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Kommende Konsolengeneration - Entwickler prophezeien sehr hohen Produktionsaufwand

Studios rechnen mit längerer Entwicklungszeit und mehr Personal. Die Folgen für die Publisher: Mehr DLCs, Online-Pässe, aggressives Vorgehen gegen den Gebrauchtspielmarkt.

Von Daniel Feith |

Datum: 03.04.2012 ; 09:30 Uhr


Kommende Konsolengeneration : Explodieren die Entwicklungskosten bei der kommenden Konsolengeneration? Explodieren die Entwicklungskosten bei der kommenden Konsolengeneration? Mit der kommenden Konsolengeneration steigt der Aufwand ein Spiel zu entwickeln erheblich. Gegenüber der Branchenseite Gamesindustry.biz sagte ein Entwickler, der bereits mit dem Dev-Kit des Xbox-360-Nachfolgers - Arbeitstitel »Durango« - arbeitet:

»Ich muss mein Budget für 3D-Modelle im Spiel verdoppeln. Wenn wir die Stärken der Durango ausspielen wollen, dauert es wesentlich länger, ein 3D-Modell zu bauen«

Höhere Polygonzahlen und detaillierte Texturen seien der Grund für den Mehraufwand. Die Folge: eine längere Entwicklungszeit oder ein höherer Bedarf an Personal.

Bei den anderen NextGen-Konsolen sei der Fall ähnlich. Die PlayStation 4 - Arbeitstitel »Orbis« - bedeute einen ähnlichen Mehraufwand bei der Modellierung; bei der Wii U liegt die Mehrarbeit in der Anpassung für den Tablet Controller.

Die Spielepublisher müssen auf die steigenden Entwicklungskosten reagieren. Gamesindustry.biz zeigt die zu erwartenden Reaktionen: Die Publisher werden vehement versuchen, den Gebrauchtspielemarkt einzudämmen. Beide »großen« NextGen-Konsolen sollen deshalb Gerüchten zufolge einen Mechanismus enthalten, der das Abspielen von Gebrauchtspielen unmöglich macht.

Auch Online-Pass- und DLC-Modelle werden zukünfigt verstärkt zu finden sein. Ein Abo-Modell wie bei Call of Duty Elite bereits im Einsatz, dürfte ebenso öfter zu erwarten sein wie eine stärkere Verknüpfung mit Social-Media-Kanälen und Mobilgeräten.

Außerdem werden die großen Publisher verstärkt auf bewährte Serien setzen, da sich neue Marken traditionell gegenüber etablierten schwerer tun.

Aber: Gamesindustry.biz sieht auch eine Chance für kleine Indie-Entwickler, wenn die Konsolenhersteller bei der kommenden Gerätegeneration ähnliche Strukturen für »kleine« Titel schaffen wie das PlayStation Network und Xbox Live es vorgemacht haben.

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Avatar Marchelan
Marchelan
#1 | 03. Apr 2012, 09:44
Ich denke, das wird auch dem PC-Spieler schaden. Denn wenn sie schon für die Konsolenversionen mehr Zeit und Geld investieren müssen, dann wird man es sich nochmals überlegen ob man das auch auf den Pc portiert.
Ich sehe hier leider den Fall des PC als Spieleplattform.
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Avatar Roversword
Roversword
#2 | 03. Apr 2012, 09:45
Ich bin kein BWLer, ich arbeite in der Technik. Daher verzeiht mir, wenn ich total blind durchs Leben laufe.

Aber...was genau soll hier an Entwicklungskosten explodieren?
Gibt es den keine Tools für sowas? Und falls nicht, muss man diese für jedes Spiel nochmals von vorne entwicklen? Nicht wiederverwendbar?

Es mag ja sein, dass die Frameworks, welche jetzt exisitieren, wirklich neu geschrieben werden müssen, damit es mit den neuen Konsolen klappt (ich habe etwas Mühe dies zu glaubeb, aber ich machs einfach mal), aber doch nicht bei jedem Game?
Und so wie ich die Konsolenspiele kenne ändert sich ja die Engine und das Framework ja nicht von Spiel zu Spiel sondern kann (oder muss sogar) wiederverwendet werden.

Daher...ja, hoher Initialaufwand (vielleicht, oder die wollen uns dies nur glauben machen), aber die Nachfolgekosten dürften wohl im selben Bereich sein wie heute.

Ich für meinen Teil verstehe das gerade nicht so ganz.
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Avatar Crimson Castellan
Crimson Castellan
#3 | 03. Apr 2012, 09:47
Dann müssen halt 4 Studios an Call of Duty arbeiten. :ugly:
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Avatar Gehirnpfirsich
Gehirnpfirsich
#4 | 03. Apr 2012, 09:50
Naja, die neue Konsole wird dann auch ca 700 Euro kosten so wie damals die PS3 mit knapp 600 ?
und die neuen Games kosten dann auch 80 euro...

Das wird alles zum Luxusgut ...
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Avatar Makalvian
Makalvian
#5 | 03. Apr 2012, 09:50
Ich kann mich Roversword nur anschließen der anfängliche Aufwand mag zwar hoch sein, aber danach wird doch wie bisher alles verwurtest werden, wie z.b. bei Call of Duty und Konsorten.

Wenn der Preis stiegen sollte, muss auch ein dementsprechender Gegenwert geleistet werden...

