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Silicon Knights - Entwickler von Eternal Darkness und X-Men: Destiny in der Krise

Das mittlerweile über 20 Jahre alte Studio Silicon Knights, bekannt für das Action-Adventure Eternal Darkness, scheint seit einiger Zeit in der Krise zu stecken. Ehemalige Mitarbeiter äußerten sich nun zu den Geschehnissen der der letzten Jahre.

Von Sebastian Klix |

Datum: 28.10.2012 ; 19:04 Uhr


Silicon Knights : Was passiert derzeit beziehungsweise geschah in den letzten Monaten und Jahren beim kanadischen Entwickler Silicon Knights? Das Studio wurde bereits 1992 gegründet und kann auf einige ordentliche ( Blood Omen: Legacy of Kain ) und auch sehr gute (Eternal Darkness) Titel zurückblicken.

Spätestens seit der Entwicklung des eher durchschnittlichen Action-Rollenspiels Too Human (GamePro-Wertung: 63) ist bei den Kanadiern aber irgendwie der Wurm drin. Zuerst balgte man sich eben wegen genau dieses Spiels mit Epic Games vor Gericht – und verlor. Nicht nur den Rechtsstreit sondern auch knapp 4,5 Millionen Dollar an Verfahrenskosten. Dann brachte man nach der Trennung von Nintendo für Activision das in jeder Hinsicht unterdurchschnittliche X-Men: Destiny (GamePro-Wertung: 54) auf den Markt.

Ehemalige Mitarbeiter äußerten sich nun zu den Vorgängen bei Silicon Knights, Kotaku.com hakte nach: Dass das Studio ins Straucheln geriet, lag angeblich an Geschäftsführer und -gründer Denis Dyack. Der habe Aufträge wie X-Men: Destiny wohl nicht richtig ernst genommen und statt dessen lieber zahlreiche Mitarbeiter für die Entwicklung einer Demo von Eternal Darkness 2 abgezogen. Gerüchte um die Arbeiten an einem zweiten Teil wurden bereits im Frühjahr dieses Jahres laut (wir berichteten auf GamePro).

Nur etwa 60 Prozent der Mitarbeiter sollen letztlich an X-Men: Destiny gearbeitet haben, entsprechend wurden Milestones nicht eingehalten beziehungsweise blieb die Qualität auf der Strecke. Auftraggeber Activision war davon wohl verständlicherweise nicht wirklich begeistert und versuchte die Entwickler dadurch unter Druck zu setzen, dass man das Spiel offiziell ankündigte und Silicon Knights als Entwickler nannte. Auf Denis Dyack hatte das wohl wenig Eindruck gemacht und er versuchte eine Release-Verschiebung auszuhandeln, von der Activision anscheinend nichts wissen wollte.

Das Ende der Geschichte: X-Men: Destiny kam unvollständig sowie fehlerhaft auf den Markt und wurde zum (finanziellen) Flopp. Auch die für potentielle Publisher angefertigte Demo von Enternal Darkness 2 blieb wohl auf der Strecke: »Technisch schwach in Kombination mit einem Team, welches seit Metal Gear Solid: The Twin Snakes [Anm: Release 2004] kein Spiel mehr fertiggestellt hat.«, so die Meinung eines Mitarbeiters zu dem Projekt.

An was Silicon Knights derzeit arbeitet ist unbekannt. Angeblich sollen mittlerweile nur noch etwa fünf Mitarbeiter bei dem Entwickler beschäftigt sein.

Quelle: Kotaku.com

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X-Men: Destiny
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Avatar BassMent
BassMent
#1 | 28. Okt 2012, 19:52
Sehr schade wenn ein einst so erfolgreicher und guter entwickler solche internen Probleme hat. hätte doch gehofft ein Eternal Darkness 2 für die Wii oder in dem Fall für die WiiU zu bekommen aber damit hat sichs wohl erledigt.

