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E3 2013 - Peter Molyneux von E3-Präsentation »nicht begeistert«

Peter Molyneux ist nicht besonders eingenommen davon, welche Zielgruppen die E3 anspricht und dass die Messe zu einer Konfrontation zwischen den großen Entertainment-Konzernen geworden ist.

Von Christian Weigel |

Datum: 14.06.2013 ; 11:20 Uhr


E3 2013 : Peter Molyneux findet, die Spieleindustrie würde auf Messen wie der E3 vergessen, dass es eigentlich um den Kunden gehe. Peter Molyneux findet, die Spieleindustrie würde auf Messen wie der E3 vergessen, dass es eigentlich um den Kunden gehe. Im Gespräch mit der Webseite gamesindustry.biz erläuterte Peter Molyneux, Ex-Chef von Lionhead Games, Ex-Creative- Director für Microsoft Europe und aktueller Chef von Indie-Spieleentwickler 22 Cans, was ihm an der E3 nicht gefällt.

Er ist nicht sehr begeistert davon, wie die Schwergewichte der Spieleindustrie, allen voran Microsoft und Sony, sich auf der E3 in Konfrontationsstellung brachten. Für ihn mache dies den Eindruck, als seien Microsoft und Sony keine ernstzunehmenden Medienkonzerne, sondern rivalisierende Studentenverbindungen (»Frat-Houses«), die sich gegenseitig niedermachen wollen.

Microsoft und Sony würden nur auf die Aktionen der Gegenseite reagieren und sich ihre Strategie jeweils von der Konkurrenz diktieren lassen. Als Kunde fände er dies unverständlich - er glaubt, die Käufer würde im Endeffekt nur interessieren, für welche Plattform die tolleren, interessanteren Spiele herauskommen, und ob es sich lohne, 500 oder 400 US-Dollar für ein neues Gerät zu investieren.

Zum Online-Zwang der neuen Xbox One sagte Molyneux, dass die Idee, immer online sein zu müssen, nicht zwingend schlecht sein müsse - die Kunden würden sie aber momentan nur als Gängelung empfinden, weil sie nur dazu diene, festzustellen, ob ein Spiel keine Raubkopie sei. Sobald die Spieler davon überzeugt seien, dass Always-On auch Vorteile habe, ließe sich diese Voraussetzung viel leichter durchsetzen - dazu verwies Molyneux auf das Smartphone-Spiel Clash of Clans, das auch eine dauerhafte Online-Verbindung verlangt.

Eine weitere Entwicklung, die Molyneux Sorgen bereitet, ist die Verteilung von »adrenalin-basierten« Spielen und Entspannungs-Gaming. Seiner Ansicht nach bestünde eine Messe wie die E3 nur daraus, die Core-Gamer zu umwerben und ihnen Gameplay voller Schießereien und Explosionen zu bieten. Daran sei nichts Schlechtes zu finden, sagt Molyneux - es gebe nur zuviel davon.

Ein riesiges Marktsegment in der Spieleindustrie bestünde aus Spielern, die zur Entspannung spielen möchten. Hollywood habe im Prinzip das gleiche Problem: Special-Effects-Blockbuster blieben nicht in Erinnerung - stattdessen würden Filme im Gedächtnis bleiben, die eine interessante Geschichte mit real wirkenden Charakteren erzählen.

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Avatar Phaeton
Phaeton
#1 | 14. Jun 2013, 11:27
Ich muss sagen, dass mich die E3 in diesem Jahr insgesamt extrem enttäuscht hat. Mal vom Konsolenkrieg und ein paar halbgaren Trailern abgesehen gab es eigentlich kaum etwas, dass wirklich zu überraschen wusste. Vor allem der Mangel an Gameplay-Videos ist doch recht stark spürbar. Das ist alles so aalglatt und auf Hochglanz getrimmt, dass es schon fast langweilig ist.

