Square Enix : Julien Merceron von Square Enix sieht Probleme bei steigender Grafikqualität. Julien Merceron von Square Enix sieht Probleme bei steigender Grafikqualität. Auf der E3 zeigte Square Enix mit »Agni’s Philosophy« eine beeindruckende Grafikdemo, die zeigen sollte, zu was die nächste Konsolengeneration in der Lage sein kann. Im Interview mit gamesindustry.biz sprach Julien Merceron, Worldwide Technology Director bei Square Enix, über die Probleme, die auf diesem Grafikniveau entstehen.

»Sich nur auf die Grafik zu konzentrieren, wäre ein großer Fehler. Du fängst an supertolle Grafik zu haben, deine Charaktere sehen wirklich gut aus – und dann landet man im Uncanny Valley, denn man hat nicht die Animationen auf dem selben Qualitäts-Level.«

Unter dem Uncanny Valley versteht man das Problem, dass Menschen künstliche Figuren trotz zunehmend realistischer Darstellung weniger akzeptieren sondern diese ab einem gewissen Grad eher als abstoßend oder unheimlich empfinden. Die Akzeptanz einer künstlichen Figur steigt nicht linear mit ihrer optischen Ähnlichkeit zum Menschen.

»Das Problem von dem ich spreche ist folgendes: Sobald wir die Qualität der Grafik erreicht haben, werden die Gesichtsanimationen nicht mehr gut genug sein. Einige Spiele sind bereits am Limit des Uncanny Valley, aber sobald die Renderqualität steigt, werden neue Probleme an die Oberfläche treten,« so Merceron weiter.

Die Lösung sieht der Entwickler in der Weiterentwicklung der Spielmechaniken: »Das Gameplay muss sich entwickeln, die Umgebungen müssen eindringlicher sein und die Charaktere müssen voller Emotionen sein, so dass der Spieler richtig hineingezogen wird.«