr als vor 15 Jahren. Kaufkraftbereinigt sogar wesentlich weniger.
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Avatar WeedFoXx
WeedFoXx
#3 | 09. Feb 2012, 18:35
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Hatschi18
Hatschi18
#4 | 09. Feb 2012, 18:35
»Wenn jemand 15 Dollar für ein Spiel zahlt, ist es nicht so schlimm wenn man es behalten muss«

Hätte wenn aber - Alles nur dummes Gelaber.

15$ im Gegensatz zu 60$. Ich frag mich ernsthaft welcher Shop das mitmacht. Man sieht ja bereits den Preisunterschied zwischen Amazon und Steam (Amazon oftmals günstiger).
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Avatar diabLo-Designz
diabLo-Designz
#5 | 09. Feb 2012, 18:40
Zitat von Hatschi18:

15$ im Gegensatz zu 60$. Ich frag mich ernsthaft welcher Shop das mitmacht. Man sieht ja bereits den Preisunterschied zwischen Amazon und Steam (Amazon oftmals günstiger).


Liegt aber auch daran das Amazon und Co. die Spiele günstiger bekommen und bei Steam setzen die Publisher selber die Preise...von daher gibt es auch so selten Preisdrops, die Publisher wollen einfach nicht...der Einzelhandel muss die Preise irgendwann senken um das loszuwerden...ist dem Publisher dann auch egal, Geld hat er ja schon...
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Avatar Feschpa-Willi
Feschpa-Willi
#6 | 09. Feb 2012, 18:43
das prinzip mulitiplayer singleplayer trennen find ich ganz interessant. modern warfare z.B. ist mir der singleplayer vllt 5-10€ wert. der multiplayer unterhält aber länger, aber ich hab keine interesse dran. die idee könnte man ausbauen.
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Avatar Qupfer
Qupfer
#7 | 09. Feb 2012, 18:46
Zitat von Hatschi18:

15$ im Gegensatz zu 60$. Ich frag mich ernsthaft welcher Shop das mitmacht. Man sieht ja bereits den Preisunterschied zwischen Amazon und Steam (Amazon oftmals günstiger).

Das würde nahezu jeder Shop mitmachen...natürlich müssen die Spiel vom Publisher auch entsprechend günstiger an den Händler übergeben werden.

Die Sache zwischen Amazon und Steam ist natürlich auch so ein Ding. Das hat aber weniger was mit amazon oder Steam zu tun sondern mit der Preispolitik der Publisher. Diese geben den Preis für den digitalen Vertrieb vor und Valve muss sich daran halten.
Aus sicht der Publishers ist der Verkaufserfolg im digitalen aber bei weiten noch nicht so wichtig wie der klassische Vertriebsweg im Geschäften wie Wal-Markt oder auch online Versandhändlern amazon. Diese Geschäfte sind für einen großteil des Umsatzes verantwortliche und können damit auch recht viel Druck ausüben bzw. bekommen die Produkte vergleichsweise günstig. Damit haben die auch einen viel größeren Spielraum nach unten.
Auch den Publisher ist es wichtig, möglichst viele der Produzierten Datenträger auch verkauft zu bekommen. Den ich vermute das die Publisher die Spiele in Kommision geben und auf den Teil, der nicht verkauft wird, bleiben die dann sitzen. Und selbst wenn der Einzelhandel die Spiele klassisch erstmal "kauft", werden bei zu hohen Preisen die Spiele einfach nicht ins Sortiment aufgenommen oder nur zu kleinen Stückzahlen abgenommen. Damit hat der Publisher auch nix gewonnen.
Aus sicht der Publisher ist es also garnicht so schlimm wenn die teuren Digitalversionen kaum gekauft werden und erstmal ordentlich normal gekauft wird.
(Ich kann mir das so gut vorstellen, ob das aber tatsälich auch zutrifft kann ich nicht sagen)
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Avatar Majupa
Majupa
#8 | 09. Feb 2012, 18:48
Das der Gebraucht-Markt spätestens bei der nächsten Konsolen-Generation aussterben wird wie es auf dem PC schon ist, ist für mich sogut wie sicher, solche digitalen Verkäufe die billiger sind, sind zwar nette Ideen, mehr aber auch nicht, da kein großer Puplisher da mitmachen würde.
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Avatar Piedmon
Piedmon
#9 | 09. Feb 2012, 18:50
Zitat von Cavarath:
"Wenn ich könnte würde ich die Preise noch weiter nach oben treiben."
-Bobby Kotick

Bevor ein großer Publisher den Preis für Spiele senkt, sei es digital oder nicht, friert die Hölle ein.


Jep, weil sich die Preise von 70€ für einen Konsolentitel bzw. 60€ für einen PC-Titel halten konnten... oh warte.

Merkwürdigerweise tendiert eher EA dazu die Preise durchzudrücken.

Die Idee mit dem Separieren von SP und MP finde ich ganz ordentlich, aber wenn man ehrlich ist: Es kaufen sich ebenso wenige Leute Call of Duty oder Battlefield für den SP, wie GTA für den MP. Jeweils schöne Beigaben, aber ohne wirklichen Inhalt. Von daher würde es doch eher dahin tendieren, dass man 30 bis 40€ für den MP verlangen würde und 20€ für den SP und umgekehrt.

Außerdem blieben bei der Idee viele Fragen offen:
Was wäre mit Koop?
Müsste man dafür das komplette Spiel kaufen?
Würden alle dann das komplette Spiel benötigen?
Wie würde man DLCs handhaben, die beide Bereiche betriefen?
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Avatar Senjar
Senjar
#10 | 09. Feb 2012, 19:02
spiele sollen spaß machen, aber überall ist nur noch die rede von geld.
klar, dass viele spiele sich nicht verkaufen, wenn überall nur noch von geld und nicht etwa von absurden dingen wie 'spaß' die rede ist.
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