Hoffentlich rappelt sich das Studio wieder zusammen wäre echt mies wenn sie komplett von der Bildfläche verschwinden würden.

(ein neuer blood Omen teil wäre natürlich auch wünschenswert ;) )
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Avatar Chen Stormstout
Chen Stormstout
#2 | 28. Okt 2012, 19:53
Ein weiterer Niedergang eines Studios.
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Avatar Exterminatus
Exterminatus
#3 | 28. Okt 2012, 20:27
Das was man in dem Bericht liest hört sich an als hätte sich der Firmenchef Denis Dyack ein wenig verhoben. Mit der linken Hand Geld zufächern wärend man mit der rechten was ganz großes baut ist ja erstmal ne ganz gute idee.
Nur sollte man wissen ob 5 Finger reichen oder nicht, denn wenn man sich auf einmal schulden statt Geld zufächert geht auch das top projekt in der rechten Hand flöten.
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Avatar Grove4L
Grove4L
#4 | 28. Okt 2012, 21:10
Also wenn es stimmen sollte das dort nur noch 5 Leute arbeiten dann können die auch gleich dicht machen.
Schade aber vieleicht übernimmt Nintendo und macht selbst ein ED2.
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Avatar horstfx
horstfx
#5 | 28. Okt 2012, 21:25
Schade und ich hatte immer auf Eternal Darkness 2 gehofft. Der erste Teil war eines der besten Spiele aller Zeiten.
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Avatar Tuco
Tuco
#6 | 28. Okt 2012, 22:13
Zitat von horstfx:
Schade und ich hatte immer auf Eternal Darkness 2 gehofft. Der erste Teil war eines der besten Spiele aller Zeiten.


Jap, sehr schade.
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Avatar Mirome
Mirome
#7 | 28. Okt 2012, 22:42
Zitat von horstfx:
Schade und ich hatte immer auf Eternal Darkness 2 gehofft. Der erste Teil war eines der besten Spiele aller Zeiten.


Dem stimme ich zu, und dabei bin ich normalerweise kein großer Fan von Survival Horror-Spielen. Fakt ist aber leider auch, dass Silicon Knights seit ED ziemlich viel Schrott produziert hat. Und als Nintendo ein ED 2 machen wollte, machen sie sich den Auftrag quasi selbst kaputt mit ner sinnlosen Klage gegen Epic.

Sehr schade drum, aber wenn der Artikel stimmt, dann ist das Studio selbst schuld, wenns untergeht. Ich hoffe trotzdem noch, dass ED 2 kommt und das Studio überlebt.
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Avatar Falkenfluegel
Falkenfluegel
#8 | 29. Okt 2012, 09:55
Das Problem war doch, dass Eternal Darkness spielerisch auch nicht sehr stark war. Es war ein bombenspiel mit genialer Atmosphäre und wahnsinnig guten und frischen Ideen. Aber Actiongameplay selbst war nur ok. Mit Too Human haben sie dann ein Actionspiel angefangen welches nur aufs Gameplay setzt. Wie sollte das gut gehen?
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Avatar Crowdpleaser
Crowdpleaser
#9 | 02. Nov 2012, 12:45
Zitat von Falkenfluegel:
Das Problem war doch, dass Eternal Darkness spielerisch auch nicht sehr stark war. Es war ein bombenspiel mit genialer Atmosphäre und wahnsinnig guten und frischen Ideen. Aber Actiongameplay selbst war nur ok. Mit Too Human haben sie dann ein Actionspiel angefangen welches nur aufs Gameplay setzt. Wie sollte das gut gehen?


Bin nicht der Meinung. Ich finde die Steuerung in dem Spiel, vor allem die Kampfsteuerung äusserst gelungen. Das muss zum Beispiel ein Resident Evil überhaupt mal erreichen, was ja seit anbeginn der Spielereihe mit diversen Problemchen zu kämpfen hat.
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