Bitkom-Studie »Gaming in Deutschland« : BITKOM und Aris haben kürzlich eine Studie unter dem Titel »Gaming in Deutschland« durchgeführt. Nun liegen die Ergebnisse vor. BITKOM und Aris haben kürzlich eine Studie unter dem Titel »Gaming in Deutschland« durchgeführt. Nun liegen die Ergebnisse vor. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., kurz BITKOM, beauftragte vor einiger Zeit das Meinungsforschungsinstitut Aris mit einer neuen Studie. Unter dem Titel »Gaming in Deutschland« wurden zunächst 1.482 Personen ab einem Alter von 14 Jahren befragt, ob sie Gamer seien oder nicht. Die 517 Befragten, die diese Frage bejahten, dienten anschließend als Grundgesamtheit einer umfassenden Befragung. Mittlerweile liegen die ausgewerteten Ergebnisse vor.

Denen zufolge »spielt« etwa jeder dritte (36 Prozent) Bundesbürger, wobei der Anteil der Frauen unter den Gamern weiterhin deutlich niedriger ist als jener der Männer: Etwa 42 Prozent der Männer und 30 Prozent der Frauen sind Gamer. Allerdings gibt es beim weiblichen Geschlecht einen deutlichen Trend nach oben: Vor fünf Jahren waren es noch 22 Prozent.

» Games sind endgültig vom Nischenphänomen zum alltäglich genutzten Unterhaltungsmedium geworden. Der Boom bei Spielen für Smartphones, Tablet Computer und Sozialen Netzwerken sowie Innovationen wie die Bewegungssteuerung haben viele Menschen abseits der klassischen Zielgruppe für Games begeistert«, so Dr. Christian P. Illek vom BITKOM-Präsidium.

Das ändert jedoch nichts daran, dass die meisten Gamer auch heute noch einer eher jungen Altersgruppe angehören. Bei den 14- bis 29-Jährigen beträgt der Anteil der Gamer satte 80 Prozent. Mit zunehmenden Alter nimmt der Anteil der Spieler dann stetig ab: Unter den 30- bis 49-Jährigen sind es immerhin noch 44 Prozent, bei den 50- bis 64-Jährigen nur noch 13 Prozent und bei den über 65-Jährigen beträgt der Anteil nur noch fünf Prozent.

Ihrem Hobby frönen 47 Prozent der Befragten täglich. Und das zunehmend auch auf mobilen Endgeräten: Fast jeder zweite Gamer (44 Prozent) in Deutschland nutzt Smartphones zum Gaming - das entspricht rund elf Millionen Menschen. Absoluter Spitzenreiter ist in Deutschland aber weiterhin der PC: 76 Prozent der Befragten spielen am stationären Heimcomputer. 43 Prozent entfallen auf Spielekonsolen, 40 Prozent nutzen einen Laptop, 23 Prozent eine mobile Spielekonsole und zehn Prozent einen Tablet-PC.

»Smartphones haben sich innerhalb weniger Jahre zu einer relevanten Spielplattform entwickelt. Die Hauptgründe sind das wachsende Angebot an günstigen Gaming-Apps sowie die immer bessere Darstellung durch schnellere Grafikchips und hochauflösende Displays«, so Illek weiter.

Hinsichtlich der bevorzugten Spiele-Genres sind Strategiespiele bei Frauen und Männern gleichermaßen beliebt. Casual-Games, Actionspiele und Social-Games folgen auf den Plätzen. Erste Unterschiede gibt es erst danach: Während Männer mit 26 Prozent Renn- und Sportspiele auf Platz fünf wählen, bevorzugen Frauen Jump'n'Runds. Gemeinsamkeiten gibt es beim sechsten Platz: Hier liegen die Fitness- und Bewegungsspiele bei beiden Geschlechtern fast gleich auf.

Interessantes Detail am Rande: Nur jeder zweite Konsolen-Spieler verbindet das Gerät auch mit dem Internet - lediglich 20 Prozent haben ihre Konsole sogar dauerhaft ans Internet angeschlossen. Damit dürfte wohl einer der Gründe für den Gegenwind gefunden sein, den Microsoft für sein Always-Online-Vorhaben bei der kommenden Xbox One zu spüren bekam.

Die kompletten Ergebnisse, inklusive Power-Point-Präsentation, gibt es auf bitkom.com.