Studie : Das Gamestar-Heft 02/2008: Schon damals zeichnete sich ab, dass es nicht mehr für jedes Spiel eine Demo-Version geben würde; auf die Begleit-DVDs waren hauptsächlich Videos und Vollversionen gepresst. Das Gamestar-Heft 02/2008: Schon damals zeichnete sich ab, dass es nicht mehr für jedes Spiel eine Demo-Version geben würde; auf die Begleit-DVDs waren hauptsächlich Videos und Vollversionen gepresst. Eine Studie des Marktforschungsinstituts EEDAR (Electronic Entertainment Design and Research) hat ergeben, dass sich Konsolenspiele, von denen eine Demo-Version veröffentlicht wird, deutlich schlechter verkauft als Titel ohne Demo.

Dieses Ergebnis wurde von Jesse Schell auf der Gamelab-Konferenz in Barcelona vorgestellt. Schell ist ein ehemaliger Spieleentwickler, der eine Professur am »Entertainment Technology Center« der Carnegie-Mellon-University hat.

Aus Schells Präsentation waren Details über die Studie zu entnehmen: Ein »durchschnittliches« Xbox-360-Spiel, das per Trailer beworben wird, verkauft sich in sechs Monaten rund 525.000 Mal. Gibt es zu einem solchen Spiel eine Demo, verringert sich die Anzahl der abgesetzten Exemplare auf nur 250.000 in der gleichen Zeit. Ohne Trailer-Bewerbung sinkt die Anzahl der verkauften Exemplare sogar auf 100.000.

Das dürfte erklären, warum die Verbreitung von Demo-Versionen in den letzten Jahren stark abgenommen hat. Viele Spieler, die sonst unbesehen eine Vollversion eines Spiels gekauft hätten, machen diese Entscheidung nach dem Spielen einer Demo vielleicht rückgängig.

Ob dieser Effekt sowohl bei Konsolen- als auch bei PC-Spielen eintritt, wie genau ein »durchschnittliches« Konsolenspiel zu definieren ist und ob das Vorhandensein einer Demo eventuell nicht nur die Verkaufszahlen, sondern auch die Anzahl der Raubkopien eines Spiels reduziert, geht aus der Studie nicht hervor - genausowenig, ob es auch Fälle von »überdurchschnittlichen« Spielen gibt, denen die Veröffentlichung einer Demo-Version nicht geschadet hat.

Quelle: computerandvideogames.com