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Steam Greenlight - Indie-Entwickler unzufrieden, Valve reagiert

Verschiedene Indie-Entwickler haben ihren Unmut über Valves Greenlight-System geäußert - der Prozess sei ungerecht und zu langsam. Eigentlich soll Steam Greenlight dafür sorgen, dass der Auswahlprozess für Indie-Produktionen in die Hände der Spieler gelangt. Valve reagierte jetzt auf die Kritik.

Von Christian Weigel |

Datum: 23.07.2013 ; 12:09 Uhr


Steam Greenlight : Steam Greenlight bietet Indie-Spielen die Möglichkeit, von der Steam-Community »gewählt« zu werden, was zu einem Publishing-Vertrag mit Valves Onlineplattform führen kann. Dass der Prozess immer noch sehr zufallsgesteuert abläuft, stört viele Indie-Entwickler. Steam Greenlight bietet Indie-Spielen die Möglichkeit, von der Steam-Community »gewählt« zu werden, was zu einem Publishing-Vertrag mit Valves Onlineplattform führen kann. Dass der Prozess immer noch sehr zufallsgesteuert abläuft, stört viele Indie-Entwickler. Steam Greenlight, Valves Voting-Plattform für Indiespiele, die bei genug Publikumsinteresse einen Publishing-Vertrag auf Steam erhalten, sollte die Entscheidung, ob ein Spiel »grünes Licht« auf Steam bekommt, in die Hände der Spieler legen.

In einem offenen Brief wandte sich ein Entwickler des Indie-Studios Six Sided Sancutary mit dem Pseudonym poe an Valve, die Betreiber des Onlinevertriebs-Giganten Steam, um Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge an Greenlight vorzubringen.

In seinem Schreiben wünscht sich poe größere Transparenz für den Greenlight-Prozess, und kreidet an, dass bei dem Gerangel um Popularität oftmals qualitativ hochwertige Spiele, die sich nicht lautstark genug anpreisen, durch das Raster fallen. Außerdem sei Valve nicht schnell und effizient genug, Greenlight-bewilligte Spiele in sein Sortiment aufzunehmen - wann ein Spiel den Sprung genehmigt bekomme, sei komplett willkürlich:

»Manche Spiele werden gegreenlighted, wenn sie die Top 100 erreichen, manche Spiele sind wochenlang auf Platz 1 oder 2 (der Greenlight-Rangliste), ohne dass etwas passiert.«

Valve antwortete in einem Forumsbeitrag, dass Greenlight »weit davon entfernt sei, perfekt zu sein«. Die Firma habe nicht die Kapazität, so viele Spiele in ihr Sortiment aufzunehmen, wie sie gerne wolle. Bis ein besseres System gefunden sei, wäre Greenlight immerhin ein Fortschritt gegenüber dem völlig undurchsichtigen Genehmigungssystem, mit dem Valve vorher entschied, ob ein Spiel Steam-würdig war. Man wolle sich auf jeden Fall die Kritik zu Herzen nehmen und automatisierte Systeme schaffen, die unnötig machen sollen, dass der Steam-Genehmigungsprozess (der angeblich sogar über Faxgeräte lief) schneller ablaufen könne.

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Avatar mijaly
mijaly
#1 | 23. Jul 2013, 12:18
sehr schön das steam so freundlich reagiert.

greenlight ist allgemein schon ein sehr nette funktion die valve da eingeführt hat.
es ist aber auch verständlich das von den 1000enden entwicklern, die momentan auf den indie-zug aufgesprungen sind, nich alle so schnell drankommen wie sie gerne würden.