Ich sehe nicht ein wie toll das Spiel auch sein mag für 10 Stunden Spielzeit, den Vollpreis von 50 Euro zu bezahlen.
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Avatar DrProof
DrProof
#6 | 03. Apr 2012, 09:50
Sie schaufeln sich doch selbst ihr Grab. Irgendwann sind Spiele nicht mehr von der großen Konsumermasse zu finanzieren und was ist dann?
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Avatar Daniel1994GER
Daniel1994GER
#7 | 03. Apr 2012, 09:51
"Auch Online-Pass- und DLC-Modelle werden zukünfigt verstärkt zu finden sein. Ein Abo-Modell wie bei Call of Duty Elite bereits im Einsatz, dürfte ebenso öfter zu erwarten sein wie eine stärkere Verknüpfung mit Social-Media-Kanälen und Mobilgeräten. "

Wenn ich sowas lese vergeht mir der Spaß am HOBBY, leider. Ich will keine halbe Vollversion kaufen um danach DLC's kaufen zu müssen für evtl. ein paar Rüstungen oder Waffen. Sowas gehört für mich ins Spiel rein.

beste Grüße

Daniel
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Avatar Fomas1
Fomas1
#8 | 03. Apr 2012, 09:52
Was heißt hier mehr Geld und Zeit investieren? Spiele auf dem PC waren seither mit VIEL mehr Polygonen und VIEL besseren Grafikeffekten und Texturen ausgestattet. Jedenfalls die aktuellen, die keine einfachen Konsolenportierungen sind.

Was meiner Ansicht nach dahinter steckt:

Doppeltes Budget / Aufwand rechtfertigt den doppelten Preis, obwohl die Preise jetzt schon maßlos überzogen sind.
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Avatar Lafaellar
Lafaellar
#9 | 03. Apr 2012, 09:53
Ein gutes und ausgereiftes Produkt, das sich modernster Technologie bedient ist teurer als eines, das das nicht tut.
Welch bahnbrechende Erkenntnis.

Interessant ist das bei Konsolen nur deshalb zu beobachten, weil die Technologie hier immer Sprungweise ansteigt. Die zur Verfügung stehende Hardware steigert sich ja nur dann, wenn eine neue Generation Konsole herauskommt.
Beim PC steigt diese ja deutlich weniger Sprunghaft an und dann ist immernoch die Frage ob man diese Möglichkeiten ausreizt. Nicht alle guten Spiele bestechen durch eine 10/10 Punkten Grafik.
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Avatar arg2402
arg2402
#10 | 03. Apr 2012, 09:54
Naja, so ganz stimmt das auch nicht. Fakt ist, zurzeit verwenden Spiele-Entwickler extrem viel Ressourcen darauf, ihre Spiele auf den aktuellen Konsolen flüssig (!) laufen zu lassen, da sind mitunter viele Tricks und Lowlevel-Programmier-Hacks nötig. Das fällt mit neuer Hardware erstmal weg.

Dazu kommt, dass sehr viele Entwickler bereits hochwertige 3D-Modelle erstellen, die dann aber runterskalieren. Die Premium-Modelle die zB in Gran Turismo 5 verwendet wurden, waren so gut, dass sie nur in niedriger Qualität ins Spiel gepatcht wurden, und noch für GT6 auf der PS4 verwendet werden sollen. Hier auch nochmal am Beispiel von "Gears of War 3":

http://www.zbrushcentral.com/showthread.ph p?162670-Gears-of-War-3-Character-Art-Dump&p=9 03118&viewfull=1#post903118

Sieht doch unglaublich aus - und das sind Modelle für die Xbox 360!!

Entwickler werden auch nicht gezwungen, ihre Spiel so gut aussehen zu lassen. Viele Entwickler setzen mit voller Absicht, eben auch aus Budget-Gründen, auf nicht so spektakuläre Grafik. Ist ja auch vollkommen ok, solange das Spielprinzip stimmt. Und es gibt auch sehr erfolgreiche Titel mit eher bescheidener Grafik, zB Nintendo. Mario Kart für die Wii hat zB ganze 32 Millionen Exemplare verkauft. Davon können viele AAA-Titel nur träumen.

Was der Mann auch verschweigt: Mit einer neuen Konsolengeneration kommt neben neuer, starker Hardware auch neue Middleware und Entwicklungssoftware raus, mit der es den Entwicklern leichter fallen wird, schönere Spiele zu entwickeln - auch kleinen Entwicklern. Es gibt ja auch inzwischen alternative Lizenzierungsmodelle für zB die Unreal-Engine. So kann man mit ihr zB ohne Lizenzkosten Spiele entwickeln, solange der Gewinn unter 50.000 Dollar bleibt.

Und man darf auch nicht vergessen: Die Spieleindustrie steht noch ziemlich am Anfang. Aktuelle AAA-Spiele kosten ungefähr 50 Millionen Dollar. Wenn man das mal mit Kino-Blockbustern vergleicht, die oft 200 Millionen und mehr kosten (Fluch der Karibik 4 hat zB 330 Millionen Dollar gekostet), dann ist da noch viel Spielraum - und Videospiele werden immer beliebter. Und im Film-Geschäft sind die Low-Budget-Filme auch nicht ausgestorben.
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