Mal sehen wie es zur Gamescom oder zur PAX wird. Die E3 jedenfalls war mal richtig dröge in diesem Jahr.
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Avatar lanimation
lanimation
#2 | 14. Jun 2013, 11:28
"Peter Molyneux findet, die Spieleindustrie würde auf Messen wie der E3 vergessen, dass es eigentlich um den Kunden gehe."

siehe Microsoft & EA
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Avatar Ser Parzival
Ser Parzival
#3 | 14. Jun 2013, 11:28
Die letzten beiden Absätze unterschreibe ich mal mit Handkuss. Davor - naja.
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Avatar Paksh1
Paksh1
#4 | 14. Jun 2013, 11:37
Ich teile die Meinung zum "Onlinezwang" mit Molyneux. Starcraft und Warcraft 3 wollte ich nur Online Spielen weil es mir, dann einfach mehr Spaß gemacht hat.

Darum sollte es doch bei Onlinebindung gehen den Kunden durch Vorteile schon quasi dazu zwingen Online sein zu wollen ^^ Ohne es eine zwang werden zu lassen.
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Avatar Salvador
Salvador
#5 | 14. Jun 2013, 11:38
Auch wenn ich den Guru Peter Molyneux meistens nicht zustimmen kann, hat er hier mal wirklich recht.
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Avatar Tricker[GER]
Tricker[GER]
#6 | 14. Jun 2013, 11:40
Ich muss sagen, dass ich Herrn Molyneux in eigentlich allen Punkten recht geben muss. Die Ausartung zu einem Konsolen-"Krieg" ist bei dieser Messe stark zu spüren und wird durch die Presse unterstützt.

Ich tendiere auch eher dazu, dass Perma-Online negativ zu sehen ist, aber Molyneuxs Argumente haben etwas für sich.
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Avatar Freshknight
Freshknight
#7 | 14. Jun 2013, 11:42
Das war die beste E3 seit langem, wer anderer Meinung ist, scheint die vergangenen E3's nicht gesehen zu haben.
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Avatar Nema
Nema
#8 | 14. Jun 2013, 11:45
Zitat von Ser Parzival:
Die letzten beiden Absätze unterschreibe ich mal mit Handkuss. Davor - naja.


Ich schließe mich da an aber im Moment sind es auch viele Shooter. Viele Spiele kommen erst Anfang nächsten Jahres raus, vor allem Rollenspiele. Ich denke, dann wird der Teil des Marktes wieder etwas gefüllt.

Und die Konsolenfrage dominiert glaube ich momentan alles :D
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Avatar Sn0wblind
Sn0wblind
#9 | 14. Jun 2013, 11:49
Muss dem guten aber schon Recht geben, finde auch das vieles nur noch Effekthascherei ist, hoffe mal es gibt auch wieder schön gemächliche Spiele vorallem Echtzeitstrategie.

Ich finde es so schade das dieses Genre nicht von den großen bedacht wird. Einzig große Marke ist Starcraft nur das ist ja nun auch nicht grad dafür bekannt, schön gemächlich zu sein.

Es fehlt einfach Age of Empires, oder ein neues Siedler im Stile von den alten Teilen (3 und 4) Fande die neuen Teile nicht so toll, ich weiß nicht irgendwie kanns garnicht genau erklären.
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Avatar Sn0wblind
Sn0wblind
#10 | 14. Jun 2013, 11:50
Zitat von Phaeton:
Ich muss sagen, dass mich die E3 in diesem Jahr insgesamt extrem enttäuscht hat. Mal vom Konsolenkrieg und ein paar halbgaren Trailern abgesehen gab es eigentlich kaum etwas, dass wirklich zu überraschen wusste. Vor allem der Mangel an Gameplay-Videos ist doch recht stark spürbar. Das ist alles so aalglatt und auf Hochglanz getrimmt, dass es schon fast langweilig ist.

Mal sehen wie es zur Gamescom oder zur PAX wird. Die E3 jedenfalls war mal richtig dröge in diesem Jahr.


Denke Gamescom wird da nicht viel neues bieten, wirst die Trailer/Gameplay Demos von der E3 sehen, mehr nicht.
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