Kommende Konsolengeneration : Explodieren die Entwicklungskosten bei der kommenden Konsolengeneration? Explodieren die Entwicklungskosten bei der kommenden Konsolengeneration? Mit der kommenden Konsolengeneration steigt der Aufwand ein Spiel zu entwickeln erheblich. Gegenüber der Branchenseite Gamesindustry.biz sagte ein Entwickler, der bereits mit dem Dev-Kit des Xbox-360-Nachfolgers - Arbeitstitel »Durango« - arbeitet:

»Ich muss mein Budget für 3D-Modelle im Spiel verdoppeln. Wenn wir die Stärken der Durango ausspielen wollen, dauert es wesentlich länger, ein 3D-Modell zu bauen«

Höhere Polygonzahlen und detaillierte Texturen seien der Grund für den Mehraufwand. Die Folge: eine längere Entwicklungszeit oder ein höherer Bedarf an Personal.

Bei den anderen NextGen-Konsolen sei der Fall ähnlich. Die PlayStation 4 - Arbeitstitel »Orbis« - bedeute einen ähnlichen Mehraufwand bei der Modellierung; bei der Wii U liegt die Mehrarbeit in der Anpassung für den Tablet Controller.

Die Spielepublisher müssen auf die steigenden Entwicklungskosten reagieren. Gamesindustry.biz zeigt die zu erwartenden Reaktionen: Die Publisher werden vehement versuchen, den Gebrauchtspielemarkt einzudämmen. Beide »großen« NextGen-Konsolen sollen deshalb Gerüchten zufolge einen Mechanismus enthalten, der das Abspielen von Gebrauchtspielen unmöglich macht.

Auch Online-Pass- und DLC-Modelle werden zukünfigt verstärkt zu finden sein. Ein Abo-Modell wie bei Call of Duty Elite bereits im Einsatz, dürfte ebenso öfter zu erwarten sein wie eine stärkere Verknüpfung mit Social-Media-Kanälen und Mobilgeräten.

Außerdem werden die großen Publisher verstärkt auf bewährte Serien setzen, da sich neue Marken traditionell gegenüber etablierten schwerer tun.

Aber: Gamesindustry.biz sieht auch eine Chance für kleine Indie-Entwickler, wenn die Konsolenhersteller bei der kommenden Gerätegeneration ähnliche Strukturen für »kleine« Titel schaffen wie das PlayStation Network und Xbox Live es vorgemacht haben.