wird in zukunft sicher besser werden.
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Avatar tscherno-bill
tscherno-bill
#2 | 23. Jul 2013, 12:23
Ich frag mich eh wie das weiter gehen soll. Auf der einen Seite bin ich ein totaler Fan der Indie-Welle. Da gibts echt ne Menge Perlen. Andererseits überschwemmt sie aber so langsam den Markt. Da wirds halt extrem unübersichtlich.
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Avatar LeutnantNomad
LeutnantNomad
#3 | 23. Jul 2013, 12:24
Wenigstens ist Valve kritigfähig, ganz im Gegensatz zu anderen ungenannten Unternehmen.
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Avatar Apocaliptica
Apocaliptica
#4 | 23. Jul 2013, 12:25
Valve ist ein klasse Publisher und Entwickler, aber Greenlight ist nur ein Beispiel, was bei dem Unternehmen nicht gescheit läuft. Könnte jetzt so einiges auflisten, was mich beim Quasi-Monopolisten Valve und deren Steam-Plattform so aufregt oder deutlich verbesserbar wäre, aber ich bringe nur mal ein Beispiel:

Der Support ist langsam und braucht teilweise 4 Tage, damit überhaupt eine Antwort auf das Support-Ticket kommt. Zudem besteht keine Möglichkeit an höhere Instanz zwecks Konfliktlösung zu kommen, da der Support quasi "Generalvollmacht hat" und man diesen nicht mal bewerten oder gar Vorschläge oder Kritik einbringen kann.

Für ein Unternehmen in DER Position ist das schon schwach.
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Avatar DrProof
DrProof
#5 | 23. Jul 2013, 12:26
Man muss auch überlegen ob eine Kritik berechtigt ist.
Sicherlich ist Greenlight nicht das schnellste Verfahren, aber immerhin gibt es eine Chance bei Steam rein zu kommen mit seinem kleinen Projekt. Und natürlich kauft der Mensch den Fisch bei dem lautesten Marktschreier und nicht bei dem leisen an der Ecke... der gar nix sagt und nur die Ware auslegt...
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Avatar KAEPS133
KAEPS133
#6 | 23. Jul 2013, 12:32
Valve geht gut mit der Kritik um!
Das ist aber auch genau der punkt warum ich bis jetzt davor zurückscheue mein kleines Spiel dort anzumelden. Als 1-Mann Team kann man unmöglich so viel Aufmerksamkeit erzeugen und dabei noch ein gutes Spiel auf die Beine stellen.
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Avatar Bodhis
Bodhis
#7 | 23. Jul 2013, 12:33
Zitat von tscherno-bill:
Ich frag mich eh wie das weiter gehen soll. Auf der einen Seite bin ich ein totaler Fan der Indie-Welle. Da gibts echt ne Menge Perlen. Andererseits überschwemmt sie aber so langsam den Markt. Da wirds halt extrem unübersichtlich.

Wird sich wieder legen. Das wird erstmal ne Welle geben wenn die Greenlight- und Spenden-Titel erscheinen, dann kommt es zur Enttäuschung der SPieler UND der Entwickler und am Ende wird die Welle abflauen und die Zahl (und hoffentlich Qualität zu-) der Spiele abnehmen. Bin da ganz optimistisch ;)
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Avatar megamer
megamer
#8 | 23. Jul 2013, 12:33
Gamestar, der andere Valve-Artikel zur Verbraucherzentrale ist eine Falschmeldung! Da habt ihr einen Übersetzungsfehler beim Abschreiben gemacht... "trial" heißt in diesem Fall nicht "Probelauf" und das Ganze ergibt damit einen völlig anderen Sinn.

Unglaublich, dass bei sowas nicht recherchiert wird...
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Avatar mijaly
mijaly
#9 | 23. Jul 2013, 12:35
Zitat von Apocaliptica:


Der Support ist langsam und braucht teilweise 4 Tage, damit überhaupt eine Antwort auf das Support-Ticket kommt.


eine plattform auf der durchgehend 5-7 millionen nutzer GLEICHZEITIG online sind und du beschwerst dich das du nur 4 tage warten musst?

sollen sie dir noch einen privatmann zur seite stellen ;-)
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Avatar Skipperius
Skipperius
#10 | 23. Jul 2013, 12:47
gute reaktion von Valve. sehr glaubhaft!

nicht so ein weichgespültes drumherum gelaber wie bei den meisten Firmen oder Politikern (nicht so ein Kauder-welch ;-)
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